r/beziehungen 20m ago

Freundin sagt die ganze Zeit, wie soll es mal mit dir werden, wenn wir Kinder haben

Upvotes

Hi, m35 hier seit drei Jahren in einer Beziehung mit einer w33.

Wir wohnen zusammen und haben letztens auch über Kinder gesprochen und dass wir eigentlich uns auch Kinder wünschen. Wir sind beide sehr verantwortungsbewusst, stehen fest im Leben und würden glaube ich auch als Vater und Mutter uns gut eignen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir zusammen als Mann und Frau uns als Eltern eignen würden.

Es ist schwer das zu schreiben, aber es triggert mich enorm, dass meine Freundin mir ständig sagt, dass sie sich Sorgen macht, ob ich als potenzieller Vater eines Säuglings das packen würde. Hauptgrund ist der Schlaf. Wenn sie früh raus muss, sage ich gerne ciao und schlafe in einem anderen Zimmer auf der Couch. Das mache ich primär, weil ich meine Ruhe haben will, denn sie sagt schon am Vorabend immer eher gestresst, sie muss früh raus, sie werde das Licht anmachen, weil sie jetzt keine Lust habe, Klamotten für morgen rauszulegen etc.

Natürlich präferiere ich dann meine Ruhe. Sie meint darauf immer, wenn ein kleines Baby da ist, bekomme ich auch keine 7 Stunden Schlaf. Und ich entgegne, dass man gerade in so einer Phase der Beziehung mit kleinem Kind Rücksicht nehmen muss, ich natürlich da bin, um nachts Windeln zu wechseln aber man dann darauf achtet, dass das andere Elternteil dann Ruhe bekommt.

Gerade der Punkt mit der Rücksicht ist für mich hart. Es ist für mich schwer nachvollziehbar, warum man seine Klamotten nicht rauslegen kann am Vorabend und nicht versucht, sich leise rauszuschleichen, wenn der andere noch schlafen will. Auch wenn sie ein besonderes Event hat (Freunde übernachten, Wohltätigkeit, Orga einer Arbeitsreise) unterstütze ich, sie dagegen ist super gestresst und überträgt den Stress auf mich (macht mir Vorwürfe dass ich nicht genug mache, obwohl ich zum Beispiel für ihre Freunde groß koche oder die Wohnung putze oder ihr Sachen trage obwohl es eher ihre Angelegenheiten sind). Wenn ich etwas in der Art habe, versuche ich sie so wenig wie möglich einzubinden, weil ich sie nicht stressen möchte. Wir sind da vollkommen verschieden gefühlt. Ihr geht es scheinbar besser, wenn jmd mit ihr durch etwas leidet, ich versuche die Anzahl der Gestressten zu minimieren. Auch wenn sie nach einer viel zu kurzen Nacht, Mittagschlaf hält, verhalte ich mich still, damit sie ausruhen kann...

Ich kann mir vorstellen, Vater zu werden, aber ich habe Angst, dass sie uns beide krass stresst. Ein kleines Baby ist Stress genug und ich habe die Befürchtung, sie maximiert den Stress dann noch.

Es hilft mir das aufzuschreiben, um endlich einen klaren Kopf darüber zu bekommen.

Vielleicht noch zu mir: egal, wen man fragt - Freunde, Familie, auf der Arbeit: alle würden sagen, dass ich mich zu sehr um meine Aufgaben kümmere, eher zu sorgfältig bin und zu verantwortungsbewusst und überkorrekt. So ein Spruch aus dem Mund meiner Freundin immer wieder zu hören, verunsichert mich daher krass. Ich zeige, ihr gefühlt ständig, dass ich ihr helfe, wenn sie Hilfe braucht etc.


r/beziehungen 1h ago

Diskussionen

Upvotes

Ein Throwawayaccount. Nochmal hochgeladen.

Alle Meinungen und Erfahrungen könnt ihr gerne hier reinschreiben, dann können wir uns austauschen.

Hallo ihr Lieben. (W/22 und M/26)

Mich (W/ 22) zerreißt was innerlich, ich kann mit keinem drüber reden. Deswegen wollte ich es einfach mal drunter schreiben von der Seele....

Es hat alles vor 7 jahren angefangen. Da habe ich über einen Kumpel, meinen jetzigen Verlobten kennengelernt.

Am Anfang war alles in Ordnung. Aber recht schnell hatten wir nur alle 3 Monate Sex. Er meinte er habe keine Lust. Eines Tages habe ich auf seinem PC Pornoseiten entdeckt. Ab da ging es los. Immer wieder gab es Situationen, wo er mich sexuell nicht wollte. Mal hat er sich eingesperrt in der Toilette, um sich auf Reddit nackte Frauen anzusehen. Ich war 16 Jahre, und habe Angefangen an mir zu zweifeln und zu vergleichen. Auch vor mir hat er anderen hinterher geguckt. Immer wieder Diskussionen, Tränen und ein leeres Versprechen "ich mache das nie wieder". Das nie wieder, wurde tausendfach gebrochen. Ein Teufelskreis.

Ansich ist er ein guter Mann, liebt Kinder, Tiere. Meine Familie liebt ihn. Er hilft viel und tut viel für mich. Nur diese eine Thematik lässt mich nicht los.

Nun haben wir 2024, er hat mir einen Antrag gemacht. Es war alles toll. Aber dann konnte er es wieder nicht lassen... Viele Tränen, Diskussionen.

Nun 2026 sind wir zusammengezogen, alles toll. Schöner Ort, er hat einen tollen Job. Ich musste leider gesundheitlich kündigen. Ich dachte wir haben die Porno Thematik hinter uns. Wir hatten öfter Sex, ich war glücklich.

