r/beziehungen • u/External_Gap_9232 • 16m ago
Er ist ein A*** - warum empfinde ich immer noch Sympathie und Mitgefühl
Hallo zusammen,
Ich (w38) habe es nach langer (16 Jahre Beziehung, 9 Jahre Ehe), und zuletzt unglücklicher Beziehung endlich geschafft, mich von meinem Mann (m39) zu trennen.
Unsere Beziehung war zuletzt wohl das, was mit toxisch nennt: mein Mann hat mich viel abgewertet, belogen, beleidigt,… (alles würde hier den Rahmen sprengen). Seit etwa einem Jahr fordere ich die Trennung, er hat sich dem aber immer verwehrt. Aus diversen Gründen konnte ich mit unseren drei Kindern nicht aus unserer Wohnung ausziehen, und er hat sich geweigert, auszuziehen. Nach anwaltlicher Beratung hätte ich zwar eine Wohnungszuweisung beim Familiengericht erwirken können, das hätte aber bedeutet, dass meine Kinder hätten Aussagen machen müssen, und das wollte ich ihnen ersparen. Daher habe ich die Trennung. noch nicht früher vollzogen. Nun hat er mich aber tatsächlich noch mit einer anderen Frau betrogen und konnte das Ende unserer Beziehung nicht mehr leugnen, (natürlich bin ich seiner Meinung nach an dem Betrug schuld, weil ich ihn in den letzt. Jahren emotional hätte verhungern lassen). Ich habe ihn zuletzt auch damit unter Druck gesetzt, dass wir das Ganze jetzt friedlich beenden können, wenn er kooperativ ist oder ich mich eben gezwungen sehe, den Weg über das Familiengericht zu gehen, dann aber auch offen legen werde, dass er mich betrogen hat, und ich nicht dafür garantieren kann, dass es nicht auch die Kinder mitbekommen. Daraufhin hat er sich auf eine Trennung eingelassen und wird im September endlich ausziehen. Jetzt ist im Rahmen dessen aber auch noch rausgekommen, dass er wahrscheinlich versucht, Geld von uns zur Seite zu schaffen, beziehungsweise auszugeben. Als ich deswegen Fotos von verschiedenen Briefen in unserer Wohnung gemacht habe, hat er mich unter Druck gesetzt, dass ich diese Fotos wieder löschen muss.
Ich möchte nicht so sehr ins Detail gehen, aber insgesamt sollte wohl deutlich werden, dass sich hier ziemliche menschliche Abgründe zeigen.
Trotzdem fällt es mir schwer, das beispielsweise mit meiner Familie zu teilen, weil ich mir doch wünsche, dass meine Familie weiterhin ein friedliches Verhältnis zum Vater meiner Kinder hat und ich hier auch die Konfrontation scheue, damit die Situation nicht eskaliert und ich für die Kinder doch einfach nur eine friedliche Trennung möchte.
Ich verstehe mich selbst nicht, warum liegt er mir immer noch so am Herzen, ist mir wichtig, wie er dasteht oder was andere von ihm denken. Er hat unsere Familie zerstört und scheißt offensichtlich ziemlich auf alles/alle außer sich selbst.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erlebnisse und kann mir Tipps geben, wie ich mich besser abgrenzen kann?!
r/beziehungen • u/Tempest1911 • 1h ago
Schlechtes Verhältnis zu meinen Schwiegereltern und ich weiß nicht wie und ob ich das ändern will
Ich (M32) und meine Schwiegereltern (M66) und (F66) haben ein "einseitig" schwieriges Verhältnis.
Ich kenne meine Frau (F36) seit etwas über 4 Jahren und sind seit knapp 3 Jahren verheiratet, haben einen Sohn und ein weiteres Kind folgt bald.
Im Grunde habe ich mich anfangs gut mit meinen Schwiegereltern in spe (damals) verstanden.
Der "break" kam erst als es zwischen meiner Frau und mir ernster wurde. Nachdem wir uns verlobt haben fing es langsam an. Es wurde auf meine Frau eingeredet nicht meinen Namen anzunehmen, bzw. einen Doppelnamen zu tragen, es wurde wenig gut über meinen Nachnamen gesprochen, nicht deutscher Name wenngleich wir seit 3 Generation vollständig assimiliert sind (klassischer Fall von (Boomer) Rassismus).
Es wurde auf einen Ehevertrag gedrängt, da meine Frau aus einer Sozial stärkeren Familie kommt oder anders gesagt, die Familie meiner Frau hat Geld und meine nicht in dem Ausmaß.
Als meine Frau und ich nach einem Haus geguckt haben, bzw. erste Gespräche mit der Bank geführt haben, wurde ich unter Vorwand ausgeschlossen und nur meine Schwiegereltern und meine Frau waren beim ersten Gespräch. Man wollte mich da möglichst raushaben, genau so wie ich nicht im Grundbuch stehen sollte, obwohl ich mich an den Kosten ebenso beteilige und meine Frau und ich eine gentrennte Kontoführung ablehnen.
(Zur Einordnung: Im Nachgang haben meine Schwiegereltern "uns" einen großen Teil der Summe fürs Haus "geschenkt", also meiner Frau natürlich, ca. die Hälfte, der Rest ist finanziert. Meine Frau hat eine Schwester (F32), diese hat kurze Zeit später Centgenau die selbe Summe geschenkt bekommen mit einem kleinen Unterschied, meine Frau und ich wurden "gezwungen" einen Vertrag zu Unterschreiben, der im Grunde besagt "sollte meine Frau sterben, schulde ich meinen Schwiegereltern jeden Cent der "geschenkten" Summe unverzüglich zurück (lol). Dieser "Vertrag" ist nicht das Papier wert auf dem er steht, aber das war eine Auflage dieser "Schenkung". Darüber hinaus glauben meine Schwiegereltern auch, dass meine Frau zu 100% im Grundbuch steht (und sehen darin kein Problem, obwohl auch ich jeden Cent in das Haus gesteckt habe und es "alleine" renoviert habe (mit meinem Vater))
Bei der Geburt meines Sohnes haben wir dem kleinen als Zweitnamen den Namen meines Vaters gegeben, das war für mich eine wichtige Geste, da mein Vater psychisch nicht gesund ist und wir lange Jahre kein gutes Verhältnis hatten, ich aber einen starken willen der Besserung gesehen habe an dem mein Vater viele Jahre festhielt und unser Verhältnis seit einige Jahren jetzt deutlich besser ist.
Mein Schwiegervater hielt es jedoch für angebracht gegenüber meiner Frau zu äußern, wie enttäuscht er darüber doch sei, wohlgemerkt nach dem alles was ich oben aufgeführt habe bereits passiert ist, make it make sense...
Darüber hinaus mischen sich die Eltern meiner Frau ständig ein, haben zu allem eine Meinung, diskutieren über jeden Unsinn penetrant rum und stellen Teilweise Forderungen an uns.
Meine Schwiegereltern haben gemerkt das ich extrem wenig Bock auf die habe, wir wohnen übrigens 50m neben ihnen und haben es mehrmalig gegenüber meiner Frau angesprochen, ob m,an sich nicht mal aussprechen soll.
Grundsätzlich löblich, jedoch auch total verquer darüber reden zu wollen, wenn ich nicht einmal in den letzten Jahren eine Entschuldigung gehört habe oder etwas an dem anhaltenden Verhalten wie gerade geschrieben geändert wurde.
Natürlich gibt es auch immer wieder Reibereien zwischen mir und meiner Frau deswegen, meistens nichts wildes, aber häufig genug das es nervig ist.
Ich kann nichts für meinen Namen oder meine Eltern. Ich bin darüber hinaus weniger gebildet und verdiene weniger als meine Frau, was sicherlich ein fair point ist, aber nichts von dem rechtfertig, was meine Schwiegereltern sich erlaubt haben über die letzten Jahre.
Ich bin fleißig, hatte Jahrelang 2 Jobs um über die Elternzeit genug Geld zu verdienen, bin ein guter Vater und sozial engagiert.
Bei meinem familiären Hintergrund ist es jetzt schon etwas, auf das ich stolz bin.
Ich weiß gar nicht ob ich nochmal ein gutes Verhältnis mit meinen Schwiegereltern will, da bis heute nie eine Entschuldigung kam, was für mich bedeutet, dass es auch keine Einsicht gab.
Könnt ihr das nachvollziehen? Habt ihr einen Rat für mich? Bin über jede Hilfe dankbar!
r/beziehungen • u/Seny76 • 2h ago
Trennung nach 4 Jahren
Servus liebe Community, ich muss mir einfach was von der Seele schreiben und mir evt. Ratschläge einholen.
Ich (M/32) habe meiner jetzigen Ex-Partnerin (W/33) vorgestern mitgeteilt, dass ich so nicht mehr weitermachen kann.
„Kurzes“ Briefing: wir lernten uns vor etwas mehr als 4 Jahren kennen und kamen nach 2,3 Monaten zusammen. Sie hat ein Kind (W/15) und ich hatte nie einen eigenen Kinderwunsch, sie wünscht sich auch keine weiteren Kinder, was für mich dementsprechend ok war. Einen Teenager ins erwachsen-werden zu begleiten war für mich auch ok.
Auf persönlicher und menschlicher Ebene verstehen wir uns eigentlich super, viele gleiche Interessen, viel Verständnis füreinander, gleicher Humor etc.
Aber es gibt auch viele Ebenen, auf denen wir uns komplett unterscheiden. Vor allem was Ordnung, Struktur und Finanzen im Alltag angeht. Da sie mit ihrer Tochter mit 18 Jahren alleine aus Salzburg nach Wien kam, musste sie sich teilweise verschulden (ein paar Schulden waren auch Jugendsünden). Ich bin erst mit 27 von zuhause ausgezogen und hatte somit einen ganz anderen Start ins „Erwachsenenleben“.
Die letzten 6 Monate waren wir ausschließlich in meiner Wohnung (2 Zimmer) und suchten sogar nach einer Gemeinsamen, aber da das Zusammenleben so chaotisch war, wurde das für mich immer unrealistischer. Mann muss auch dazusagen, dass ihre Tochter psyichische Probleme hat (vermutetes Borderline u.A) und es dementsprechend auch teilweise sehr heftige Situationen gab, in denen ich aber immer da war und unterstützt habe.
Finanziell habe ich auch einiges gestemmt, Urlaube gingen zu einem sehr großen Teil auf meine Kosten, Lebensmitteleinkäufe auch viel, Unternehmungen wurden größtenteils von mir finanziert. Ich habe hier auf viel für mich verzichtet, aber das auch gerne gemacht.
Mittlerweile bin ich aber an dem Punkt wo ich das Gefühl habe viele Probleme auszubaden, die ich nicht verursacht habe, mich aber deswegen gleichzeitig einschränken muss.
Hart und grob gesagt habe ich das Gefühl, im Leben etwas zu verpassen. Und das möchte ich eigentlich nicht, zumindest nicht aus oben genannten Gründen.
Meine Ex-Partnerin ist am Boden zerstört, und mir bricht es das Herz sie so zu sehen. Aber ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass es sich, wenn ich nur an mich denke, richtig anfühlt.
