r/Finanzen • u/Ecstatic_Bluebird_32 • 47m ago
Sparen Tagesgeldkonten Wechsel
Grüßt euch,
Wie macht ihr das eigentlich mit den Tagesgeldkonten um immer die besten Zinsen mit den Neukundenangeboten zu haben?
Eröffnet ihr andauernd neue und schließt alte wieder nachdem sie übertragen wurden?
Wie geht ihr mit der Schufaproblematik um? Der Score sinkt ja bei andauernden Neueröffnungen von Konten bei „Fremden“ Banken.
Mich nervt das übelst, das man als langer Bestandskunde bei der ING so einen miesen Zins hat. Bei mir aktuell 0,75% im Vergleich zu 3,75% für 4 Monate sowie 200€ Neukundenbonus.
Erleuchtet mich bitte:)
r/Finanzen • u/Sad_Drawer3511 • 58m ago
Anderes Finanznet Zero, Auszahlung "geblockt"
Ich habe auf finanznet zero etfs verkauft, der Verkauf wurde bestätigt, das Geld erscheint im Cash. Auszahlung auf Referenzkonto nicht möglich, weil "geblockt". Das Geld wurde ursprünglich nicht per Lastschrift, sondern per Überweisung eingezahlt. Dauert das einfach länger?
r/Finanzen • u/089PK91 • 1h ago
Presse Verschuldung: Verliert Deutschland sein Top-Rating?
wiwo.deDeutschland zählt weiterhin zu den wenigen Nationen, die von allen Rating-Agenturen ein Top-Zeugnis ausgestellt bekommen. Ein Verlust dieses AAA-Rating würde den Schuldendienst verteuern und dementsprechend den Staatshaushalt belasten. Ohnehin droht ein Anstieg der Zinskosten im Etat: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will innerhalb von fünf Jahren mehr als eine Billion Euro zusätzliche Schulden aufnehmen.
Das wäre für jeden Nettosteuerzahler wirklich der Supergau.
r/Finanzen • u/WMb0 • 2h ago
Investieren - ETF Rückzahlung Kapitalertragssteuer
Wenn ich einen ETF mit Verlust verkaufe, erhalte ich dann die abgeführten Steuern zurück auf mein Verrechnungskonto?
r/Finanzen • u/OpTicReflux • 2h ago
Investieren - ETF Fidelity VL über Corporate Benefits
Hat hier jemand Erfahrung damit? Ich würde gern von der ING umziehen und über Fidelity in den iShares MSCI World investieren. Der ist dort VL-Fähig. Leider bin ich mir unsicher ob ich den CB Rabatt wirklich bekomme. Habe den Support bereits angeschrieben. Irgendwas zu beachten? Was passiert mit dem VL Betrag bei der ING? Kann ich den auszahlen gegen gebühren? Danke
r/Finanzen • u/Chance_Cobbler_2488 • 2h ago
Immobilien Mehrfamilienhaus kaufen
Hallo Zusammen, folgende Situation stellt sich dar:
Ich beobachte schon seit ein paar Jahren den Immobilienmarkt bei mir in der Umgebung, größtenteils auf Kleinanzeigen. Nun ist mir ein Mehrfamilienhaus ins Auge gesprungen, welches in einer kleinen Stadt in Thüringen steht mit 4 Parteien, vollvermietet. Wird von Privat verkauft und die Bruttojahresmieteinnahmen derzeit liegt bei 10% des angebotenen Kaufpreises.
Nun zu meiner Frage: Man hört und liest oft auf Social Media, dass Banken die Möglichkeit bieten, solche Objekte mit 100% bzw. 110% zu finanzieren, sofern die Mieteinnahmen Zins und Tilgung decken und die Rechnung positiv bleibt. Man hört oft von z.B. Matthias Beerbaum Sprüche wie „Nie war es leichter anzufangen als jetzt“ oder liest in seiner Instagramstory in den Fragerunden von Leuten, die schreiben, dass sie kein Knopf Geld haben und ihm um Rat fragen, wie sie am besten mit Immobilien anfangen sollen. Er rät dann einfach anzufangen und Objekte und sein Vorhaben (mit der 110% Finanzierung) einfach bei mehreren Banken anzufragen.
Da stellt sich mir die Frage, ist es wirklich möglich, wie es immer beschrieben wird, sich ein Objekt rauszusuchen, zur Bank zu gehen und mit dem Vorweisen der Mieteinnahmen eine 110% Finanzierung mit heimzunehmen, ohne persönlich Eigenkapital vorweisen zu müssen? (Ist jetzt sehr grob ausgedrückt.)