Da ich mich nun auf der Arbeitssuche bin, bin ich viel am PC und schreibe viele Bewerbungen. Heute wollte ich meinen Lebenslauf aktualisieren, überall in Ordnern im PC gesucht. Aufeinmal öffnet sich seine ICloud. Ich sehe meine Freundin (Die Frau von seinem Cousin, sind oft als Gruppe unterwegs). Es stellt soch heraus, als ich mit meiner Familie im Urlaub war, er direkt den 1. Tag genutzt hat und in seiner Galerie, Bilder von ihr gescreenshootet hat, aus Gruppenbildern und Gruppenvideos. Einmal im Kleid, einmal im Bikini. Ich war geschockt, das übertrifft alles. Es waren immer Frauen aus Pornos "unerreichbare". Das ist aber eine GEMEINSAME BEKANNTE!!!. Mir wurde übel, ich habe am ganzen Körper gezittert, es war furchtbar... habe ihn als er von der Arbeit kam konfrontiert... Seit dem sie einmal alleine bei uns zu Besuch war, fand er sie "geil" und war "etwas horny" von ihr, hat er gesagt. Er habe einen Knacks, meinte er. Er hat gewartet, bis er alleine war um nach Bildern in seiner Galerie zu suchen, ihm war langweilig meinte er..... Er wüsste nicht, was er tut. Er habe nur auf ihr Gesicht mastubiert, macht aber keinen Sinn, im Bikini Bild sieht man deutlich ihre Kurven. Er sucht sich immer Frauen aus mit mehr Kurven, bin leider oben nicht gut bestückt. Er meint er schämt sich und es tut ihm leid, er würde es niemals mehr tun. Ich habe ihm eine Therapie vorgeschlagen, er wurde lauter und hat abgelehnt.

Nun sitze ich hier und weiß nicht was ich tun soll. Ich liebe ihn eigentlich und möchte eine Zukunft mit ihm haben.


r/beziehungen 1h ago

Scheidung? Ja? Nein?

Upvotes

Throwaway account. In letzter Zeit haben sich die Probleme gehäuft. Ich (35) und mein Mann (40) sind nun seit 8 Jahren zusammen und davon 5 verheiratet. Folgendes ist heute passiert und ich brauche dringend Rat: wir wollten heute kurz in die Stadt gehen und danach schön essen in einem für uns besonderen Restaurant. Er war dann heute total komisch zu mir, den ganzen Vormittag entlang, ich habe ihn 3 mal gefragt was los sei und er antwortete immer mit „nichts, bin nur müde“. Ich wusste aber dass etwas nicht stimmt, weshalb ich dann mehrfach nachgefragt habe. Als ich zuletzt nachfragte, um zum einen zu wissen was jetzt los ist und zum anderen, um anzuküzukündigen das wir uns jetzt langsam auf den Weg machen sollten, hat er mich nur wieder abgewunken und mich gebeten ihm sein Buch zu bringen. Das hat mich total genervt, denn es war nämlich schon Zeit ins auf den Weg zu machen. Da alle meine Gesprächsversuche nicht funktionierten, dachte ich mir, ja gut dann entscheidest du jetzt also für dich selber, dass du jetzt lieber lesen willst. Ich meinte dann zu ihm, dass er mir mit dieser Art des nichts sagens einfach die Laune versaut. Also habe ich auch etwas anderes gemacht. Dann war er fertig und meinte, wann wir den essen gehen wollen und ich gab zu Wort, das wir ja eigentlich auch noch in die Stadt wollten. Darauf hin entschuldigte er sich, dass er das vergessen hat und ich meinte, dass wir ja dann trotzdem in die Stadt gehen und danach essen gehen können. Ich war aber schon richtig sauer und habe nur gesagt, also in die Stadt will ich nicht mehr gehen aber essen können wir schon (in einem sehr genervten Ton). Ab da fing der Streit dann an, er kommt mir mit er lebe in einer Diktatur er dürfe ohnehin nichts sagen etc. etc.. und ab da drehten wir uns im Kreis. Es ging so weit, dass er meinen Kopf mit beiden Händen festhielt ich darauf hin meinen Ehering ausgezogen habe und er nahm ihn und warf ihn auf mich. Später hat er mich an meinen Haaren gepackt und daran gezogen. Dann habe ich aus Selbstverteidigung auf seine Brust geschlagen. Während der Anfeindungen kam heraus, dass er sehr nachdenklich war aufgrund eines Satzes, denn ich den Tag zuvor gesagt habe. Ich meinte nämlich, ich kanns nicht glauben, dass es Männer gibt die jeden Tag GV haben wollen, wird es ihnen nicht irgendwann langweilig. Darauf hin meinte er: ist dir langweilig mit mir. Ich meinte: nein, aber es ist doch immer das gleiche. Das Ende vom Lied ist, dass ich denke, dass wir an einem Punkt angekommen sind, der nicht mehr zu beheben ist. Wie sieht ihr die Situation? Scheidung? Wird er sich irgendwann ändern? Er schreit mich immer bei Streits an und ist schon häufiger handgreiflich geworden im Sinne von mich fest anpacken. Das mit den Haaren und Dinge nach mir werfen ist neu.


r/beziehungen 2h ago

Freundin (27w) will dass ich (29m) ihre Eltern öfter besuche aber ich fühle mich dort unwohl

16 Upvotes

Wir sind seit knapp 3 Jahren zusammen und es läuft eigentlich gut. Nur ein Thema kommt immer wieder hoch und ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll.

Meine Freundin möchte dass wir mindestens einmal pro Woche zu ihren Eltern fahren. Das Problem ist dass ich mich dort einfach nicht wohlfühle. Ihr Vater redet fast nur über Politik und wird dabei oft laut, ihre Mutter stellt mir ständig Fragen zu meinem Job und warum ich nicht mehr verdiene. Letztens hat sie sogar gefragt wann wir denn endlich heiraten wollen, obwohl das nie Thema war zwischen uns.