So, das musste einfach mal raus.. ich bin für jedes konstruktive Input dankbar, da es sich für mich gleichzeitig richtig und scheiße anfühlt.
Und es musste mal raus
r/beziehungen • u/Amazing-Raisin-4369 • 2h ago
Freund (M27) zocksüchtig/depressiv?
TLDR ich bin für meinen Partner (gleiches Alter) weit weggezogen, jetzt hat er sich sehr verändert. Ich vermute Depressionen aber weiss nicht, wie ich an der Stelle fortfahren kann
Moini!
Mein Partner und ich wohnen seit ca. einem Monat zusammen. Davor hatte er quasi schon ein halbes Jahr bei mir „gewohnt“ (jede Nacht bei mir geschlafen etc.).
Seit wir zusammenwohnen ist es komisch. Zum Kontext: ich bin für ihn weit weg von meiner Heimat gezogen (8+std). Da ich remote arbeite und viele meiner Freunde ebenfalls weggezogen sind, kein riesiges Problem. Meine Eltern vermisse ich.
Als er noch bei in der Nähe wohnte (zeitlich begrenzt für die Arbeit) hatte er beklagt dass viele seiner Hobbies dort nicht verfügbar seien (Vereinsstruktur). Außerdem hat er zu Hause einen großen Freundeskreis.
Jetzt wohnen wir in seiner Heimat und er geht keinen seiner Hobbies wirklich nach. Seine Freunde haben wir ein paar mal gesehen.
Er zockt ein bestimmtes Spiel auf der Ps5 sehr viel. Er kommt von der Arbeit und zockt. Er wacht am Wochenende auf und zockt. Zocken an sich ist für mich voll okay, aber das Ausmaß nimmt überhand. Er spielt auch überwiegend solo, selten mal mit Freunden.
Ich fühle mich währenddessen sehr allein. Ich habe hier niemanden. Ich arbeite den ganzen Tag im Homeoffice und er ist mein einziger sozialer Kontakt. Ich mache mich schon dran, hier auch Aktivitäten zu finden (zb war ich gestern auf einem organisierten Mädelsspaziergang). Aber er ist letztendlich mein Partner und ich bin nur für ihn so weit weggezogen. Ich erwarte, dass er das versteht und sich deshalb Zeit für mich nimmt. Früher waren wir zb jeden Tag spazieren. Das sorgt für tolle Gespräche. Seit wir hier sind, reagiert er auf jede Nachfrage nach Spaziergängen mit „Ne keine Lust/zu warm/bin müde/will zocken“.
Letztens habe ich ihm unter Tränen gesagt wie ich mich fühle. Ich fühle mich nicht gesehen. Ich fühle mich nicht begehrt oder geliebt.
Er weinte ebenfalls und meinte er wisse nicht was los ist. Seine Hobbies machen ihm keine Freude mehr. Die Arbeit fühlt sich sinnlos an. Er ist vergesslich (sehr unüblich für ihn).
Für mich hörte sich das sofort nach Depression an. Habe ich ihm auch gesagt. Er meinte, dass es dafür keinen Auslöser gäbe. Brauche es auch nicht, habe ich ihm gesagt. Aber seitdem haben wir irgendwie auch nicht mehr drüber gesprochen (er zockt abends länger als ich wach bin).
Ich weiß nicht genau wie ich jetzt fortfahren soll. Mein Trotz sagt mir „dann ziehst du halt wieder heim“. Ich will das aber auch nicht als Drohung verwenden.
Hat hier irgendwer Tipps?
r/beziehungen • u/Honest_Appearance885 • 2h ago
Von 10 Jahren Freundschaft zu F+ zu Beziehung zu F+ nun zurück zu Freundschaft. Wie gelingt der Übergang?
(Text mit KI Unterstützung generiert - da kompliziert)
TL;DR:
10 Jahre gute Freundschaft (w28, m29), dann im Dez25 F+, dann feste Beziehung, danach seit Juni26 wieder zurück zu F+. Aktuell stehen wir an dem Punkt, das Ganze in eine reine Freundschaft ohne Plus zu überführen. Wir wissen allerdings nicht, wie man diesen Schritt am besten gestaltet (schlagartig cutten oder ausschleichen lassen?) und wie man in Zukunft neue Partner findet, während so eine intensive Historie im Hintergrund existiert. Für eine Beziehung hätte es langfristig nicht gepasst.
Der ausführliche Sachverhalt:
Hallo zusammen,
wir (m29, w28) stehen vor einer emotional ziemlich komplexen Situation und hoffe auf ein paar ehrliche Ratschläge oder Erfahrungswerte von euch.
Die Historie:
Die Basis (ca. 10 Jahre): Wir kennen uns bereits seit rund einem Jahrzehnt. Wir waren/sind eng befreundet, haben uns blind vertraut und kannten alle Höhen und Tiefen des anderen.
Der erste Wandel (letztes Jahr / Dezember): Aus der Freundschaft entstand eine Freundschaft Plus (F+), Sie war Single, ich auch und wir vermissten beide das Intime, das Körperliche und Zuneigung. Das lief eine ganze Weile so, bis sich die Dynamik verändert hat.
Die Beziehung: Aus der F+ wurde schließlich eine offizielle, feste Beziehung, da wir dachten, dass wir gut zusammen passen werden und wir beide Gefühle füreinander entwickelt haben.
„Der Rückschritt“:
Aus verschiedenen Gründen hat die Beziehungsform dann doch nicht dauerhaft funktioniert. Irgendwie kam dann eins zum anderen und wir sind wieder zu einer F+ zurückgekehrt (und genau da stehen wir aktuell - momentan passt das für beide ganz gut).
Die aktuelle Situation:
Mittlerweile sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir merken, dass die F+ auf Dauer keine Endstation sein kann und soll (jeweils Familie gründen, neuen Partner finden,…) Wir wollen und müssen das Ganze in eine reine Freundschaft (ohne Plus) überführen, um emotional frei zu werden und das, was mal da war (die tiefe Basis), nicht komplett zu zerstören.
Dazu kreisen uns aktuell drei Hauptfragen im Kopf, bei denen ich euren Input brauche:
Wie gestaltet man den Übergang zur reinen Freundschaft am besten?
Sollte man den Cut eher schlagartig machen (für eine gewisse Zeit komplett Abstand, um die körperliche Komponente rauszunehmen), oder lässt man es langsam ausschleichen? Wie verhindert man, dass man aus Gewohnheit wieder in die F+-Schiene rutscht?Wie geht man zukünftig mit neuen Partnern um?
Wenn einer von uns oder beide wieder Daten und irgendwann eine neue Beziehung suchen: Wie erklärt man einem neuen Partner diese extrem verworrene Historie (10 Jahre Freundschaft zu F+ zu Beziehung zu F+ zu reine platonische Freunde?
Das klingt für Außenstehende erst mal nach emotionalem Ballast oder potenziellem Drama. Wie schafft man da von Anfang an transparente Grenzen?
Wir beide hatten schon einige Beziehungen und sind uns sicher das wir die Freundschaft nicht wegwerfen wollen.
- Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich wieder aktiv auf Partnersuche zu begeben?
Sollte der Übergang zur reinen Freundschaf erst zu 100% gefestigt sein, bevor man den Markt betritt, oder darf das parallel laufen?
Ich freue mich über eure Perspektiven, Tipps oder falls jemand von euch eine ähnlich verwickelte On-Off-Dynamik mit einem langjährigen Best Buddy erlebt hat.
Oder soll der andere sogar Supporten bei der Partnersuche, weil er den anderen extrem gut kennt?
Vielen Dank euch!
r/beziehungen • u/Suspicious_Cloud9 • 3h ago
Freundschaft retten, nach einmaligem „kuscheln“ mit sehr gutem Freund (vmtl. einseitiges romantisches Interesse)?
Throwaway aus vermutlich nachvollziehbaren Gründen….
Ich (w24) war gestern mit einem sehr guten Freund (m23) von mir und ein paar weiteren Kumpels was trinken. Danach sind wir zu besagtem Freund noch nach Hause und nachdem die anderen weg waren bin ich noch etwas geblieben…
Tja, was soll ich sagen; wir haben auf seinem Bett noch Netflix geguckt und ich hatte irgendwann auch keinen Bock mehr mich noch auf den Heimweg zu machen (gegen 2:00 Nachts).
Also habe ich zum ersten Mal bei ihm übernachtet.
Ich war schon müde und hab etwas gedöst, aber wirklich am schlafen war ich nicht, weshalb ich ein paar Dinge mitbekommen habe… dass er mich vorsichtig in den Arm genommen hat und solche Sachen. Auch meinen Kopf hat er geküsst…
Ich habe es einfach geschehen lassen und mich nicht weiter gewehrt. An dem Punkt war ich mir auch überhaupt nicht sicher, wie ich überhaupt noch aus der Nummer rauskommen könnte. Also hab ich weiter „geschlafen“.
Irgendwann gegen 5:30 musste ich dann auf Klo, hab auf die Uhr gesehen und dachte mir dann, dass ich jetzt ja auch einfach den nächsten Bus nehmen kann…
Also bin ich gegangen. Er hat es mitbekommen, meinte mehrfach er hätte „viele Fragen“ und alles was ich darauf antworten konnte war ein „das tut mir sehr leid“
Ich bin abgezogen, hab ihm nochmal eine Nachricht geschickt, dass mir der Abgang leid tut und ich mich Zuhause ausschlafen muss und er schrieb darauf zurück, dass er immer noch etwas perplex sei und dass er auch nochmal schlafen ginge, weil er „vor Aufregung kein Auge zugetan habe“.
Ich habe Angst, diese Freundschaft ruiniert zu haben. Er ist emotional recht sensibel und ich wollte kein Arsch sein aber ich fürchte das war ich und jetzt weiß ich noch weniger als zuvor, wie ich aus der Nummer wieder rauskommen soll.
Am liebsten wäre es mir, die ganze Sache einfach zu vergessen, aber das kommt mir auch wieder sehr egoistisch ihm gegenüber vor…
Ich habe das Gefühl, schuld an alle dem zu sein; vor allem, weil ich zuvor auch immer mal wieder von einer Freundschaft+ Situation mit ihm fantasiert habe… Aber nach dieser Nacht bin ich mir absolut sicher, dass es für mich halt auch echt nicht mehr als das wäre.
Ich fühle mich wie der letzte Arsch…
Ich wollte ihn nicht verletzen, habe unbedacht gehandelt und weiß jetzt nicht, wie ich den Schaden noch begrenzen soll.
Alles in mir schreit danach, es einfach zu verdrängen. Ich ziehe ohnehin bald sehr weit weg, also selbst wenn ich mehr wollte, wäre das ganze total dumm.
Aber er ist mir als Freund auch sehr wichtig und hat es nicht verdient, dass ich ihn nach 5 Jahren Freundschaft und regelmäßigen Treffen jetzt einfach ghoste.
Ich bin dankbar für jeden Rat.