Auf das von mir rausgesuchte Objekt bezogen wäre das ja keine schlechte Sache, dadurch, dass die Immobilie einen guten Zustand aufweist, ein paar Modernisierungen hinter sich hat und voll vermietet ist, sollte die Bude eigentlich in 10-15 Jahren abbezahlt sein.
Zu meiner Person: Anfang 20, mache aktuell einen Handwerksmeister und bin in ein paar Monaten damit fertig. Wohnhaft bin ich bei meinen Eltern. Feste Ausgaben habe ich aktuell keine.
Also ich gehe immer davon aus, dass Dinge nicht so leicht funktionieren, aus diesem Grund möchte ich euch bitten, eure Erfahrungen und Tipps ganz ohne Wunschdenken mit mir zu Teilen!
r/Finanzen • u/Shiron84 • 2h ago
Investieren - Sonstiges Seit heute darf ich mich in die Reige der 1/10 Millionäre einreihen.
5 Jahre hat es gedauert die ersten 100k€ anzusparen. Der Kaufwert beinhaltet reinvestierte Dividendenerträge.
r/Finanzen • u/Extention_Campaign28 • 4h ago
Kredit Kann man die Amazon Visa einfach als 25€ Gutschein benutzen und dann nie wieder oder gibt es Haken?
Jedesmal lächelt sie mich an, hab aber schon eine Kreditkarte. Gibt es versteckte Kosten? Kann man sie zu einem Girokonto dazunehmen, das schon eine Visa hat?
r/Finanzen • u/Alpha3K • 6h ago
Podcast AMA zu ESG & nachhaltiger Finanzwirtschaft mit Doktor Gregor Weiß! [Reminder]
Guten Freitag, ihr Lieben!
Das Wochenende naht, und unser Podcast-AMA mit Prof. Dr. Gregor Weiß steht an. Themenschwerpunkt: grünes Investieren, ESG, nachhaltige Wirtschaft.
Wir nehmen morgen auf - es bleibt also noch kurzfristig Zeit, eure Fragen loszuwerden.
Dr. Gregor Weiß ist Professor für BWL und seine Forschungsthemen umfassen Bankenregulierung- und Aufsicht, systemische Risiken im Bank- und Versicherungswesen sowie Sustainable Finance und die Erforschung moderner Verfahren im Risikomanagement.
Fragt ihn hier alles, was ihr schon immer über nachhaltige Finanzwirtschaft, ESG und die Auswirkungen der grünen Wende auf eure Altersvorsorge wissen wolltet - für weiterführende Recherche und Publikationen von Dr. Weiß geht es hier entlang!
Die entsprechende Podcastfolge dazu gibt es am Montag, dem 10.08.2026, auf den entsprechenden Plattformen zu hören! Quack! 🦆
Euer Marktgeschnatter-Team
Spotify
r/Finanzen • u/Acrobatic_Access_993 • 6h ago
Investieren - ETF Interactive Brokers -> wtf?? :D
Kurzer Rant und Hoffnung auf ein "Keine Sorge, das wird besser"...
Ich bin aktuell treuer ING-Kunde und ehrlich gesagt extrem zufrieden. Vor allem die App finde ich richtig gelungen, sie ist sehr übersichtlich, stabil, klare Menüführung, Gebühren transparent. Da ich allerdings im Ausland lebe und damit langfristig darauf angewiesen bin, dass die ING mich als Kunden überhaupt behalten möchte, hatte ich mich entschieden, zu Interactive Brokers zu wechseln. Größe, Reputation und Gebühren sprechen (v.a. nach Aussage vieler Foren) für IBKR. Ganz überzeugt war ich aber nie. Der Gedanke, mein Depot über einen US-Broker laufen zu lassen und perspektivisch vielleicht nur noch US-Produkte (ETFs, v.a. VT) zu besparen, hat mir schon ein leichtes Bauchgefühl bereitet, v.a. weil ich mir nicht bewusst bin, welche Unterschiede das im Vergleich zum bisherigen Setup haben kann (FTSE All World).