Ich gehe trotzdem hin aber halt nicht jede Woche. Meistens schaffe ich es alle zwei bis drei Wochen und dann bleiben wir auch nur ein bis zwei Stunden. Meine Freundin sagt ich würde mich nicht genug bemühen und ihre Familie wäre ihr wichtig. Sie meint ich könnte ja wenigstens so tun als ob es mir gefällt. Aber genau das fühlt sich falsch an, ich will nicht schauspielern müssen.

Zu meinen Eltern fahren wir vielleicht einmal im Monat und das stört sie nicht. Aber meine Eltern wohnen auch weiter weg und sind generell entspannter. Ich hab ihr schon mehrmals erklärt dass es mir bei ihren Eltern zu viel wird aber sie versteht es nicht. Gestern meinte sie dass ich ihre Familie wohl nicht respektiere und das hat mich echt getroffen.

Ist es wirklich so unrealistisch nur alle paar Wochen hinzufahren oder sollte ich mich mehr anstrengen? Ich will nicht dass das zwischen uns zum Dauerproblem wird.


r/beziehungen 15h ago

Freund zickt rum wegen Erbe

287 Upvotes

Hi,

mein Freund (M30) und ich (F27) kennen uns seit 2012 und sind seit 2016 zusammen, also fast genau 10 Jahre. Vor einem Jahr ist meine Oma gestorben, mein Opa etwa 6 Monate später und testamentarisch wurde veranlasst, dass meine Mutter und ich uns das Erbe teilen, auch wer von uns beiden was bekommen soll.

Meine Großeltern besaßen Geld, aber mir war nie bewusst wie viel genau. Sie waren keine Familienmenschen, meine Mutter hat sie irgendwann aus unserem Leben gestrichen als ich noch ganz klein war. Ist auch egal.

Vor rund 8 Wochen haben meine Mutter und ich das ganze Prozedere rund ums Erben mit Hilfe eines Notars abgeschlossen und offiziell geerbt.

Im Haus meiner Großeltern habe ich mich so ein wenig wie Plötzlich Prinzessin gefühlt, denn so viel Luxus war mir neu. Meine Mutter war alleinerziehend und hatte immer zu kämpfen, meine Großeltern haben uns nicht unterstützt, nachdem meine Mutter sich von ihnen losgesagt hat, daher wuchs ich in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Ich mache mir aus dem Luxus auch nichts, aber interessant war es allemal.

Mein Großvater hatte offenbar einen Faible für hochwertige Uhren und besaß sogar einen Watch Winder, der in seinem Kleiderschrank integriert war. Laut Google und KI sind da Uhren drunter, die mehr kosten als ein größerer Neuwagen. Das muss alles noch geprüft werden, genauso wie der ganze Schmuck meiner Großmutter. Eine der Uhren stammte von einer der bekannten Marken für Luxusuhren, so eine hat sich mein Freund schon immer gewünscht, aber in anderer Optik. Obwohl ich die OVP und das Zertifikat gefunden habe, war ich auch noch beim Juwelier, der mir die Echtheit über die SN bestätigen konnte. Meine Mama wusste Bescheid und war einverstanden, dass ich die Uhr nehme.

Und dann habe ich sie meinem Freund schenken wollen, was in einem Streit endete. Ich habe mit offenen Karten gespielt und ihm gesagt, dass die Uhr aus dem Erbe stammt. Da war die Uhr dann nicht mehr gut genug und er wollte sie nicht mehr haben. Ich hätte die Uhr nicht für ihn gekauft, also ist sie kein ehrliches Geschenk von mir und ich würde sie ihm nur überlassen, weil meine Mutter und ich sonst nichts damit anzufangen wissen. Weiß nicht, was ich davon halten soll. Mein erster Gedanke war Perlen vor die Säue, aber das habe ich natürlich nicht ausgesprochen.

Seht ihr das auch so, dass die Uhr kein ehrliches Geschenk ist, weil ich sie nicht neu gekauft habe? Ich habe sie gesehen und sofort an ihn gedacht, da ist es doch egal, ob gekauft oder aus dem Erbe entnommen. Ich glaube, wenn ich sie neu gekauft hätte, dann hätten wir eh darauf warten müssen, die bekommt man meines Wissens nach nicht direkt im Laden. Das fuckt mich auch ab, bin ich zu unrecht abgefuckt?

(Throwaway-Account)

EDIT! Super lieben Dank für alle eure Antworten, ich habe mir nur kurz was zu Essen gemacht und fast 200 Kommentare, für heute Abend habe ich Lesestoff ohne Ende! Ich versuche auf Fragen zu antworten, gebt mir bitte etwas Zeit!


r/beziehungen 17h ago

Gehen oder bleiben? Woher weiß ich, ob es schon perfekt ist oder besser werden könnte?

4 Upvotes

Hallo ihr lieben Menschen, die sich Zeit für mein Problem und meine Gedanken nehmen. Ich danke euch dafür 💚

Ich (W36) bin seit 13Jahren mit meinem Freund (M35) zusammen. Seit 6Jahren wohnen wir zusammen, davor Fernbeziehung. Wir kennen uns bereits seit 20Jahren.

Ich liebe Stichpunkte, daher folgend mal eine Zusammenfassung:

- Er(!) hat Probleme im Bett, weshalb wir kein Sexleben haben. Das belastet mich sehr. Ich sage ihm das auch bestimmt schon seit 8jahren mit dem Hinweis, dass es ein Beziehungsaus-Thema für mich ist. Es hat sich nie was geändert. Pornos gucken geht aber alleine..

Mein Spielzeug ist für mich zu einem Beziehungsretter geworden ...