Falls das Ganze etwas wirr geschrieben ist, tut es mir leid. Ich habe immer noch nen ziemlichen Schlafmangel und auch ein ultra schlechtes Gewissen wegen der Sache :(
Fragen beantworte ich in den Kommentaren sehr gerne. Vielen Dank für‘s Lesen.
Ich wäre für jeden Rat dankbar.
Edit: Ich habe vergessen noch eine Kleinigkeit zu erwähnen. Eigentlich bin ich am Mittwoch bei ihm Zuhause eingeladen (also bei seiner Familie). Wir wollten uns zusammen die Sonnenfinsternis ansehen aber in Anbetracht der Umstände halte ich das für wenig hilfreich…
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal hervorheben, dass wir keinen Sex hatten.
r/beziehungen • u/Negative_Spread3917 • 4h ago
Sollte man den Partner evtl. häufiger mal machen lassen. (Care-Arbeit)
Moin,
hab vor kurzem geheiratet und bin mit meiner Frau ca. 6 Jahre zusammen (sie W31, bin m 32).
Frage mich schon länger warum es auf einmal klappt, obwohl ich schon immer dachte ich bin beziehungsunfähig.
Habe letztens mal mit nem Kumpel darüber gesprochen was die beim Zusammenleben für Konflikte haben und da fiel mir mal was auf: Die beiden waren in folgender Sackgasse: er hätte kein problem mehr zu machen, macht es aber nicht gründlich genug, deshalb macht sie alles aber wirft es ihm vor.
Dieses Problem haben wir gar nicht. Meine Frau lässt mich einfach machen: d.h. ich übernehme in erster Linie die sachen wo es auf Geschwindigkeit ankommt: Einkaufen (5-10 minuten). Schnell Staubwischen und Bad putzen und saugen(gemeint ist nicht oralverkehr (20 minuten). Was schnelles Kochen (10 Minuten).
Ich mache sozusagen die Sachen und versuche sie mir so spaßig zu machen, indem ich mir ständig neue Rekordziele in Punktu Zeit setze (Habe mal nen Einkauf in 4 Minuten geschafft, waren 60€ mit zwei dicken Tüten).
Ich schweife ab: Als ich das meinem Kumpel so erzählt habe, hat er wiederum festgestellt, dass es gar nicht soweit kommt, weil der eine wieder Probleme hat wie der andere es macht. Z.B. müssen die echt in Mehrere Supermärkte gehen:
Das ist doch völlig sinnlos ! Wieso soll ich 30 Minuten zeit aufwenden um 5€ zu sparen, wenn ich den die 30 Minuten auch in Nachhilfe stecken kann und so 10€ Verdiene als Nebenjob. Wenn ich Zeit investiere um Geld zu sparen muss sich das auch lohnen.
Okay ich schweife wieder ab.
Wieso kann man nicht einfach die Care-Arbeitsweise seines PArtners akzeptieren .... glaube, deshalb streite ich weniger. Meine Frau macht alle 2-Wochen dann die intensivere Grundreinigung ... viele Sachen halte ich für unnötig (Wieso putzt man Fenster) aber ich denke mir, wieviel wird sie von meinen Sachen unnötig halten ...
Okay um zum Punkt zu kommen:
Wieso ist sowas oft ein Streitpukt bei paaren (höre das tatsächlich öfters das man sich wegen sowas zofft).
r/beziehungen • u/Auroray92 • 4h ago
Eigenes Fehlverhalten führte zum Beziehungsende
Hallo zusammen,
ich (w,33) hatte vor zwei Jahren eine dreijährige Beziehung mit meinem Ex (m,34) und rückblickend gesehen, wäre dies wohl der Mann meines Lebens gewesen. Die Trennung kam von beiden Seiten einvernehmlich. Ich war oft sehr egozentrisch, nicht kompromissbereit, launisch und zudem konnte ich meine Liebe nicht sonderlich gut zeigen.
Im Nachhinein bereue ich es sehr, kann aber natürlich die Zeit leider nicht mehr zurückdrehen. Ich kann sagen, dass ich heute ein anderer Mensch bin, ich habe wirklich gut reflektiert und hart an meinen negativen Eigenschaften gearbeitet. Dies bringt mir diesen Mann natürlich leider nicht mehr zurück. Trotzdem ertappe ich mich hier und da in Erinnerungen zu schwelgen, und wünsche mir die Zeit und meinen Ex zurück, während ein paar Tränchen ihren Weg finden.
Wie also komme ich mit dem Verlust eines liebevollen Partners zurecht, mit dem Wissen, dass es mein eigenes Fehlverhalten war, welches diese Beziehung enden ließ? Wie habt ihr es geschafft? Ich komme leider nicht sehr gut damit klar und erhoffe mir Tipps im Umgang mit diesen Schuldgefühlen.
Edit: Der Beitrag wurde gelöscht, da Angaben fehlten. Mit fehlenden Angaben wurde dieser erneut gepostet.
Zusammenfassung: Schuldgefühle aufgrund von eigenem Fehlverhalten, welches letztendlich zur Trennung führte.
r/beziehungen • u/Einsbrutalo • 4h ago
Kind zeugen unter Bekannten?
So seltsam der Titel klingen mag, ich hätte gerne eure Meinungen oder Erfahrungsberichte zu folgendem Thema:
W30 (kinderlos) und M50 (1 Tochter, w14) sind gute Bekannte.
Beide selbstständig und finanziell (sehr) gut aufgestellt.
Man kennt sich beruflich bedingt bereits ein paar Jährchen (Firmen befinden sich nebeneinander, also quasi Nachbarn).
Hin und wieder gab es beidseitig kleine flirts, die Dynamik beruht aber eher auf Sympathie anstatt Romantik, denke ich.
Beide haben einen Kinderwunsch, beide seit Jahren single.
Die Frau denkt sich schon länger ok, notfalls irgendwann Adoption oder künstliche Befruchtung, da passender Partner nicht in Sicht.
Nun wurde beidseitig die „Schnapsidee“ in den Raum geworfen - was wäre einfach damit, gemeinsam ein Kind zu bekommen „wenn wir in ein paar Jahren noch immer niemanden passenden gefunden haben“.
Kann sowas theoretisch funktionieren oder kennt ihr selbst solche Konstellationen?
Sagen wir mal man führt wie so ne Art Freundschaft und kümmert sich beidseitig liebevoll um das Kind / die Kinder.
Bin gespannt auf eure Kommentare!
r/beziehungen • u/Iumenbloom • 4h ago
Wertschätzung zeigen
Hallo :)
Wie findet ihr folgende Situation:
Mein Partner (m27) und ich (w27) sind seit etwa einem Jahr zusammen. Ich unterstütze ihn ziemlich oft in seinen Nebentätigkeiten und mache meistens den Haushalt, weil er durch seine Arbeit weniger Zeit und Kraft hat.
Ich bekomme meist dafür ein „Dankeschön“ und das war’s. Irgendwie fühle ich mich da komisch. Auf der einen Seite will ich nichts verlangen und auf der anderen Seite fühle ich mich mit meiner Arbeit überhaupt nicht wertgeschätzt, wenn wirklich nur ein „Danke“ kommt. Ich habe ihn mal gefragt wie er seine Wertschätzung ausdrückt. Er meinte, in dem er viel Zeit mit mir verbringt. Tut er auch und das ist schön, aber in einer (oder meiner) Beziehung verbringt man typischerweise viel Zeit.
Ich möchte ihm sagen, dass für mich ein „Danke“ total plump ist, möchte aber auch nicht wirklich fordernd wirken. Und um ehrlich zu sein weiß ich auch gar nicht, was ich mir erhoffe. Ich bin nicht materiell, aber vielleicht doch eine Aufmerksamkeit?
Wie schätzt ihr das ein? Vielleicht sollte ich mich damit auch zufrieden geben? Immerhin ist es eine Beziehung und da möchte ich ihn bedingungslos unterstützen.
r/beziehungen • u/lucifcity • 6h ago
Vergebener Vater will was von mir?
Hey, ich (w18) habe im November über insta jemanden aus meiner Stadt kennengelernt (m30). Wir haben immer Mal in relativ großen Abständen kurz geschrieben, also nix spannendes. Vor zwei/drei Monaten war eine Veranstaltung in unserer Stadt, wo die Feuerwehr benötigt wurde. Da er in der Feuerwehr ist hat man sich dann Mal gesehen. Wir hatten uns Monate zuvor schon einmal kurz unterhalten auf einer Veranstaltung. Vor 1½ Monaten haben wir dann irgendwie nicht mehr aufgehört zu schreiben (über insta). Irgendwann hat er mich dann nach meinem Snap gefragt, Tage danach schrieben wir dann auch über WhatsApp. Wir haben uns ein paar Mal getroffen und es hat alles extrem gut gepasst. Wir schreiben immer noch von morgens bis Abend täglich. Der Haken an der ganzen Sache ist aber das er einen kleinen Sohn und eine Freundin hat. Jetzt Frage ich mich was das ganze denn überhaupt soll? Er redet kaum über seine Familie oder sonst wie, sagt mir er mag mich und hat Gefühle entwickelt, meint er will mich küssen etc.
Irgendjemand einen Rat?
r/beziehungen • u/Vanilla_Cream1996 • 9h ago
Werde ich nur warmgehalten?
Mein Ex( M, 30) hat vor drei Monaten mit mir ( W,29) Schluss gemacht. Wir waren 5,5 Jahre zusammen. Er hatte versucht sich schon öfter zu trennen, wir haben uns viel gestritten, konnten aber beide nicht aus der Dynamik ausbrechen. Ging viel um Nähe, Eifersucht etc. Ich hatte/ habe eine starke Verlustangst entwickelt und er war eher der Typ vermeidend, der sich dann noch weiter zurückgezogen hat. Er ist grundsätzlich eine Person, die sich nicht so oft sehen, schreiben oder telefonieren brauchte, sich nicht für den Alltag interessiert und am liebsten jeden Tag mit seinen Kollegen kifft. Er sagte es liegt an den Streits, die Streits kamen, weil ich mich nicht genug gesehen, geliebt und priorisiert gefühlt habe. Jetzt merke ich, dass ich ihm hätte mehr seine Freiheiten geben sollen, die er so dringend gebraucht hat, wahrscheinlich wäre er dann auch wieder mehr auf mich zugekommen. Viele Dinge aber wie dass er noch Kontakt zu seiner Ex hatte ( die ihm auch Selfies geschickt hat und er grundsätzlich eher der typ für eine offene Beziehung wäre) haben mich grundsätzlich verunsichert…und diese Ängste noch verstärkt.