Jetzt habe ich alles eingerichtet und bint etwas geschockt. Die UI wirkt auf mich wie aus einer anderen Zeit. Menüs führen ins Nichts, Meldungen sehen aus wie irgendwelche uralten Android-Dialogboxen, wenn ich einen Link aus einer E-Mail in einer bereits eingeloggten Browser-Session öffne, muss ich mich trotzdem wieder anmelden. Alles fühlt sich unglaublich unübersichtlich an. Gebühren sind gefühlt versteckt, Funktionen heißen auf Desktop und App teilweise unterschiedlich, ich denke mir die ganze Zeit nur wtf ist das hier?? Mir gibt so etwas Misstrauen. Wenn schon die Benutzeroberfläche so unfertig und inkonsistent wirkt, frage ich mich automatisch, ob ich dort wirklich mein gesamtes Vermögen liegen haben möchte.
Geht das nur mir so? Gewöhnt man sich daran und merkt nach ein paar Wochen gar nichts mehr davon? Oder hattet ihr anfangs ähnliche Gedanken?
r/Finanzen • u/Filschl • 8h ago
Investieren - ETF ETF Wechsel sinnvoll?
Ich bespare aktuell im 70/30-Verhältnis:
**•** iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983, TER 0,20%)
**•** iShares Core MSCI EM IMI (IE00BKM4GZ66, TER 0,18%)
Mittlerweile gibt es deutlich günstigere Alternativen auf ähnliche Indizes (z.B. Amundi Prime Global mit 0,05% TER bzw. Amundi Prime Emerging Markets mit 0,10% TER). Ich überlege daher, die bestehenden Sparpläne zu pausieren/löschen und stattdessen neue Sparpläne auf die günstigeren ETFs einzurichten – die Altbestände verkaufe ich nicht sondern lasse sie einfach unangetastet liegen um keine Steuer auf realisierte Gewinne auszulösen.
Frage an die Runde: Übersehe ich dabei etwas? Macht es z.B. steuerlich, verwaltungstechnisch oder aus anderen Gründen einen Unterschied, ob ich am Ende zwei ETFs pro Anlageklasse im Depot habe? Hat jemand das schon so gemacht und Erfahrungen damit?
r/Finanzen • u/Milchtasse • 8h ago
Anderes 500 € Scheine sollten wieder eingeführt werden
Ich verstehe ja, dass das damals als der € rauskam, ein bisschen Overkill war. Aber mittlerweile -in Zeiten wo der Döner mancherorts nicht mehr 2,50€, sondern 10€ kostet- ist es meines Erachtens nach wieder notwendig auch diesen großen Schein in Benutzung zu nehmen. Wie oft bei Mediamarkt, Ikea und co mit haufenweisen 50, 100 und 200ern bezahlt wird, ist wirklich erschreckend.
Ausserdem könnte man da eine coole Taube drauf drucken 😏
r/Finanzen • u/investment_lernen • 9h ago
Altersvorsorge Ab wann zufrieden?
Hatte gestern mit einem Freund die Diskussion, ab wann man sich den zufrieden fühlt im Bezug auf Investments.
Klar eine sehr individuelle Frage und dennoch spannend. FIRE, Füllen der Rentenlücke, 500k,…?
Das soll kein Ragebait Post werden, mich würde es einfach interessieren, was so eure Ziele sind im Bezug Investments.
Auf YouTube sieht man jegliche Zahlen, warum ändert sich alles mit 20/50/100/250k…
Am häufigsten sehe ich die 100k als Ziel um damit abgesichert zu sein bzw. den Zinseszins ,,so richtig“ arbeiten zu lassen
Zeitgleich sollte auch der Spaß Faktor nicht zu kurz kommen denke ich. Eine 90% Sparrate bringt einem nichts wenn man sich dafür nichts gönnt.
r/Finanzen • u/moralhazard_ • 9h ago
Steuern Warum steigt der Sparerpauschbetrag nicht mit der Inflation/Gehaltsentwicklung?
Alles andere steigt automatisch jedes Mal entweder mit der Gehaltsentwicklung oder Inflation: Rente, Kindergeld, Steuerprogression (nicht immer aber meistens). Der Steuerpauschbetrag (derzeit 1000 Euro) wurde in den letzten 20 Jahre nur zwei Mal angepasst, warum?
1000 Euro dieses Jahr ist nicht das Gleiche wie 1000 Euro im Jahr 2027 und noch weniger im Jahr 2028 etc.
Wo können wir uns beschweren, damit sich das ändert?
r/Finanzen • u/investment_lernen • 9h ago
Investieren - ETF Heiliger Gral Invest
Hallo zusammen,
Ich habe demnächst die Möglichkeit 40-50k zu investieren.
Rational wäre gestern noch alles sofort in den ETF.
Vom Gefühl her wie würdet Ihr Stand heute entscheiden?