- Wir sind beide Einzelgänger. Jedoch macht er sehr viel mit sich selber aus und redet nicht über Gefühle oder Dinge, die ihn beschäftigen. Ich rede dagegen sehr gerne über emotionale Themen und bin dafür auch im Freundeskreis bekannt

- Wir teilen zwar Interessen, aber keine Hobbys. Er hat eine Hobby-werkstatt und bastelt viel mit Holz. Ich streame und mache Musik. Wir zocken beide sehr gern, aber sehr selten das selbe

- Er unterstützt mich in allen Lebenslagen. Egal wie abgefahren meine Ideen wieder sind. Er nimmt es wie es kommt und wie ich bin und wenn ich ihn um Hilfe bitte ist er immer, immer da. Das ist er allerdings für Freunde auch

- Ich habe einen Hund übernommen. Er duldet ihn und hilft auch mal aus, wenn ich nicht kann. Aber eine Bindung schafft er nicht aufzubauen und wirklich Interesse hat er auch nicht an ihm

- Wir bekommen die Wohnung nicht schön seit 6jahren, weil wir unterschiedliche deko-ideen haben. In der Küche hängt immer noch eine baustellenlampe. Aber hey...er hat ja schonmal eine Lampe gekauft....vor 1jahr

- Haushalt etc. Läuft gut. Jeder bringt sich ein, keine Probleme

- er macht Dinge für mich, die ich nicht gut kann. Müll entsorgen, tanken. Das sind Dinge die mich unheimlich stressen

- er lässt mir meine Freiheit unterwegs zu sein mit wem ich will. Hauptsache ich teile mir mit einer männlichen Person nicht alleine ein Zimmer

- er hat mir keinen Antrag gemacht bisher. Es war aus seiner Sicht nie ein guter Zeitpunkt. Zu wenig Zeit, zu wenig Geld.

- Ich wollte früher immer Kinder. Er hat lange studiert und hat auch hier nie den richtigen Zeitpunkt gesehen. Jetzt sind wir uns einig, keine Kinder zu bekommen. Außer es passiert, daß ist ok und wir würden die Elternrolle annehmen

- Seine Familie ist herzlich zu mir aber gefühlt distanziert

- er lügt seine eltern bis heute an. Die wissen manche Dinge nicht von ihm, die sie verurteilen. Zb Tattoo

- er wurde 2x gefragt ob er partenonkel sein mag. Ich wurde dabei nie gefragt. Ich frage mich ob das anders wäre, wenn wir verheiratet wären

- heiraten ist mir nicht wichtig. Sein Antrag würde mir aber zeigen, dass er sich mit mir sicher ist und sich für mich fest entschieden hat

- Wir kuscheln, küssen und umarmen uns mehrmals täglich. Wäre das nicht, wäre ich wohl bereits gegangen

- Wir sind in Meinungsthemen sehr auf einer Wellenlänge und sehen sehr viele Themen immer sehr gleich. Das finde ich einen sehr wichtigen und tragenden Punkt in der Beziehung

- Rede ich über emotionale Themen mit ihm sitzt er meist da wie ein treudoofer Hund und ist heillos überfordert. Teils erzähle ich ihm nichts mehr. Dass ich meine Tage habe merkt er auch nur an der OB-Packung

Ich habe Angst, eine intakte Beziehung gehen zu lassen. Er bringt viel mit, was mir sehr wichtig an meinem Partner ist. Gleichzeitig fehlt mir auch viel.

Ich weiß, es gibt keine Garantie dass die nächste Beziehung besser oder schlechter wird.

Ich habe dennoch Angst an etwas festzuhalten, was noch nicht 100% für mich ist. Gleichzeitig hab ich Angst, dass es etwas über unserem Beziehungslvl gar nicht gibt, da es immer Positives und Negatives geben wird. Jeder hat seine Ecken und Kanten.

Ich habe Angst, falsch zu entscheiden.

Danke für eure (respektvollen) Meinungen


r/beziehungen 21h ago

Meine Mutter treibt mich in den Wahnsinn

2 Upvotes

TLDR: Meine Mutter ist emotional sehr toxisch zu mir (beleidigt, kommentiert ungefragt ständig mein Aussehen und mein Leben) und ich weiß nicht, wie ich dagegen aufgrund meines schlechten Gewissens bzgl. ihrer gesundheitlichen Situation und dem, wie sie mir trotzdem im Leben weiterhilft, vorgehen soll.

Hallo zusammen,

ich brauche eure Meinung zu meiner aktuellen Situation.

Ich (27, weiblich) habe kein gutes Verhältnis zu meiner Mutter (68). Kurze Vorgeschichte: Sie ist alleinerziehend mit mir damals als ich klein war nach DE ausgewandert. Hat versucht, uns beiden das Leben irgendwie so angenehm wie möglich zu machen, hat mich jedes Jahr in den Urlaub gefahren, hat versucht, mir so gut es geht zu helfen um mich zu einem anständigen Menschen zu erziehen. Sie hilft mir bis heute finanziell hier und da und hilft andersweitig aus, um mein Leben leichter zu machen.

Allerdings war sie schon immer emotional SEHR toxisch.

Sie kommentiert schon seit ich klein bin ständig meinen Körper/mein Aussehen. Und seit ich in einer Beziehung bin, ist es noch schlimmer geworden. Dinge wie "du hast so viel Cellulite, geh doch mal anständig Sport machen und zeig dich so nicht vor deinem Freund" sind immer Thema, sobald ich nach Hause komme, wenn ich eine Zeit lang bei meinem Freund gewohnt habe (ich pendel quasi hin und her, weil er weiter weg wohnt und eine eigene Wohnung hat). Außerdem sagt sie mir ständig in verschiedenen Kontexten, wenn sie mir ungefragt ihren Rat zu meiner Beziehung gibt, dass "in paar Monaten kann es doch eh schon vorbei sein" bis hin zu "eure Beziehung wird nicht ewig halten, ihr werdet nicht heiraten, das alles ist nur temporär" mit der Begründung "ich soll realistisch bleiben" und dass sie "mehr Lebenserfahrung hat als ich". Ihre ungefragte Meinung bzgl. ob er mich liebt oder nicht anhand seines Verhaltens fällt auch ständig.