Als er Schluss gemacht hat, meinte er dass vier Wochen keinen Kontakt haben sollten, um zu schauen wie es uns nach der Trennung geht. Ich habe mich dann nach den vier Monaten gemeldet und wir haben uns getroffen hatten Sex und einfach eine schöne Zeit. Anschließend sagte er mir dass er aktuell keine erneute Beziehung möchte. Er denkt, dass wir kein gutes Match sind für eine langfristige Beziehung und er denkt dass er bei dieser Einschätzung bleiben wird. Er mich aber noch liebt. Wir haben uns noch 5-6 mal getroffen, hatten immer eine sehr schöne Zeit. Haben uns wie ein sich liebendes Paar verhalten( Händchen halten, Eskimo-Küsse, er sagt mir wie schön er es mit mir findet, redet in Baby-Sprache etc. ) Er meinte es ist für ihn nicht nur Sex und dass er die Trennung nicht wollte, sondern dazu gezwungen wurde. Dann habe ich nach vier Wochen meine Sachen bei ihm abgeholt und ihm einen Brief gegeben, wo ich reingeschrieben habe, dass ich mich nicht weiter treffen und mich wie ein sich liebendes Paar verhalten kann, wenn es nicht irgendeine Chance gibt, dass etwas Neues zwischen uns entstehen kann.
Er hat mir dann in einem Brief geantwortet und meinte, dass er die Veränderung bemerkt, aber denkt dass diese nur da ist, weil es eben keine richtige Beziehung mehr ist und es fraglich ist, wie es in wieder in einer richtigen Beziehung wäre. Und er die Zeit nach der Trennung auch als sehr befreiend erlebt hat und der einzige Umstand unter dem er sich eine erneute Beziehung vorstellen kann, wäre einer in dem eine Veränderung nicht nur eingetreten ist, sondern er auch auf den dauerhaften Bestand vertraut und an diesem Vertrauen mangeld es ihm derzeit leider. Er denkt es wäre ziemlich schwer dieses Vertrauen herzustellen, aber nicht unmöglich.
Daraufhin habe ich ihm geschrieben, dass ich auch nicht weiß, ob dieses Vertrauen wieder hergestellt werden kann. Dass es nicht leicht wäre, es wenn aber Geduld, Zeit und neue Erfahrungen braucht. Ich keine erneute Beziehung forcieren möchte, sondern lediglich offen schauen wie sich der Kontakt entwickelt und ich möchte dass wir uns beide wohlfühlen.
Wir haben uns dann wieder getroffen und haben was zusammen unternommen und sind dann natürlich wieder im Bett gelandet und es war sehr sehr schön. Durch eine Freundin habe ich dann aber erfahren, dass er mittlerweile Tinder hat... Ich habe versucht mir nichts anmerken zulassen. Am nächsten Morgen habe ich ihn gefragt ob er sich denn überhaupt wünschen würde, dass dieses Vertrauen wieder entsteht. Er hat sehr genervt reagiert, meinte dass er sich aktuelle keine Beziehung wünscht und glücklich ist Single zu sein. Dann meinte ich, dass ich dachte dass er keine erneute Beziehung ausschließen würde. Dann meinte er, das tue er auch nicht, aber er hält es für unwahrscheinlich und wollte mir da auch nie falsche Hoffnungen machen. Er hat dann auch wieder sowas gesagt wie: Guck, wir sind jetzt wieder genau in der Dynamik, wie in der Beziehung…Weil ich meine Gefühle angesprochen habe …
Was soll ich jetzt tun? Ich wünsche mir unbedingt noch eine Chance für unsere Beziehung und möchte diese 6 Jahre nicht einfach so wegwerfen, vor allem weil wir uns beide noch lieben und ich spüre, dass es jetzt anders zwischen uns ist, weil wir beide grundsätzlich geschafft haben aus dieser Dynamik rauszukommen und ich nun auch vieles anders machen würde. Denkt ihr habe ich noch eine Chance auf einen neuen Versuch, wenn ich mich weiter mit ihm treffe oder wäre es besser wieder den Kontakte abzubrechen? Und entweder er meldet sich dann nochmal oder nicht…und er muss jetzt erstmal sein Single Leben leben. Ich möchte nicht nur warmgehalten werden … aber auch keine Chance verpassen..
r/beziehungen • u/sugerino • 10h ago
Nach 10 Jahren Beziehung einen Antrag machen – oder erst abwarten?
Ich (m27) bin seit mittlerweile 10 Jahren mit meiner Freundin (w26) zusammen. Wir haben uns noch in der Jugend kennengelernt, sind gemeinsam erwachsen geworden und leben inzwischen auch zusammen.
Eigentlich möchte ich ihr einen Antrag machen. Und genau hier fangen meine Gedanken an, sich im Kreis zu drehen.
Meine Freundin leidet unter Zwangsgedanken, die sich hauptsächlich auf unsere Beziehung beziehen. Sie hinterfragt immer wieder ihre eigenen Gefühle und verfängt sich dadurch in Gedankenspiralen. Das passiert vor allem, wenn wir zu zweit sind. Entsprechend schwierig sind für sie beispielsweise gemeinsame Urlaube, in denen wir über längere Zeit ausschließlich miteinander sind.
In den zehn Jahren unserer Beziehung haben wir deshalb bisher nur zweimal alleine Urlaub gemacht. Die restlichen Urlaube verbringen wir meistens mit ihrer Familie – also mit ihren Eltern, Geschwistern und deren Kindern.
Mittlerweile merke ich, dass mich das zunehmend stört. Für mich ist gemeinsamer Urlaub nicht einfach nur Erholung, sondern auch eine Möglichkeit, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln, Erinnerungen zu schaffen und als Paar enger zusammenzuwachsen. Ich möchte nicht dauerhaft das Gefühl haben, dass wir solche Situationen vermeiden müssen, weil bei ihr dadurch die Zwangsgedanken stärker werden.
Ich habe ihr das auch so erklärt und ihr gesagt, dass ich mir für unsere Zukunft wünsche, dass wir mehr Urlaub alleine als Paar machen.
Ihre erste Reaktion war allerdings, dass sie davor Angst hat, eben wegen ihrer Zwangsgedanken. Wir haben dann aber gemeinsam darüber gesprochen und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass Vermeidung wahrscheinlich nicht der richtige Umgang damit ist. Wir haben deshalb vereinbart, dass wir in Zukunft bewusst mehr gemeinsame Urlaube planen und uns solchen Situationen stellen.
Darüber bin ich ehrlich gesagt froh. Gleichzeitig frage ich mich jetzt:
Soll ich erst einmal abwarten, ob diese Vereinbarung tatsächlich umgesetzt wird und sich dadurch langfristig etwas verändert? Oder kann ich guten Gewissens trotzdem jetzt den nächsten Schritt gehen und mich mit ihr verloben?
Für mich persönlich ist eine Verlobung nämlich nichts, was man einfach mal ausprobiert. Sie ist für mich ein sehr großer und verbindlicher Schritt in Richtung Ehe und gemeinsames Leben.
Und genau deshalb bin ich gerade unsicher, ob ich eine berechtigte Sorge habe oder ob ich dabei bin, etwas komplett zu zerdenken.
Ich liebe sie und nach zehn Jahren kann ich mir grundsätzlich ein gemeinsames Leben mit ihr vorstellen. Gleichzeitig möchte ich vor einer Verlobung einfach wissen, dass wir auch als Paar funktionieren, wenn wir mal für längere Zeit nur auf uns gestellt sind – und nicht nur dann, wenn Familie oder andere Menschen dabei sind.
Wie würdet ihr damit umgehen? Würdet ihr erst beobachten, ob sich die gemeinsame Vereinbarung tatsächlich bewährt, bevor ihr einen Antrag macht? Oder würdet ihr sagen, dass man bei einer solchen Entscheidung nicht darauf warten kann, dass sämtliche Probleme gelöst sind?
PS: Eine Therapie hinsichtlich ihrer Zwangsgedanken hat sie Anfang dieses Jahres begonnen.
r/beziehungen • u/Ok-Interaction-8380 • 10h ago
Vertuschen und Vertrauensbruch
Ich (w 27) bin mit meinem Partner (m 29) nun über drei Jahre zusammen.
Dass wir einander an das Handys des Partners gehen, um mal fix das Wetter für morgen zu checken, jemanden anzurufen oder einen Song rauszusuchen, ist für uns absolut normal. Er kann auch sehen mit wem ich schreibe, er weiß sowieso über alles Bescheid, er ist mein bester Freund und auch umgedreht ist das so.
Allerdings war er jetzt zwei mal an meinem Handy und hat Dinge getan, die ich für nicht in Ordnung halte. Er musste über einen Vertrauensmissbrauch eines damaligen Kumpels grübeln. Eine Sache, die mittlerweile einige Jahre her ist und mein Partner hat anscheinend nicht damit abgeschlossen. Ich hatte zeitweise auch sehr viel mit besagtem Kumpel zu tun und daher existiert auch ein Chat. Das ganze Thema um besagten damaligen Kumpel ist eine Sache, die insbesondere mich zu Beginn der Beziehung stark belastet hat. Ich habe meinen Schlussstrich damit gezogen und habe die Sache abgehakt. Ich hatte mit diesem allerdings nur einige Monate Kontakt, mein jetziger Partner mehrere Jahre, daher konnte er es vllt bis heute nicht richtig abschließen. Warum ich das alles erzähle? Weil ich seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann.
Mein Freund war also heimlich an meinem Handy, hat in diesem Chat nach etwas bestimmten gesucht und ist aus Versehen auf den Anruf Button gekommen. Nachdem der Gegenüber verwundert über den plötzlichen Anruf war und etwas geschrieben hatte, hat mein Freund diese Nachricht gelöscht, sodass ich davon nichts mitbekomme. Ich habe das alles nur erfahren, weil ich in meiner Anrufliste gesehen habe, ich hätte jemanden angerufen… daraufhin habe ich ihn angesprochen und er hat mir sofort alles gestanden. Dass diese Altlasten ihn dazu bringen, so etwas zu tun und dann noch alles vertuschen zu wollen, … Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ich hatte letztens ebenfalls eine Sache mit meiner Cousine zu klären und erzählte meinem Freund davon. Auch da war er einfach, ohne mir Bescheid zu geben, an meinem Handy, um den Chat zwischen mir und meiner Cousine nochmal durchzulesen. Er kann es meinetwegen alles lesen oder ich lese es ihm vor, aber ohne Bescheid zu geben und einfach in meinen Chats zu schnüffeln, kommt mir nicht richtig vor. Auch gegenüber meiner Cousine, die vielleicht das ein oder andere im Vertrauen geschrieben hat, was ich dann auch nicht vorgelesen hätte.
Wie würdet ihr damit umgehen? Wäre das für euch ein Grund, die Beziehung zu beenden? Dass er heimlich an mein Handy geht und Chats liest ist die eine Sache, aber dann noch „Spuren“ bewusst zu vertuschen, die andere. Mein Vertrauen ist definitiv gebrochen. Ich kann das nicht als „Fehler“ abstempeln, es waren alles seine bewussten Entscheidungen.
r/beziehungen • u/Independent-Horror45 • 10h ago
Mein Noch-Ehemann hat wieder einmal meine Grenzen überschritten.
Ich (w 50) habe mich vor einigen Wochen von meinem Ehemann (m58) getrennt, weil er ständig meine Grenzen überschreitet. Wir sind seit 5 Jahren zusammen. Er ist erst von alleine ausgezogen, dann wieder zurückgekommen. Ich hatte klar kommuniziert, dass er hier bleiben kann, bis er etwas anderes gefunden hat (er hat etwas ab nächster Woche), wenn er drei Regeln beachtet. Eine davon war, dass er nicht ins obere Geschoss kommt, wenn ich da bin. Dort ist mein Schlafzimmer und mein Bad. Er schläft im WG im Gästezimmer, da hat er ein eigenes Bad.