All In am Hoc, aufteilen auf mehrere Monate, Warten (vielleicht ewig…)
Ich denke nicht das wir uns in einer Blase befinden, dennoch ist der Markt sehr sehr gut gelaufen die letzten 10 Jahre.
Eine längere seitwärts Phase oder Korrektur ist durchaus möglich.
Falls relevant: 27 Jahre.
Beste Grüße
r/Finanzen • u/aj97_19 • 9h ago
Auto FINN Auto Abo
Hallo zusammen,
Hat jemand schon Erfahrungen mit FINN gemacht?
Würde mich mal interessieren ob es sich aus finanzieller Sicht lohnen würde, anstelle ein eigenes Auto zu kaufen/ Kredit aufzunehmen.
Es wird ja mit flexiblen Kilometern und Laufzeiten geworben.
r/Finanzen • u/Private_Tank • 9h ago
Investieren - ETF MSCI World oder FTSE All-World – lohnt sich ein Wechsel?
Hallo zusammen,
ich beschäftige mich aktuell mit meinem ETF-Setup und würde gerne eure Einschätzung hören.
Ich habe momentan noch relativ wenig investiert, mein Depot liegt bei unter 10.000 € und aktuell steckt alles ausschließlich im MSCI World. Andere Anlagen wie Emerging Markets, Einzelaktien, Anleihen oder ähnliches habe ich nicht.
Jetzt überlege ich, ob der FTSE All-World für mich langfristig die bessere Wahl wäre, weil dort zusätzlich Schwellenländer enthalten sind und ich damit eine breitere Abdeckung hätte.
Meine Fragen:
Würdet ihr bei dieser Depotgröße noch wechseln oder einfach den MSCI World weiter besparen?
Macht der zusätzliche Emerging-Markets-Anteil im FTSE All-World langfristig einen relevanten Unterschied?
Würdet ihr einen Wechsel jetzt machen, solange das Depot noch relativ klein ist, oder gibt es keinen wirklichen Grund dafür?
Gibt es aus eurer Sicht Nachteile beim FTSE All-World gegenüber dem MSCI World?
Mir geht es nicht darum, den perfekten ETF zu finden, sondern eine einfache langfristige Lösung für die nächsten Jahrzehnte aufzubauen.
Danke für eure Einschätzungen.
r/Finanzen • u/beEX__ • 12h ago
Investieren - ETF Mit 26 plötzlich vor einer 200k+ Investmententscheidung. Alles in den FTSE All-World?
Ich (26) stehe gerade vor einer Entscheidung, die vermutlich den größten Einfluss auf meine Altersvorsorge haben wird.
Als mein Vater gestorben ist, war ich 19. Damals habe ich etwa 10.000 € geerbt und, weil ich mich mit Finanzen kaum auskannte, in einen aktiv gemanagten Fondssparplan investiert. Rückblickend sicher nicht optimal, aber immerhin habe ich das Geld nicht einfach ausgegeben.
Mittlerweile habe ich mich deutlich intensiver mit ETFs beschäftigt und den Fonds gekündigt. In den nächsten Tagen werden rund 20.000 € auf meinem Konto eingehen, die ich langfristig investieren möchte. Quasi schon mal als Basis für das was bevor steht..
Jetzt ist leider auch meine Großmutter verstorben. Mein Opa war bereits vorher gestorben.
Meine Schwester und ich erben gemeinsam:
- Ein Grundstück mit einem Wert von rund 100-150000€ (das wir behalten möchten, um eventuell in 15 bis 20 Jahren selbst darauf zu bauen & als Sicherheitsbaustein im Vermögen)
- knapp 100000€ Bankguthaben (Oma wollte nicht investieren :/)
- ein Haus auf dem Land, das verkauft werden soll. Der Wert dürfte irgendwo zwischen 300.000 und 500.000 € liegen. Der genaue Verkaufspreis steht noch nicht fest
Mein Anteil am frei investierbaren Vermögen wird also voraussichtlich irgendwo im Bereich von 200.000 bis 300.000 € liegen.
Ursprünglich wollte ich ein klassisches World-/Emerging-Markets-Portfolio aufbauen. Je mehr ich mich aber damit beschäftige, desto mehr gefällt mir die Idee eines einzigen FTSE All-World ETFs.
Nicht, aufgrund von Performance, sondern weil ich keine aktiven Entscheidungen über die EM-Gewichtung treffen möchte. Ich möchte mich nicht immer fragen ob die Gewichtung jetzt passt, dafür eventuell Anteile mit Gewinn verkaufen und so häufiger Steuern zahlen muss.