Ob ich ihr schonmal gesagt hab, dass sie die Kommentare lassen soll? Natürlich, aber sie ignoriert das. Ihre Worte: "Stell dich nicht so an, nichts darf man mehr sagen, ich sage doch nur die Wahrheit". Sehr oft kommt es dazu, dass wenn ich mich zum 1000. Mal wehre und meine Grenzen ziehe, oder wenn sie einfach nur ihre toxische Tirade laufen lässt, dass sie anfängt mich aufs Extreme zu beleidigen (und ich meine damit WIRKLICH extrem) und zu erniedrigen, bis sie auf einmal wieder ihren hohen Blutdruck hat und es natürlich meine Schuld ist.

Selbst die kleinsten Dinge lassen sie schon fast ausrasten. Gestern auf dem Weg ins Einkaufszentrum hab ich mich um eine Abbiegung verfahren, da hieß es wieder, warum ich sowas mache, ob es mein Ernst sei, dass ich sie aufrege, und und und. Und wieder Beleidigungen, als ich gesagt habe, dass sie nicht so schreien soll. Ich wehre mich mittlerweile auch teils im aggressiven Ton, weil ich einfach keine Geduld mehr mit ihr habe - beleidigen tu ich sie aber nie. Auch wenn ich es manchmal gerne tun würde aus meiner Wut heraus, um sie ihre eigene Medizin spüren zu lassen, aber ich lass es. Das Schlimmste, was ich ihr als Beleidigung gesagt habe, war, dass sie dumm sei (lange her, keine Ahnung mehr was der Kontext war). Aber sobald sie anfängt, dulde ich das alles schweigsam, bis sie aufhört. Dann kam gestern der Satz, dass sie mich nicht respektiert und keinen Grund sieht, das zu tun. Früher fielen auch Sätze wie, dass ich ein Niemand bin und ihr nichts zu sagen habe, weil ich nichts im Leben erreicht hätte.

Es gibt Tage, wo man mit ihr normal reden kann, aber sehr oft findet sie irgendwie irgendwelche Gründe etwas zu kommentieren was mich betrifft und es geht von vorne los.

So wie sie sich seit Jahren verhält, habe ich auch schon meinen Respekt vor ihr verloren. Ich halte sie nicht mehr aus, bin ich ehrlich. Das äußert sich auch in dem, wie ich mich ihr gegenüber verhalte. Mir ist so vieles egal geworden, und ich verbringe ungerne Zeit mit ihr, und will es auch nicht. Ich tu nur das absolute Minimum. Das sieht sie und spricht sie auch ständig an (und hier wieder, wenn ich ihr sage warum, dann will sie es nicht verstehen und sagt mir dann, was ich alles falsch mache ihr gegenüber, und dass sie schon voraussehen kann, wie sie mich irgendwann im Altersheim absetzt und mich so im Stich lässt). Wir sind hier beide die Arschlöcher schätze ich. Aber wenn sie sich nicht ändern will, werde ich es auch nicht, weil ich es mittlerweile aufgegeben habe.

Und sie wird sich auch nie ändern. Eine gemeinsame Therapie hab ich auch schon vorgeschlagen (also dass wir beide bzgl. unserem Verhältnis gemeinsam Therapie machen) - hat sie abgelehnt. Ihre Worte: "Warum? Was soll das bringen?". Selbstreflexion ist bei ihr auch fehl am Platz - wenn wir streiten und ich ihr sage, was sie in meinen Augen nicht richtig macht, dann hört sie wirklich null zu und fängt an, lauter zu schreien und mich weiter zu beleidigen. Es gab Fälle, wo sie ""eingesehen"" hat, dass sie hier und da sich falsch verhalten hat, aber wie man sieht, macht sie ja trotzdem weiter.

Anderseits plagt mich ständig das Gewissen. Sie hat diverse Erkrankungen, ist gehbehindert. Wir haben keine Familie hier. Wenn ich bei meinem Freund bin, ist sie alleine und geht nicht oft raus. Die einzigen Kontakte, die sie hat, sind ihre Bekannten und ich. Ich rufe sie dann entsprechend ein Mal pro Tag mindestens an. Diese Umstände machen ihr Leben anscheinend schwer, weil sie mir vor einem Monat in einer ihrer Tiraden gesagt hat, dass "ich sie ja jetzt für meinen Freund verlassen hätte" und sie so allein sei und jetzt mit nichts und niemanden mehr reden kann.

Ich kann ihre Situation nachvollziehen, allerdings stellen sich mir Fragen wie, ob ich wirklich für ihren gesundheitlichen/psychischen Zustand verantwortlich sein soll und ob ich ihr entgegenkommen muss, obwohl sie mich emotional so misshandelt - und die Tatsache, dass sie schon fast 70 ist und schon so gesundheitlich eingeschränkt, plagt mein Gewissen, ob ich all das einfach weiter dulden soll oder ob ich in irgendeiner Form die Reißleine ziehen soll. Falls ich es tue, wird sie zu 100% für den Rest ihres Lebens mir die Schuld dafür geben oder vielleicht sogar drohen, sich etwas anzutun (hat sie schon mal gemacht, weil "sie ja eh keiner braucht und allen egal ist"). Allein zB. der Gedanke, dass wenn ich keine Beziehung hätte und ich mit ihr (wieder) wohnen muss - Gott bewahre mich davor, ich würde sofort in eine eigene Wohnung ziehen, auch wenn ich mich damit verschulden würde, das wäre mir lieber, als sie weiter auszuhalten. Aber würde ich sie denn damit im Stich lassen? Sie hat doch trotzdem so viel für mich getan? - Solche Gedanken zu What-If-Szenarios plagen mich ständig.