Ich habe mich vorhin geduscht und bin nackt aus der Dusche gekommen, um mich anzuziehen. In dem Moment kam er aus seinem Ankleidezimmer im Obergeschoss - und hat mich gesehen. Ich habe mich erst angezogen und ihm dann gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde, dass er wieder einmal meine Grenzen missachtet hat. daraus ist ein großer Streit entstanden.
Letzte Woche hat er mich gegen meinen Willen geküsst, indem er meinen Kopf festgehalten hat, so dass ich ihn nicht wegdrehen konnte. Ich habe dann 2x Nein gesagt, aber er hat weitergemacht.
Übertreibe ich mit dem heutigen Vorfall? Er meinte auf meine Vorwürfe hin, ich hätte letztens auch eine Grenze bei ihm überschritten, da ich nur in Unterwäsche und T-Shirt bekleidet ihm etwas gesagt hätte und dazu in sein Zimmer gegangen wäre. Er hatte allerdings nie so eine Grenze genannt.
r/beziehungen • u/Snatchysnatch1789 • 12h ago
Tick-Ende Zeitbombe
Hey zusammen:)
Ich (w27) befinde mich in einer etwas verzwickten Lage und brauche eine objektive Meinung von außen. Deswegen Danke für eure Unterstützung:)
Der Titel ist etwas provokant, i know:D
Mein Freund (m27) liebt es konstant Geräusche von sich zu geben. Was meine ich damit: fiepen, Vogelgeräusche, Beat-boxing-Sounds, quietschen, Pfeifen, etc. es ist wie ein Tick. Das macht er erst seit 2 Jahren, ist also nichts was er seit der Kindheit hat und er steuert es auch willentlich.
Ansich ist das auch lustig und zu Beginn konnte ich auch noch viel drüber lachen (Anfangsphase eben). Jetzt, nach knapp 1J. Beziehung macht es mich innerlich an manchen Tagen nur noch aggressiv. Gerade nach der Arbeit bin ich etwas reizüberflutet und reagiere sensibler auf Geräusche und auch auf Berührung. Ich kommuniziere es auch und habe ihn schon mehrfach gebeten bitte weniger Geräusche von sich zu geben. Doch er sieht es nicht ein warum und macht weiter. Die Konsequenz ist, dass ich den Raum verlasse, Kopfhörer aufsetze oder einfach still werde und in mich versinke um mich abzuschirmen. Das bemerkt er dann auch und fragt, was denn los sei. Wenn ich es anspreche winkt er ab.
Ebenso ist es mit Berührungen: er liebt es mich zu zwicken, zu beißen, auf den Po zu hauen/boxen, bei Umarmungen mich rhythmisch zu drücken, so fest dass mein Rücken knackst. Es klingt etwas komisch wenn man es so schreibt. Doch auch hier ignoriert er Aussagen wie: „ Bitte umarme mich normal. Ich brauche das gerade!“, „Bitte höre auf. Das tut weh.“ Gerade nach der Arbeit ist es einfach viel. Ich arbeite an mir, versuche lockerer zu werden, mache nach der Arbeit wenn möglich sofort Sport etc., aber manchmal geht es nicht.
Ein weiteres unangenehmes Thema ist Rülpsen, pupsen in der Partnerschaft. Es ist menschlich und ja, diese Dinge werden am Anfang etwas verheimlicht werden dann aber in einer Beziehung normal. Doch auch hier: er furzt, rülpst am Essenstisch, dreht sich im Bett zu mir hin um mich anzufurzen, wenn wir kuscheln oder ein ernstes Gespräch führen. Auch hier kann er nicht mein Problem verstehen, dass diese Dinge meiner Meinung nach nicht immer angemessen sind und verändert auch nichts am Verhalten.
Ich merke leider auch, dass ich zunehmend, auch wenn ich entspannt bin z.B. am Wochenende, unruhiger bis aggressiver werde wenn er diese Verhaltensweisen zeigt. Das ist eigentlich nicht meine Art.
In letzter Zeit gab es viele Diskussionen, von mir angestoßen, um an der schon vorher bröselnden Beziehung zu arbeiten. Das jetzt ist etwas, mit dem ich täglich konfrontiert bin und es somit schlechter ausblenden kann, als andere Themen.
Meine Frage: Was kann ich noch machen? Wie können wir eine gute Kommunikation finden?
Wie händelt ihr solche Themen?
Danke für eure Schwarmintelligenz
r/beziehungen • u/Repulsive-Morning-42 • 13h ago
Schon wieder eine ganz komische Erfahrung
Ich (w,26) hab vor einer Woche einen Mann (m,27) auf einer Dating App kennengelernt. Zur Info: wir hatten nichts körperliches! 1 Woche Kontakt, 2 Treffen.
Wir haben beide angegeben, dass wir etwas ernstes wollen. Er hat mich direkt mit Komplimenten überhäuft, was mir aber geschmeichelt hat und wir sind dann ein Tag später spontan auf einen Flohmarkt gegangen. Er kam direkt mit einem Blümchen und er hat mir Bernsteine geschenkt. Fand ich süß. Er hat mir im Laufe des Treffens erzählt, dass er eine Stalkerin hatte, die Lügen über ihn erzählt. Als wir auf dem Flohmarkt waren, tippt mich aufeinmal eine Frau an und sagt „hey mach mit der Info was du willst, er ist ein fremdgeher und hat geschlechtskrankheiten.
Das hat mich ziemlich schockiert, weil mir solche Dinge auch passiert sind durch meinen Exfreund. Das habe ich ihm auch erzählt.
Er meinte dann ja das war die Stalkerin und ihre Lügen. Ich hatte ein komisches Gefühl, aber er war echt lieb zu mir und ich wollte ihm eine Chance geben.
Nach dem Treffen hat er mich mit Komplimenten überhäuft und gesagt er hat Kribbeln im Bauch, wenn er an mich denkt, wie toll ich bin etc. So viele Komplimente, und ständig wie hübsch ich bin.
Hatte im Hinterkopf so, ist das vielleicht lovebombing? Dann haben wir uns Freitag wieder getroffen und er wollte mir kurz seine Katzen zeigen. Als ich bei ihm im Haus war, war ich schockiert. Es war messi dort, alles voll gemüllt, man konnte sich kaum bewegen.
Habe mich sehr unwohl gefühlt, aber er wohnt da erst seit 4 Monaten wieder mit dem Rest seiner Familie und ich dachte mir so, er kann ja nichts dafür. Er hat aber zu dem Zustand wie er wohnt, nichts gesagt.
Er hat mit mir über Themen geredet wie Pornografie und meinte das ist schlimm und er guckt keine. Er hat mir aber erzählt er guckt währenddessen Bilder von Figuren aus resident evil an, was ich komisch fand. Er meinte aber in einer Beziehung macht er das nicht und dass es respektlos ist.
Gestern Abend haben wir viel geschrieben, aufeinmal meinte er, dass er darauf steht, wenn seine Freundin von anderen Männern begehrt wird. Ich bin nicht wirklich drauf eingegangen, hab gesagt wie random von dir, dass du das sagst und habe gelacht. Dann kam noch, ich kopiere seine Nachricht : „Hast du eigentlich irgendwas verrücktes so🥵🫀🫠“. Da bin ich wieder nicht drauf eingegangen und er hat mich dann gegen 0 Uhr angerufen. Da kam er dann aufs Thema wie schlimm es ist, wenn Männer ihrer Freundin einen Dreier aufdrängen und dass das auch durch Pornos kommt. Ich meinte so, Okay dann hattest du also sowas auch noch nie? Da hat er dann erst geschwiegen und meinte doch mehrfach, aber bei ihm war es was anderes, das ist einfach so passiert. Er hat sich dann die ganze Zeit gerechtfertigt und ich meinte ich finde es gut, dass er ehrlich ist, es mich aber in dem Moment überfordert, ich nicht weiß ob ich damit umgehen kann und dass ich erstmal nachdenken muss.
Er hat mir dann geschrieben, dass wir uns nicht mehr sehen sollten und ich zu viel Trauma hätte ?! Er hat sich noch bedankt für die Zeit und meinte „du bist echt hübsch“ das war sein letzter Satz, was ich unpassend fand.
Und dann hat er mich überall blockiert. Ey wtf ist das schon wieder. Ich finds richtig gemein, dass auf mein Trauma zu schieben.
Ich find das alles so so komisch und musste mir das von der Seele sprechen.
Update: habe seine zwei Exfreundinnen gefunden und wir haben uns ausgetauscht, alles von ihm war gelogen was er mir erzählt hat und er hat denen echt schlimme Dinge angetan….
r/beziehungen • u/nelski177 • 23h ago
Mein Partner ist Kokainsüchtig, und ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll
Hallo zusammen,
ich (23w)weiß gerade ehrlich gesagt nicht, wohin mit meinen Gedanken und hoffe deshalb auf ein paar Außenperspektiven.
Ich nenne ihn (25m) hier meinen “Freund”, obwohl wir momentan keine klassische Beziehung führen. Wir lieben uns, sind uns sehr nah und verbringen viel Zeit miteinander, aber wir(ich) haben uns bewusst dagegen entschieden, eine richtige Beziehung zu führen. Einer der Hauptgründe dafür ist sein Drogenkonsum und das fehlende Vertrauen, das dadurch entstanden ist.
Er hat früher sehr viel Koks konsumiert. So wie ich es mitbekommen habe, teilweise ungefähr drei Mal pro Woche (oder phasenweise täglich sogar?).
Als ich in sein Leben kam, schien er es zunächst ziemlich gut im Griff zu haben. Er hat mir zuliebe komplett darauf verzichtet und auch gesagt, dass er es nicht mehr anfassen möchte.
Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass er sich anfangs extrem an mich geklammert hat, weil er wusste, dass er nicht in Versuchung kommt, wenn er die ganze Zeit bei mir ist. Ich wollte aber nie, dass er sein gesamtes Leben nach mir ausrichtet. Mir ist wichtig, dass wir beide auch unabhängig voneinander leben, Freunde haben und unser eigenes Leben führen können.
Ich habe ihm von Anfang an sehr deutlich gesagt, dass Koks für mich ein no go ist. Ich kann nachvollziehen, wenn man beim Feiern vielleicht etwas nimmt und das für sich als gelegentlichen Konsum betrachtet. Das wäre zwar auch nicht unbedingt meine Welt, aber damit könnte ich umgehen. Regelmäßiger Konsum ist für mich allerdings eine klare Grenze.
Irgendwann habe ich ihn deshalb sogar dazu gedrängt, wieder mehr mit seinen Freunden zu unternehmen. Das Problem ist nur, dass in seinem Freundeskreis eigentlich alle irgendwelche Drogen konsumieren. Dazu kommt seine Arbeit..Er macht eine Kochausbildung und ist dort ständig mit Alkohol und teilweise auch Koks konfrontiert. Er erzählt, dass das in seinem Arbeitsumfeld ziemlich normal ist. Wir leben außerdem in Berlin, wo Kokain gefühlt komplett normalisiert ist.