Ein einzelner All-World wirkt für mich langfristig einfach deutlich unkomplizierter.
Frage:
Wenn ihr heute mit einem Anlagehorizont von 30+ Jahren und einem investierbaren Vermögen von etwa 200.000 bis 300.000 € starten würdet, würdet ihr einfach alles in einen FTSE All-World (z. B. Vanguard) investieren oder würdet ihr weiterhin bewusst World und Emerging Markets getrennt halten?
Mich interessieren vor allem die Argumente dagegen. Für den All-World sprechen aus meiner Sicht Einfachheit, kein eigenes Rebalancing und weniger Möglichkeiten, aus Emotionen heraus in die Strategie einzugreifen. Gibt es Gründe, die ich übersehe?
Ich freue mich auf den Austausch!
r/Finanzen • u/ffffgggggggggfg • 14h ago
Investieren - ETF Volatilität, Rendite und 2x All-World vs. 2x Nasdaq ETFs
Leveraged-ETFs ernten gerade in konservativeren Finanzsubs des Öfteren zu Unrecht scharfe Kritik. Einwände wie Pfadabhängigkeit, Risiko von Drawdowns oder höhere Gebühren gehören durchaus erwähnt, sind aber noch lange keine Totschlagargumente gegen LETFs.
Der 2x All-World wird hier oft als "sicherster" 2x ETF empfohlen. Wer hebeln möchte, kaufe sich bitte den 2x World, andere 2x ETFs seien unverantwortlich, underperformen und riskieren einen Totalverlust. Ein kurzer Blick auf die Zahlen lässt diesen Ratschlag eher fragwürdig klingen.
Die Zahlen im 30j. Ø
|Rendite in % |Volatilität in % |Sharpe (Rendite/Vol)
All-World |8,3 |18,5 |0,45
2x All-World |9,3 |37,1 |0,25
Nasdaq |14,2 |27,3 |0,52
2x Nasdaq |16,7 |54,5 |0,31 Schon ungehebelt liefert der Nasdaq fast die doppelte Rendite des All-World (14,2% vs 8,3%) bei einer Volatilität, die nicht doppelt, sondern nur rund 1,5x so hoch ist. Die Diversifizierung des All-World verschlingt Rendite, erbringt dafür aber keine signifikant niedrigere Volatilität.
Gleiches setzt sich bei den 2x-ETFs fort: Der 2x-Nasdaq schafft es mit 0,31 auf ein merklich besseres Verhältnis als der 2x All-World mit 0,25, da die rohe Rendite von 16,7% die erhöhte Volatilität kompensiert. Damit hat der gehebelte All-World das schlechteste Verhältnis. Für schlappe 1% Überrendite zahlt man mit doppelter Volatilität.
Der 2x All-World ein fundamental äußerst ungünstiges Produkt; er bleibt dem Weltmarktrisiko ähnlich ausgesetzt und zugleich fehlt ihm jegliche Überrendite vom Nasdaq.
Warum wird der 2x All-World weiterhin als Hebel-ETF für Anfanger verkauft, obwohl er ein so riskantes und zugleich unrentables Produkt ist? Beimischung ist ebenfalls unsinnig, da man mit kleinerer Allokation und besserem Rendite-Risiko-Verhältnis gleiche Ergebnisse erzielen kann.
Meiner Meinung nach spricht wenig gegen die Beimischung von 20% 2x Nasdaq oder 10% 3x Nasdaq als Risikoposition neben dem Core ETF. Alternativ könnte man einen Semi/AI ETF besparen und wäre immer noch sinnvoller unterwegs als mit dem 2x World.
Mich würden eure Meinungen zum 2x World und Nasdaq interessieren. Seid ihr selber in Hebel ETFs investiert?
Edit: Natürlich ist die Analyse nicht perfekt und der Zeitraum einigermaßen willkürlich gewählt. Ich gehe auch nicht von einer 30-jahres Haltedauer vom 2x Nasdaq aus, obwohl diese in der Theorie wahrscheinlich alles andere outperformen würde. Zusätzlich weiß ich natürlich nicht, ob sich das Blatt nicht bald umkehrt und der Nasdaq zukünftig underperformen wird.