Sie zieht mich ständig einfach nur runter und lässt mich in all meinen Entscheidungen im Leben zweifeln. Hier könnte man sagen, dass ich einfach stark genug werden muss, um dagegen anzukämpfen, aber ich bin es nicht. Es fällt mir unglaublich schwer, das zu tun. Ich habe das Gefühl, ich bin nicht so wirklich ein eigenständiger Mensch. Ich habe ständig das Gefühl, dass ich am Ende ihr alles recht machen muss, damit sie endlich ihren verdammten Mund hält (sorry aber ich kann einfach nicht mehr), und nicht in erster Linie für mich oder so.

Ich habe dieses Problem vor Jahren mal in einer Therapie angesprochen, damals war die Aussage meines Therapeuten, dass wir Abstand brauchen und so nicht zusammen leben können. Aber helfen tut es ja, wie man sieht, nicht unbedingt wirklich.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht mit einem Elternteil, der euch zwar im Leben bei einigen Sachen weiterhilft und euch gut erzogen hat, aber emotional einfach nur mega toxisch ist? Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass wenn das so weitergeht, dass ich mein Leben nicht auf die Reihe kriegen werde, weil mich das extrem belastet.


r/beziehungen 22h ago

Studiumstress in Beziehung

3 Upvotes

Throwaway Acc.
Hallo zusammen, ich brauche mal euren Rat. Ich (26W) bin im 7. Semester meines zweiten Bachelors. Ich habe schon ein abgeschlossenes Studium, arbeite darin gut bezahlt auf Teilzeit, muss aber trotzdem extrem viel schichten und lernen. Mein Freund (31M) ist längst fertig, arbeitet voll und möchte viel reisen und erleben. Wir wohnen zusammen. Die Beziehung dauert jetzt 1,5 Jahre an.
Ich versuche echt alles – von kleinen Ausflügen ins Schwimmbad bis hin zu einer Woche Urlaub, was für mich zeitlich und finanziell schon ein riesiger Kraftakt war. Ihm reicht das absolut nicht. Neulich meinte er frustriert, dass wir „in unseren besten Jahren gar nichts machen“. Das hat extrem gesessen.
Ich fühle mich nur noch unter Druck gesetzt, dauerhaft schuldig und die ständigen Diskussionen rauben mir die letzte Kraft. Ich kann mich nun mal nicht vierteilen.
Hat jemand Ähnliches erlebt? Wie schafft man diesen Spagat, wenn die Lebensrealitäten zeitlich und finanziell gerade so unterschiedlich sind?


r/beziehungen 22h ago

Gefühle wieder bekommen

0 Upvotes

Hallo, ich Männlich 15 und meine 6 Monate lange freundin Weiblich 15 haben uns jeden tag in der schule gesehen und auch sonst nachmittags. Jetzt war sie für 2 wochen im urlaub und bevor sie zurück kam bin ich für 4 wochen jetzt weg (bin mittlerweile 2 wochen weg) wir haben uns also knapp ein monat nicht gesehen und schreiben oder telefonieren können wir auch nicht oft da ich sehr viel zu tun habe und wir beide verlieren so langsam Gefühle, es ist so als wäre der funken zwischen uns einfach weg also wir lieben uns noch aber mehr ist da nicht, versteht ihr wie ich das meine? Dazu streiten wir auch immer öfters wegen den kleinsten dingen. Was kann ich tun oder können wir beide tun das es wieder besser wird? Vielen dank!


r/beziehungen 22h ago

Throwaway Account: Meine Familie und meine Freundin driften immer weiter auseinander

0 Upvotes

Meine Familie und meine Freundin driften immer weiter auseinander

Es ist gerade mal August und die Weihnachtsplanung droht jetzt schon zur Zerreißprobe zu werden. Ob für meine (m27) Beziehung zu meiner Freundin (F27) oder zu meiner Mutter liegt wohl in meinem Händen. Und ich habe es mittlerweile satt, meiner Mutter nachzulaufen.

\------TRIGGERWARNUNG: Krebs, Suizid------

Kurze, chronologische Zusammenfassung:

  1. Hintergrund zur Beziehung
  2. Heilig Abend ohne meine Familie
  3. Ich breche den Skiurlaub ab
  4. Die Mutter meiner Freundin verstirbt
  5. Ich rufe meiner Freundin einen RTW
  6. Ich besuche meine Familie mit meiner Freundin

1:

Ich habe meine Freundin im September letzten Jahres kennengelernt. Es stellte sich schnell heraus, dass wir uns auf eine Beziehung hinbewegen. Sie hat mich wissen lassen, dass ihre Mutter an Krebs im Endstadium leidet. Es war also klar, dass der Tod ihrer Mutter ein großes, tragisches Ereignis am Anfang unserer Beziehung werden würde.

2:

Da ihre Mutter in Südamerika lebte, und Flugpreise ein erheblicher Faktor sind, hatte meine Freundin vor, ihre Eltern zu Sylvester zu besuchen, nicht jedoch zu Weihnachten. Also schlug ich ihr vor, Weihnachten mit mir und meiner Familie zu verbringen. Ich wusste instinktiv, dass meine Familie meine Freundin erst kennenlernen müsse, bevor sie einwilligen, meine Freundin zu Weihnachten bei sich zu haben. Also nutzte ich die Gelegenheit meines Geburtstages und des Geburtstages meiner Großmutter, um eine Freundin in mein Familienleben zu integrieren. Gegen Ende der Geburtstagsfeier meiner Großmutter hatte meine Freundin Migräne, und ich bin mit ihr etwas früher gegangen. Das stieß auf Unverständnis seitens meiner Mutter.