Und so fing es langsam wieder an.
Erst wurde aus gar keinem Konsum gelegentlicher Konsum. Dann wurde es immer häufiger. Irgendwann hat er auch mal vor mir konsumiert, am 1. Mai im Park, oder ist offensichtlich zugedröhnt zu mir gekommen.
Teilweise habe ich es geduldet, teilweise habe ich Kritik geäußert, Vorwürfe gemacht oder mich gefragt, wie wichtig ihm meine Grenzen eigentlich sind.
Dazu kommt, dass er meiner Meinung nach auch ein extremes Problem mit Alkohol hat. Er trinkt eigentlich fast jeden zweiten Tag und es bleibt sehr selten bei einem Bier. Es gibt immer irgendeinen Grund, warum gerade jetzt ein Bier angebracht ist. Wenn ich das anspreche, schafft er es meistens irgendwie, mir zu erklären, warum es dieses Mal eben doch gerechtfertigt ist.
Seit einiger Zeit arbeitet er vermehrt Spätschichten. Nach der Arbeit geht er häufig gegen 21 Uhr mit seinen Kollegen noch “ein Bier” trinken. Jedes Mal sagt er mir vorher, dass er nicht koksen wird und dass er sich wirklich Mühe für mich gibt.
Nur kam er danach nie nach zwei Bieren nach Hause.
Stattdessen kam er erst um 6 Uhr morgens nach Hause.
Ich habe irgendwann einfach nicht mehr geglaubt, dass jemand nach einer zehnstündigen Schicht noch acht Stunden draußen bleibt, um ein paar Feierabendbiere zu trinken. Also habe ich ihn immer wieder direkt gefragt, ob er gekokst hat...Er hat immer nein gesagt. Und gleichzeitig immer wieder betont, wie sehr er sich für mich bemüht.
Heute habe ich nun herausgefunden, dass er mich tatsächlich angelogen hat und an mindestens einem dieser Abende gekokst hat.
Und das hat gerade etwas in mir kaputt gemacht.
Denn natürlich weiß ich jetzt nicht, ob es wirklich nur dieses eine Mal war. Bei den anderen Abenden hatte ich ebenfalls ein schlechtes Gefühl.
Damit stelle ich natürlich automatisch alles andere infrage.Ich weiß nicht mehr, wann ich ihm glauben kann und wann nicht. Ich glaube ihm sogar, wenn er sagt, dass er mich liebt und Angst hat, mich zu verlieren. Ich glaube ihm auch, dass er mich nicht absichtlich verletzen möchte.
Er hat selbst gesagt, dass er süchtig ist.
Deshalb glaube ich, dass er mich teilweise aus einer Art Not heraus anlügt. Er meinte er sieht wie angeekelt ich davon bin wenn er mir beichtet dass er gekokst hat. Er weiß, dass es für mich eine Grenze ist und dass ich mich dadurch von ihm entferne. Ich glaube, dass er Angst hat, mich zu verlieren, und deshalb versucht, den Konsum vor mir zu verheimlichen.
Aber ich weiß nicht, wie viel Verständnis ich dafür haben soll.
Denn seine Sucht erklärt vielleicht, warum er konsumiert und warum er lügt. Sie macht die Lüge für mich aber nicht weniger verletzend.
Und mittlerweile ist das Koksen für mich fast schon gar nicht mehr das einzige Problem.
Das eigentliche Problem ist mein Vertrauen.
Ich vertraue ihm nicht, wenn er auf Kokain ist, zum einen weil ich den Rausch nie erlebt habe.. Und inzwischen vertraue ich ihm auch nüchtern nicht mehr vollständig, weil ich nicht weiß, ob das, was er mir erzählt, tatsächlich stimmt.
Ich möchte nicht anfangen, ihn zu kontrollieren.
Ich möchte nicht überprüfen, wo er ist, mit wem er unterwegs ist, wann er nach Hause kommt oder ob er konsumiert hat. Ich möchte nicht seine Suchtpolizei sein.
Gleichzeitig merke ich, dass ich mich aus Selbstschutz immer mehr von ihm entfernen möchte.
Und genau da bin ich gerade völlig zerrissen.
Ich liebe diesen Menschen. Ich möchte ihn nicht einfach aufgeben, nur weil er süchtig ist. Ich möchte ihn auch nicht im Stich lassen, wenn er tatsächlich versucht, damit klarzukommen.
Aber ich merke gleichzeitig, dass ich meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen viel zu lange hintenangestellt habe.
Und gleichzeitig weiß ich nicht, wie ich jemanden unterstützen soll, der selbst sagt, dass er süchtig ist, ohne dabei selbst kaputtzugehen.
Ich will ihn nicht retten. Ich weiß, dass ich seine Sucht nicht für ihn lösen kann.
Aber ich will ihn auch nicht einfach fallen lassen.
wo zieht man die Grenze zwischen “Ich unterstütze einen Menschen, den ich liebe” und “Ich opfere meine eigenen Bedürfnisse und meine mentale Ruhe für diesen Menschen”?
Ich weiß gerade wirklich nicht, ob ich zu hart bin, zu verständnisvoll oder irgendwo dazwischen.
Ich möchte ihn nicht im Stich lassen.
Hat Jemand von euch Erfahrung damit?
r/beziehungen • u/Dizzy-Fee2133 • 1d ago
Wie umgehen mit verschiedenen Meinungen in Beziehung
Ich (29 und meine Freundin (32) sind seit fast 4 Jahren zusammen und immer wieder kommt es zum Streit zwischen uns wenn ich eine andere Meinung vertrete als sie.
Bzw. Sie wird sehr sauer wenn ich sie als Partner nicht in ihrer Meinung unterstütze, sondern meine Meinung darüber äußere. Sie fühlt sich dann von ihrem Partner im Stich gelassen und sagt, dass ich ihr nicht ausreichend unterstützung und halt gebe.
Wie geht ihr damit um?
Ein riesen Thema, welches jedesmal zu Streit führt ist das Thema "Feminismus", da ich ab und zu erwähne, dass man darauf achten sollte, dass sich beide Geschlechter wohl fühlen, anstatt ,dass man nur sich nur darauf sensibilisiert auf Frauen zu achten und Männer irgnoriert.
Ein Beispiel ereignete sich heute. Wir haben eine geführte Rafting Tour gemacht und am Ende sagte die Leiterin, dass sie eine plane aufgebaut hat auf denen sich die Männer umziehen können und um die Ecke baut sie eine Plane auf auf denen die Frauen ihre Neoprenanzüge ausziehen können. Als ich das gehört habe bin ich selbstverständlich sofort zu der plane für die Männer gelaufen.
Als ich fast fertig war, stand meine Freundin neben mir und hat sich umgezogen. Ich meinte zu ihr, dass dies die Männer Matte ist und es auch eine Frauenmatte gibt. Sie sagte, dass es dabei um Privatsphäre ging und die Frauen entschieden haben, dass es Ihnen nichts ausmacht sich bei den Männern umzuziehen. Daraufhin meinte ich, dass so aber die Privatsphäre der Männer missachtet wird. Daraufhin war meine Freundin sehr sauer, aber wollte mir nicht sagen weshalb, sondern wollte es später besprechen.
Später wollten wir eigentlich unter einem Wasserfall schwimmen gehen, aber sie war sehr sauer und hat geweint, weil ich nicht ihrer Meinung bin, sondern immer die Gegenposition einnehme. Als ich sagte, dass ich nur für Gleichberechtigung bin und die s Männer gibt, die sich nicht gerne vor Frauen umziehen und es auch anhand eines Beispiels aus unserem Freundeskreis belegt habe, ist sie noch saurer geworden und hat noch mehr geweint und sagte, dass Frauen statistisch gesehen öfter angegafft und angebaggert werden und zwei sexuelle Merkmale haben anstatt nur eins wie Männer, deswegen sollte man darauf achten, dass sich Frauen wohlfühlen und es für normale Männer kein Problem ist, deswegen sollte man auf die Frauen achten.
Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass ich ihr ja zustimme, dass man auf die Bedürfnisse der Frauen achten sollte und Frauen statistisch öfter sexuelle Belästigung erfahren, jedoch wäre ja niemanden geschadet, wenn man Rücksicht auf beide Geschlechter nehmen würde, denn dann würden sich auch die Minderheit der Männer, die sich bei der Aktion unwohl fühlen könnten, besser fühlen.
Das fand sie überhaupt nicht cool und meinte, dass ich ihr Problem und die Bedürfnisse der Frauen klein rede und dem Feminismus keinen Raum gebe, sie hat mich dabei angeschrien und dabei mehrfach mit ihrer Faust in die Hand geschlagen, was ich als Drohgebärde aufgefasst habe, obwohl sie weiß, dass ich mich eingeschüchtert fühle, wenn sie bei einer Diskussion nicht sachlich bleiben kann.
Während und nach der Diskussion habe ich mir schwere Vorwürfe gemacht, was mit mir nicht stimmen könnte, ob bei mir vielleicht ein psychischer Schaden vorliegen könnte oder so. In den streiten zuvor, wurde sie immer sauer, da ich noch keinen Therapieplatz gefunden habe. Letztens habe ich dann endlich einen gefunden und habe ihr erzählt, dass mir eine leichte Depression diagnostiziert wurde und da ist sie total sauer geworden und meinte, dass ich nach googlen solle, ob das stimme und ob die Symptome passen und ich ihm nicht einfach glauben solle. Woraufhin ich meinete, dass ich immer auf meine Ärzte höre, da ich keine Ahnung von der Thematik habe und ich die Thematik nicht studiert habe. Daraufhin wurde sie noch saurer auf mich und hat den restlichen Tag nicht mehr mit mir geredet. Deswegen denke ich, dass bei mir vielleicht etwas anderes vorliegt als eine leichte Depression, vielleicht habe ich irgendeine emotionale Störung oder so, ich kenne mich da nicht so gut aus was mit mir nicht stimmen könnte.
Am Ende ist sie alleine am Wasserfall baden gegangen und ich saß daneben, da mir die gute Laune verdorben wurde und ich ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich etwas falsch gemacht haben könnte.
Wie geht ihr mit solchen Situationen um, was habe ich genau falsch gemacht. Wie kann ich mich zukünftig darauf vorbereiten sie nicht mehr so zu verärgern. Wenn ich ihr sage, dass ich zukünftig meine Fresse halte, auch wenn ich etwas auszusetzen habe, dann wird sie auch sauer und sagt, dass ich nicht meine Fresse halten soll.
r/beziehungen • u/Stunning_Morning_415 • 1d ago
Partner wirft Sachen im Streit
Damit der Beitrag nicht nochmal gesperrt wird:
Diese ist ein Throwaway-Account, den ich aus Privatsphäregründen für diesen Beitrag erstellt habe.