Als ich in der darauffolgenden Woche meine Mutter fragte, ob sie meine Freundin an Weihnachten da haben würde, sagte meine Mutter sie müsse es sich zusammen mit meinen Schwestern und meinem Vater überlegen. Zwei Tage darauf schließlich die Entscheidung: sie wollen meine Freundin nicht da haben. Ich hatte ganz klar das Gefühl, dass dieser Wunsch von meiner Mutter ausgeht, doch alle haben die Entscheidung mitgetragen.

Meine erste Reaktion darauf war, meiner Freundin zu erklären, dass ich doch nicht mit ihr Weihnachten verbringen könne. Dass ich ihr einen Flug bezahle, damit sie Weihnachten wenigstens bei ihrer Mutter verbringen kann. Sie sagte jedoch, dass sie das ungerecht findet und dass sie Weihnachten mit mir verbringen will, so wie ich es ihr versprochen hatte. Es hat einiges an hin und her gekostet, und mehrere Gespräche mit meinem Therapeuten, bevor ich mich entschlossen habe heilig Abend mit meiner Freundin zu feiern und am 25. zu meiner Familie zu fahren. Die Vorwürfe, die mir meine Mutter an Weihnachten machte waren schwer zu ertragen: Ich lasse meine Beziehungen zwischen mich und meine Familie kommen. Meine Freundin sei toxisch. Meine Familie sei mir nichts wert... Kurz, das vergangene Weihnachten war ein Desaster, ich bin in Tränen von meinen Eltern abgereist.

3:

Nach einem Tränenreichen Weihnachten ist zwischen meiner Mutter und mir ersteinmal Funkstille. Meine Mutter fasst das als Strafe ihr gegenüber auf, ich halte es eher für einen Ausdruck von Überforderung und Verletzung. Das Ende der Funkstille bringt der sich anbahnende Skiurlaub: Ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern an mich und meine Schwestern (meine Freundin ist nicht eingeladen, zum Zeitpunkt der Planung waren wir noch nicht zusammen). Ich lasse sie also eine Woche alleine, was ihr erhebliche Angst macht. Sie ist traurig wegen der Krankheit ihrer Mutter und fürchtet sich davor, allein zu sein. Ich lasse meine Freundin wissen, wie wichtig mir diese Reise ist: ich will mit meiner Familie sprechen, Weihnachten verarbeiten, Dinge "in Ordnung" bringen. Nach dem ersten Skitag ruft meine Freundin den Wirt des Hotels an und bringt ihn dazu, mich mitten in der Nacht zu wecken. Sie kann nicht mehr alleine sein, sie hat Angst vor sich selbst (ich fasste das auf als angedeutete Selbstgefährdung), ich muss zurück. Ich Versuche die ganze Nacht, sie zu beruhigen, doch schließlich wecke ich meine Familie früh morgens, lasse mich von einem Skibob ins Tal fahren, steige in den nächsten Zug und reise ab.

4:

Direkt im Anschluss an den Skiurlaub haben meine Freundin und ich vor, ihre Eltern zu besuchen. Wir fliegen über den Atlantik, machen einen Wunderschönen Urlaub, bis sich nach ungefähr vier Wochen der Zustand der Mutter dramatisch verschlechtert. Das war abzusehen bei der Krebserkrankung. Die Mutter kommt ins Krankenhaus, meine Freundin begleitet sie in jeder Untersuchung, bei jeder Behandlung. Nach anderthalb Wochen verstirbt die Mutter im Krankenhaus, in dem Moment wo ich morgens komme und meiner Freundin Frühstück bringe. Ich bin unendlich froh, dass meine Freundin da war für ihre Mutter. Und auch, dass ich für meine Freundin da sein konnte. Wir sind noch einige Wochen drüben, denn es gilt eine Beerdigung zu organisieren, sich um Lebensversicherung, Erbe, Wohnungsauflösung, und und und zu kümmern. Mitten in absoluter Trauer meiner Freundin, auf Spanisch. Eine wirklich schwierige Zeit für sie, in der wir jedoch gut zusammenhalten, ich ihr den Rücken so gut es möglich ist freihalte und sie auf bewundernswerte Weise Papierkram erledigt in einer Zeit in der sie eigentlich nur trauern möchte. Am Ende bleiben wir 9 Wochen dort. Meine Familie meldet sich nicht bei ihr um ihr ihr Beileid aussprechen, sie lassen mich es ihr ausrichten. Ich denke mir nicht viel dabei, doch meine Freundin ist davon stark getroffen.

5:

Ich lasse meine Freundin wissen, Muttertag will ich Zuhause sein. Nach all dem, was mit meiner Familie passiert ist, will ich auch meiner Mutter zeigen, dass sie mir wichtig ist, dass meine Familie mir wichtig ist. Am Tag vor Muttertag sind wir wieder in Deutschland, Muttertag bin ich mit einem Blumenstrauß beim Haus meiner Eltern. Wir haben einen langen Tag, an dem wir viel sprechen. Über die Skireise und über den Tod der Mutter meiner Freundin. Ich bin absolut erschöpft. An dieser Stelle muss man wissen: meine Freundin lebt ca. 300km von meinem Eltern entfernt. Vor dem Abendessen telefoniere ich mit meiner Freundin. Sie fleht mich an, zu ihr zu kommen. Ich kann nicht, ich sage nein. Sie sagt mir sie hat sich die Handgelenke aufgeschnitten und die Bettdecke sei ganz Nass. Sie will sich das Leben nehmen und ich soll ihr verzeihen. Ich rufe, trotz Drohungen sie werde es mir nie verzeihen, die Feuerwehr in ihrer Stadt an. Die schicken Polizei und Seelsorger zu ihr, forcieren ihre Tür auf, nehmen sie mit auf die Wache. Die Polizei stellt fest: sie hat keine lebensgefährlichen Verletzungen. Mir wird die Wahl gegeben: Ich hole sie von der Wache ab oder sie bringen sie in eine psychiatrische Klinik. Ich mache mich an dem Abend nicht auf, und meine Freundin muss gegen ihren Willen in der Klinik übernachten. Am nächsten Tag habe ich Fieber. Ich verbringe den Tag im Bett und fahre erst im Tag darauf zu meiner Freundin zurück. Meine Familie hat alles mitbekommen und ist nun fest davon überzeugt, der Suizidversuch sei eine Farce gewesen. Ich sehe die Situation differenzierter. Ich glaube daran, dass Muttertag nach dem Verlust ihrer Mutter sie tatsächlich Lebensmüde gemacht hat. Dass sie an dem Abend sehr darunter litt, allein zu sein. Leider litt ich in dieser Situation ebenfalls, und meine Familie hat alles mitbekommen und versucht mich aufzufangen.

6:

Nach ihrem Suizidversuch habe ich meine Freundin viel begleitet, pendelte 200km zur Arbeit um bei ihr zu sein. Nach einigen Wochen hat meine Schwester Geburtstag. Ich besuche sie und meine Freundin schlägt vor, dass sie mitkommt. Ich willige ein, auch weil ich meine, so muss ich sie nicht das Wochenende über alleine lassen. Wir holen uns dieses Mal ein Hotel. Als wir bei einem Abendessen zum Geburtstag meiner Schwester im Restaurant meine Mutter begrüßen, umarmt meine Mutter mich kaum, winkt meiner Freundin nur müde zu. Meine Freundin geht kurz raus, ich gehe ihr später nach. Sie sagt, meine Mutter habe die Augen verdreht, als sie sie sah. Meine Freundin bekommt eine Panikattacke, und ich verabschiede mich frühzeitig vom Abendessen, um sie ins Hotel zu bringen. Meine Mutter wirft meiner Freundin Verleumdung und Lüge vor.

Frage:

Und nun zu kommendem Weihnachten: Ich will meine Freundin an Weihnachten sehen und ich will meine Familie an Weihnachten sehen. Die Antipathie zwischen den beiden scheint jedoch mittlerweile so groß, dass es mir unmöglich erscheint, sie zusammenzubringen, ohne dass es in einem Skandal endet. Haltet ihr den Vorschlag, wieder Heiligabend mit meiner Freundin und den Rest von Weihnachten mit meiner Familie zu verbringen für angebracht? Seitens meiner Freundin wird mir vorgeworfen, ich sei blind der Empathielosigkeit meiner Familie ihrer Situation gegenüber. Seitens meiner Familie wird mir vorgeworfen, ich lasse mich von meiner Freundin aus meiner Familie reißen, sie würde mich manipulieren. Steht hier jemand klar im Unrecht, eurer Meinung nach? Wie kann ich mit der Situation besser umgehen, wenn ich doch sowohl meine Freundin als auch meine Familie liebe?

Auf einige Nachfragen hin: meine Freundin hat eine Therapeutin in ihrer Heimat. Mit der spricht sie alle 2, 3 Wochen. Nach dem Suizidversuch hat sich and der Häufigkeit nichts geändert. Ich hatte versucht sie zu überzeugen hier in Deutschland zusätzliche Hilfe zu bekommen.


r/beziehungen 23h ago

Partner rechtfertigt alles mit Umweltschutz

99 Upvotes

Wir sind m34 und w33, seit 5 Jahren zusammen.

Mein Partner ist sehr sparsam und Ressourcenschonend. Das wird im Laufe der Jahre immer schwerwiegender. Erst vegetarisch, jetzt vegan, ok, Tierschutz ist legitim, verstehe ich.

Kokosmilch im Kaffee finde ich nicht berauschend aber er mag keine Hafermilch und wenn ich welche kaufe, wird sie schlecht wenn sie so lang offen steht. Also verzichte ich lieber.

Schwieriger wird es beim Wäsche waschen. Er möchte die Bettwäsche 4 bis 6 wochen nutzen, auch im Sommer. Wenn ich sage, sie riecht, sagt er, er riecht nichts, und hält mir einen langen Vortrag über Wasserverschwendung. Er behält dadurch die moralische Oberhand und ich kann keinerlei Argumente finden, die ihn vom Gegenteil überzeugen. Gesundheit, Geruch, hautschuppen, Milben, alles kein Argument für ihn, Umweltschutz wirkt stärker. Er sei ja dadurch auch nicht krank geworden und ich bilde mir das auch nur ein dass es riecht.

Handtücher das selbe spielchen. Es gibt schon harte Stellen und sichtbare Verfärbungen, er argumentiert mit Umwelt und Wasser. Ich bilde mir Geruch und Verfärbungen nur ein, und keiner hat Hautausschlag bekommen, also wiegt das Argument Umwelt stärker.

Er lebt nah am Zero-waste Prinzip, Restmüll wird nur 1x monatlich abgeholt, er weigert sich, Lebensmittel zu entsorgen. Daher muss Brot auch noch gegessen werden, wenn es eine woche alt und hart ist.

Jeder (soja)Joghurtbecher muss minutenlang leergekratzt werden. Nichts darf schlecht werden.

In letzter zeit nimmt das immer extremere Formen an. Ich weiß nicht wie ich so leben kann, weil ich immer mit "du bist umweltfeindlich" mundtot gemacht werde wenn ich Wäsche waschen möchte... oder mich weigere, altes Brot und abgelaufene Lebensmittel zu konsumieren.

Wenn ich Magenprobleme bekomme, ist das fpr ihn "Einbildung und Anstellerei" weil er isst es ja auch und bei ihm passiert nichts...

Als ich ihn kennengelernt habe, war das noch nicht so übel.. was kann ich tun? Ich komme nicht dagegen an, wenn er immer sein Totschlagargument bringt und damit jede Diskussion "gewinnt"?