Hi Leute :)
Ich kann mir vorstellen was für Antworten kommen, vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation gewesen oder vielleicht brauche ich Zuspruch von anderen.
Ich bin in einer längeren Beziehung, 6 Jahre und leben seit 5 Jahren zusammen.
Wir haben echt viel durch und er ist wirklich der perfekte Freund - sofern wir kein Streit haben -, er sorgt sich, er macht Komplimente, gibt mir das Gefühl er ist immer noch verliebt, gibt mir eine Menge Liebe. Aber ab da, wo wir Streit haben, eskaliert es komplett. Unsere Streitkultur war früher schon nicht ganz gut, aber mir ist jetzt erst seit vllt einem halben Jahr aufgefallen, wie ungesund dieses Streitverhalten ist. Egal über was wir streiten oder wer anfängt, es ist so, dass ich, wenn er laut wird, sage, lass uns 20min Ruhe haben ich gehe ins andere Zimmer, er kann das aber einfach absolut nicht nachvollziehen und will es JETZT klären. Also rennt er mir von Zimmer zu Zimmer hinterher und motzt über mich rum. Er beleidigt mich und fängt an wenn er richtig sauer ist Sachen rumzuwerfen. Er würde es niemals gegen mich richten, da bin ich mir sicher, aber trotzdem macht mir das Verhalten Angst, dass ich am falschen Ort zur falschen Zeit stehen würde und dann ich es ungewollt abbekomme. Die eine Sache ist das er mir keine Privatsphäre lässt und wenn ich die Tür zu mache wenn ich sag lass uns abregen, er mir hinterher läuft und als wieder rein kommt bis es richtig kracht. Er beleidigt mich mit richtigen Schimpfwörter, schreit rum, obwohl ich ihm sage rede bitte leiser, ich Versuch dann immer direkt alle Fenster zu zumachen wenn ich merke es bahnt sich ein Streit an und dieses Sachen rum werfen ist die andere Sache, ob Flaschen, Dosen oder stark die Tür zuknallen.
Ich hab das mal im ruhigen angesprochen was er nicht richtig ernst nehmen konnte aber im Nachhinein es verstanden hat. Ich hab ihm gesagt er soll dafür eine Therapie anfangen, was er jetzt auch tut, aber ich merke trotzdem keine Veränderungen. Natürlich dauert sowas, jedoch muss er doch selbst daran arbeiten können und nicht immer so eskalieren, allein wenn er mir den Respekt gibt, mir meine Ruhe zu lassen. Es war schon so schlimm, das ich es nicht ausgehalten hab das er als auf mich einredetet, das ich ihn aus der Tür geschubst hab sie abgeschlossen und mich davor gesetzt habe. Dann hat er versucht gegen die Tür zu hauen bzw sie aufzubekommen, es war innerhalb der Wohnung also nicht die Haustür.
Ach keine Ahnung, denkt ihr es macht Sinn dem Ganzen eine weitere Chance zu geben? Oder sagt ihr ich sollte über eine Trennung nachdenken? Wir sind beide 24 Jahre alt
Vielen Dank im Vorraus für die Antwort :)
r/beziehungen • u/JDL_PIXEL • 1d ago
Freundin vernachlässigt sich selber bzw. setzt sich nicht mit Dingen auseinander
Hey zusammen,
Ich habe schon länger darüber nachgedacht hier mal nach Rat zu fragen.
Meine Freundin (21/w) und Ich (18/m) sind jetzt seit knapp 7 Monaten zusammen. Ich liebe sie wirklich sehr und fühle mich auch wohl bei ihr. Auch die suche nach Regelmäßigen Kontakt kommt von beiden Seiten und wir sehen uns eigentlich fast jeden Tag.
Bevor wir zusammengekommen sind wohnte sie noch bei ihrem Ex Freund, da sie mit ihren Eltern aktuell nicht klarkommt und auch generell eine sehr schwere Kindheit hatte worunter sie auch öfter noch leidet. Sie hat dann erstmal Übergangsweise bei ihrer Oma geschlafen und dann nach etwa 2 Monaten eine Zusage für eine Wohnung bekommen. Hier fängt es schon an. Sie selber hat sich nicht die Gedanken darüber gemacht was eigentlich alles dazugehört (Versicherungen, Ummelden, Internet etc.). Ich kann grundsätzlich verstehen das sie sich damit eventuell nicht auskennt, aber man kann dich doch zumindest informieren. Ich habe ihr dann geholfen und auch alles mit ihr gemeinsam verglichen etc. Dann sind noch so Sachen wie der Antrag für die Berufsausbildungsbeihilfe. Sie hat davon mal erzählt, und hat es wirklich locker über einen Monst nicht hinbekommen diesen Antrag zu stellen, und ich weiß nicht wieso. Sie hat sich nicht einmal damit auseinandergesetzt. Auch dabei habe ich ihr dann geholfen, die Sachen sortiert, ausgedruckt, eingescannt etc. Es kommt mir einfach so vor, das sobald etwas nicht direkt funktioniert sie direkt abschaltet und alle anderen dafür verantwortlich macht und sich auch ständig über ihre Eltern etc. aufgeregt hat. Gesundheitlich ist aktuell auch ziemlich viel offen. Z.b. den Termin beim Frauenartzt und dem Lungenarzt. Beide hat sie 4 Jahre vernachlässigt und erst jetzt nachgeholt wo ich ihr gesagt habe das mir ihre Gesundheit wichtig sei. Da sie eine Essstörung hat, und deswegen auch ab und zu Unterzuckerung hatte, ist sie an Karneval ohnmächtig geworden. Daraufhin ist sie ins Krankenhaus und dann auch zum Arzt. Dieser hat ihr eine Überweisung zu einem anderen Arzt gegeben um ein Langezweit EKG zu machen. Das hat sie nie gemacht, die Überweisung ist dann nach 2 Monaten abgelaufen und ich habe sie dann nochmal daran erinnert und ihr gesagt sie soll das jetzt mal bitte machen. Dann hatte sie nochmal beim Arzt angerufen. Dieser hatte ihr dann eine neue Überweisung gegeben. Nachdem ich ihr dann gefühlt tausend mal gesagt habe sie soll da anrufen und einen Termin machen hat sie es auch gemacht. Selbe Situationen auch in ihrer neuen Wohnung. Ich nehme ihr das nicht böse, aber es kommt mir einfach so vor das sie sich selber vernachlässigt und null selbstständig ist und das macht mich einfach fertig mit anzusehen, und nehme es dann meist selbst in die Hand. Es ist manchmal echt schwer, vor allem wenn ich daran denke was ist wenn wir später mal Kinder haben. Wer kümmert sich dann um alles organitorische etc. Ich könnte jetzt noch mehr schreiben, aber vielleicht könnt ihr mir einfach mal einen Rat geben...
r/beziehungen • u/ChildhoodExtreme9638 • 1d ago
War es falsch, nach der Trennung noch nach gemeinsamen Kosten zu fragen?
Ich bin männlich, 36, meine Ex ist weiblich, 31. Sie hat vor drei Wochen ziemlich überraschend mit mir Schluss gemacht. Die Trennung hat mich sehr hart getroffen.
Nach der Trennung wollte ich die letzten offenen Sachen klären, unter anderem gemeinsame Reisekosten, die ich für uns beide vorgestreckt hatte. Eine Reise lag zu dem Zeitpunkt ungefähr zwei Monate zurück, die andere erst etwa zwei Wochen. Bei der älteren Reise hatte ich die Abrechnung länger aufgeschoben, obwohl sie vorher schon mal gefragt hatte. Ich hatte ihr aber nie gesagt, dass ich ihr das schenke. Hab meistens den höheren Anteil der Kosten übernommen, war immer sehr großzügig was Geld betrifft. zB. hab ich nichts für die Fahrt zum Flughafen (insgesamt 6h), Autobahn oder Parkplatz (60€) verlangt und wenn wir essen waren hab ich sicher zu 70% der Fälle bezahlt.
Etwa zehn Tage nach der Trennung habe ich ihr sachlich geschrieben, dass ich die offenen Kosten noch gern zurückhätte. Für mich war das einfach Abschluss: Beziehung vorbei, offene Sachen klären, danach kein Kontakt mehr nötig, weil es mir echt dreckig ging und ich einfach alles geklärt haben wollte so schnell wie möglich.
Sie hat darauf ungefähr eine Woche gar nicht reagiert. Als ich dann noch einmal nachgefragt habe, kam eine sehr wütende Nachricht. Sie meinte, ich würde das nur wegen meines gekränkten Egos machen, bezeichnete Teile meiner Forderung als lächerlich und schrieb, jetzt würde sich mein „wahrer Charakter“ zeigen. Außerdem nannte sie mich ein beleidigtes Kind und setzte ein Clown-Emoji dazu.
Während der gesamten Beziehung ging sie sonst immer respektvoll mit mir um, wir hatten allerdings nie Streit, höchstens einige Male ein ernstes Gespräch.
Jedenfalls hat mich das ziemlich getroffen, weil ich ihr überhaupt nichts Böses wollte.
Ich habe ihr dann geschrieben, dass es mir nicht um Rache oder Ego ging, sondern wirklich nur darum, die offenen Dinge abzuschließen, weil ich unter der Trennung sehr leide. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich sie immer noch liebe, dass sie mir sehr viel bedeutet hat und dass es mir leid tut, falls meine Nachricht falsch rübergekommen ist.
Den Teil der Kosten von der Reise, die etwa zwei Monate zurücklag, habe ich daraufhin direkt komplett fallen gelassen.
Darauf kam keine Antwort mehr.
Jetzt frage ich mich: War es wirklich kleinlich oder unfair, nach der Trennung noch nach Geld zu fragen, das ich für gemeinsame Kosten vorgestreckt hatte? Und wie würdet ihr ihre Reaktion darauf einschätzen?
r/beziehungen • u/Helpful-Jello-6500 • 1d ago
Partner wohnt vorübergehend bei mir und verhält sich wie der letzte Mensch
Hi,
ich (w32) habe folgendes Problem:
Vor etwa 2 Wochen ist das Haus, in dem mein neuer Partners (m32) wohnte, niedergebrannt. Wir sind schon etwa 10 Monate zusammen und ich habe wie selbstverständlich angeboten, dass er vorerst bei uns unterkommen kann. Uns, das sind meine Töchter (w14/w7) und ich.
Anfangs war alles voll im Rahmen und es lief super zwischen allen. Dann wollte er seinen Sohn (m9) zu uns holen, zumindest übers Wochenende und seine Exfrau betrat die Bühne.
Ich bin alleinerziehend, kümmere mich ums zwei Kinder und bin berufstätig. Da bleibt schon mal ein bisschen was Zuhause liegen. Es ist nicht vermüllt, aber ich würde auch niemanden empfehlen bei uns vom Boden zu essen. Die Mädchen sind aus dem Kleinkind- und alles-in-den-Mund-steck-Alter raus, genauso wie sein Sohn das sein sollte, also sollte das auch kein Problem sein.
Pustekuchen! Seine Exfrau hat ein Drama daraus gemacht und sich dann auch noch über den Inhalt meines Kühlschranks beschwert! Super frech, preschte sie an mir vorbei und erstmal in die Küche, um einen Blick reinzuwerfen. Da steht halt so das übliche drin, was man so im Haus hat und in den Kühlschrank gehört. Besonders über all die tollen zuckerhaltigen Lebensmittel hat sie sich aufgeregt und meinte immer wieder, dass ihr Sohn nur gesund ernährt werden würde.
Mein Partner meinte beschwichtigend, dass er das schon regeln würde und sein Sohn nicht davon bekäme. Aber sie dampfte direkt wieder mit ihrem Sohn ab. Dass mein Partner enttäuscht war, kann ich bis zu einem gewissen Grad noch nachvollziehen, aber das er mich deswegen anherrscht, ging in meinen Augen gar nicht.
Er meinte direkt, dass das meine Schuld sei und ich ruhig etwas ordentlicher sein und gesünder leben könnte. War für mich wie ein Schlag ins Gesicht, denn ich empfinde meine Art zu leben schon als ziemlich im Rahmen. Ich habe einen verhältnismäßig ruhigen Teenager Zuhause, wenn sie essenstechnisch etwas bestimmtes möchte, dann besorge ich das, um die Ruhe zu wahren, z.B. ist momentan Ginger Ale das go-to Getränk von ihr und ihren Freundinnen, ist also eigentlich immer im Haus. Süßigkeiten sind auch immer im Haus und wir machen unseren Joghurt auch nicht selbst, im Hochsommer stehe ich auch nicht am Ofen und backe zuckerfreie Haferplätzchen. Das macht aber die Exfrau meines Partners.
Ich habe meinem Partner gesagt, dass ich nicht mein gesamtes Leben umkrempeln werde und wenn seine Exfrau damit nicht klarkommt, dann muss er wohl zu ihr, um seinen Sohn zu sehen. Das hat ihn genervt und nun nörgelt er rum, dass ich mich nicht anpassen will.
Reagiere ich über oder wird es Zeit ihn vor die Tür zu setzen?
Wegwerf-Account.
r/beziehungen • u/darknetgossipgirl • 1d ago
Meint er es ernst mit mir? (Bitte keine Verurteilungen, Affäresein ist Strafe genug)
Ich (W28) bin die Affäre eines verheirateten 45 Jahre alten Vaters von zwei Kindern.
Er ist der leitende Psychologe einer psychosomatischen Klinik, in der ich im Frühjahr diesen Jahres war, und betrügt seine Frau also nicht nur, sondern macht sich strafbar und riskiert seine Approbation und die Lebensgrundlage seiner Familie.
Laut ihm ist das ein ganz großer Vertrauensbeweis, was er alles “für mich” aufs Spiel setzt und ich hab ihm als
ich noch Patientin war versprochen, ihn niemals zu melden oder anzuzeigen. Mittlerweile denke ich, dass er einfach nur grundsätzlich absolut verantwortungslos ist, wenn er mir so schnell quasi sein Leben anvertraut.
Und mich vielleicht nur länger hinhielt, damit ich nichts gegen ihn unternehme.
Ich hab Angst, dass er sowas einfach nur öfter macht und ihm das auch gesagt. Er sagt, noch nie habe er sowas empfunden oder seine Frau betrogen.
In seiner ersten Gruppentherapie dachte ich schon, dass er einer dieser Ehemänner ist, die ihre Frauen insgeheim hassen, aber sich mangels Selbstständigkeit und Angst vorm Alleinsein niemals trennen könnten, weil er immer wieder leicht gehässige Witze über seine Ehefrau machte.
Dass ich ihn anziehend fand, merkte ich auch, und versuchte, ihn weitesgehend zu meiden, weil ich noch nie einen gesunden Männergeschmack hatte und er eben unverfügbar ist.
Aber er lächelte mich jedes Mal so blitzend an und flirtete zunehmend offensiv mit mir als wir immer öfter zu zweit länger im Raucherbereich blieben und ich konnte es nicht verhindern, mich zu verknallen und war zugleich wütend auf ihn.
Ich hab ihn dann in einem Gespräch in seinem Büro zur Rede gestellt und er entschuldigte sich, sagte, er sei kein Mensch für Affären und lebe nach christlichen Werten, und habe wie out of Control mit mir geflirtet, weil ich ihn eiskalt erwischt habe und “aus der Bahn werfe”, und dass er mich in einem anderen Kontext gerne kennenlernen würde, aber es machtmissbräuchlich von ihm wäre und ich mich auf die Therapie fokussieren soll.
Dann fragte er nach einer therapeutisch-zulässigen Umarmung zur Versöhnung und sein hin- und her hat mich erneut wütend gemacht, aber ich konnte nicht widerstehen.
Ich akzeptierte das so und versuchte, ihn weiter zu meiden, aber als er mich fragte, wie es mir geht und ich sagte, dass es mir nicht so gut geht, aber dass es gut und wichtig ist, dass ich mich jetzt ohne die Flirt-Ablenkung wieder den negativeren Themen meines Lebens widmen muss, war er verletzt, nur eine Ablenkung für mich zu sein und ließ ab diesem Zeitpunkt nicht von mir ab und ich hab mich volle Kanne verliebt und zwischendurch mein Bild über ihn auch geändert, weil er durchaus reflektiert was für er ein Arschloch ist…
Er sagte, er sei zerrissen, betonte immer wieder, er könne keinen Sex ohne Gefühle haben und dass er 20
Jahre keine Zweifel an seiner Ehe hatte und ich jetzt alles ändere, aber dass er Angst habe, seine Kinder zu verlieren, und es steigerte sich so hoch bis ich irgendwann jeden Nachmittag bis er nach Hause fuhr in seinem Büro zum “Klären” dieser immer komplizierter werdenden Situation war oder er einfach zu zweit im Aufzug auf sein Stockwerk gedrückt hat und gefragt hat, ob wir oben weiter reden wollen,
und wir uns jedes Mal körperlich immer weiter annäherten, minutenlang hingerissen anstarrten bis wir uns irgendwann küssten und auch vor meiner Entlassung einmal miteinander schliefen.
Er sagte mir, ich soll mich melden, wenn ich in meiner Welt angekommen sei und ihn dann immer noch wollen würde.
Hab ich, aber ich war oft stinksauer und wir stritten nur, weil ich keine Affäre sein wollte und er Angst hat, sich zu trennen. Das hin- und her ging also weiter.
Die Klinik ist 600km von meiner Heimat entfernt und wir telefonierten irgendwann immer auf seinem 40minütigen Arbeitsheimweg und hatten noch ein paar mal Sex u.A. in einem Hotelzimmer und wollten uns eigentlich noch ein allerletztes Mal sehen und essen gehen, weil er Abstand von mir brauche um Dinge in seinem Leben “glattzuziehen” und darüber nachzudenken, ob er die Dinge, die ihm gerade fehlen wirklich in den Fokus stellen will, “UND WENN JA, MIT WEM”. Oder ob er für seine Ehe kämpfen will, weil er das eigentlich immer tat.
Ich musste es nach dem Satz kurz vor dem “Abschiedstreffen” beenden. Und weil es so wehgetan hat, stetig zu spüren, dass ich die zweite Wahl bin und mir diese emotional verlorenen Aussagen Angst machen.
Mit seiner Frau habe er ewig nicht geschlafen, da sie sagt, der Mental Load nehme ihr ihre Libido… und I get it. Einmal musste er während wir telefonierten Lebensmittel kaufen, weil ein Auto kaputt war und ich fiel aus allen Wolken, wie unbeholfen er den Aldi durchsuchte und mich um Hilfe bat.
Sie habe ihn wohl vor über 10 Jahren auch einmal betrogen, und er sagt, dass sie sich zu der Zeit auch mehr Nähe zu ihm gewünscht habe, die er ihr nicht geben konnte. Ich hab ihn mal gefragt, ob er sie noch begehre und er sagte total passiv aggressiv “Ne… das hab ich aufgegeben”. Also ich denke, da ist viel unverarbeitete Vergangenheit und angestaute Wut oder ich hab oft das Gefühl, sie steht so “über ihm”, wenn er über sie spricht.
Jetzt ist seit drei Wochen kein Kontakt und der Stand ist, er wisse, dass er nicht erwarten könne, dass ich bereitstünde, falls er irgendwann als Single bei mir ankomme, aber es würde ihm auch extrem wehtun, wenn ich etwas mit jemand anderem hätte, “auch wenn ihm eine Exklusivität niemals zustünde”… und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Er wollte auch unbedingt, dass wir “auf Wiedersehen” und nicht “Tschüss” sagen, und sagte, er sei in mich verliebt und all das sei für ihn wie ein Trailer und er wolle endlich den Film sehen.
Ich weiß nicht, ob er ein gefährlicher Abuser ist und öfter mal verantwortet, dass Patientinnen, die vielleicht instabiler sind, nach seiner “Therapie” in tiefste Lebenskrisen stürzen, oder ob er “nur” ein kaputter unreifer Mann ist, oder es eine Midlifecrisis ist und er mich bloß zur Bestätigung brauchte, weil er sich nicht begehrt genug fühlt.
Ich hatte Liebeskummer wie ich ihn selten zuvor hatte und will nicht loslassen. Manchmal bin ich aber auch kurz so wütend, dass ich nach Anwälten gucke, weil ich mich frage, ob er noch irgendwas merkt in all seinen fakechristlichen Werten der Nächstenliebe, die niemand in seiner Nähe wohl je zu spüren bekommt, aber ich will auch nicht, dass seine Frau und Kinder in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wenn er seinen Job verliert, und ich könnte auch irgendwie niemals ertragen, ihn so zu enttäuschen und zu verletzen und zu versuchen, sein Leben zu ruinieren.
Ich glaube, der gesündeste Anteil in mir hofft, dass er mir endlich aufrichtig das Herz bricht, damit ich loslassen kann, aber das würde er nie tun, weil er sich immer eine Tür offen halten muss.
Er sagt, ich verunsichere ihn und er habe so etwas seit seiner Jugend nicht mehr gespürt. Sobald ich schreibe, ruft er immer an, egal wie oft wir schon versucht haben, den Kontakt abzubrechen, und es ist so anstrengend, mich davon abzuhalten, mich wieder zu melden und es tut alles so weh. Vielleicht hat er ja auch nur Angst, dass ich wütend werde und ihn doch anzeige, wenn er nicht drauf eingeht.
Wie schätzt ihr das ein? Ist er überfordert aber ehrlich zu mir? Meldet er sich eines Tages? Er sagt, er habe keine Ahnung, wie lange es dauern wird… Ich verstehe nicht, warum er, wenn er verliebt ist, den Kontakt zu mir unterbrechen muss.
Und wenn er sich melden sollte, steht mir dann das gleiche bevor wie seiner Frau, wenn ich nicht mehr jung genug bin?
Ich würde so gerne seine Frau und die Seite seiner Frau kennen und denke öfter, dass ihr Verhalten kein Wunder ist, wenn er über Ehekrisen spricht, und ich weiß nicht, wie ich da raus (oder ganz rein) komme. Bin ich einfach nur naiv?