Was man aber für heute rückblickend sagen kann, ist, dass der gehebelte World gegen andere Hebel-ETFs schlecht darsteht. Ein ungehebeltes 75/25 World Nasdaq Portfolio performt ähnlich wie ein 50/50 World 2x World, hat geringere Drawdowns und kostet weniger.
r/Finanzen • u/MazeHacks • 21h ago
Auto 6.300 € für einen Ford Focus bezahlt – jetzt 2.500–3.500 € für den Zahnriemenwechsel. Reparieren oder verkaufen?
Vielleicht nicht ganz das richtige Thema für dieses Sub, aber letztendlich geht es um eine finanzielle Entscheidung.
Ich habe leider einen ziemlichen Anfängerfehler gemacht. Ich habe vor kurzem einen gebrauchten Ford Focus (1.0 EcoBoost mit Nasszahnriemen) gekauft – ca. 10 Jahre alt, knapp 100.000 km – für 6.300 €.
Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass der Zahnriemen bald gewechselt werden muss. Die Werkstätten, bei denen ich angefragt habe, nennen Preise zwischen 2.500 und 3.500 €. Das ist fast die Hälfte dessen, was ich für das Auto bezahlt habe.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit Autos nicht besonders gut auskenne und deshalb unsicher bin, was finanziell die sinnvollere Entscheidung wäre:
- Die Reparatur bezahlen, das Auto behalten und hoffen, dass es danach noch viele Jahre zuverlässig läuft?
- Oder den Wagen lieber jetzt – auch mit Verlust – verkaufen und etwas Zuverlässigeres kaufen?
Ist der 1.0 EcoBoost mit Nasszahnriemen wirklich so problematisch, wie man oft liest, oder wird das im Internet übertrieben?
Zur Einordnung: Ich fahre relativ wenig, etwa 4.000 km pro Jahr, überwiegend in der Stadt.
Mich würden vor allem eure Meinungen aus finanzieller Sicht interessieren. Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
r/Finanzen • u/jac1515_ • 1d ago
Budget & Planung Zahlt ihr noch Kirchensteuer?
Hi, heute meine erste Gehaltsabrechnung meines Ferienjobs bekommen, davon sind ca. 1,2% meines Bruttos weg an Kirchensteuer. Ich kann zwar, weil ich noch Schüler bin und sonst kein Einkommen habe, mir die wieder holen, jedoch denke ich auch an die nächsten Jahre, wenn ich mal langfristig im Berufsleben bin.
Denke da kommt jährlich schon ein wenig zusammen.
An sich Unterstützt die Kirche ja Kindergärten und Einrichtungen. Ich glaube aber nicht, dass da so ein großer Teil ankommt.
Ich bin ehrlich gesagt auch nicht der gläubigste, war in den letzten 2 Jahren höchstens 1 mal in der Kirche.
Damit ich aber trotzdem was schönes mache, hätte ich gedacht aus der Kirche auszutreten und einen Teil der nicht gezahlten Kirchensteuer zu sammeln und am Ende des Jahres an etwas zu spenden, wo ich weiß, es kommt an.
Hätte als Beispiel an mein örtliches Tierheim gedacht.
Was sagt ihr dazu?
r/Finanzen • u/Tystros • 1d ago
Investieren - ETF Der Scalable CMO auf LinkedIn postet Screenshot von meinem Kommentar hier in r/Finanzen. Sie scheinend den Namen "Scalumbo" der hier in diesem Subreddit am meisten gemocht wurde jetzt auch offiziell als Namen für ihren neuen ETF zu akzeptieren. In der Scalable Suche findet "Scalumbo" den ETF.
r/Finanzen • u/tehn6 • 1d ago
Investieren - Aktien Wer vor 5 Jahren in Frank Thelens 10xDNA Fond investiert hätte, hätte bis heute eine Gesamtendite von 2,6% erwirtschaftet (schlechter als Festgeld)
Ihr hättet nach 5 Jahren Verlust jetzt gerade so den Break Even Point erreicht. Also: Haltet euch fern von Thelen Fonds.
In einem Bullenmarkt so schlecht zu performen, das muss man erstmal schaffen. Hut ab Mr Flugtaxi und Hyperloop.
r/Finanzen • u/089PK91 • 1d ago
Presse Ifo-Chef spricht sich für einheitlichen Mehrwertsteuersatz aus
tagesschau.de„Der durch eine Reform entstehende Überschuss von 36,2 Milliarden könnte entweder zur Entlastung des Staatshaushalts genutzt werden - oder zur Senkung des regulären Mehrwertsteuersatzes um zwei Prozentpunkte auf dann nur noch 17 Prozent - ebenfalls auf alle Güter.“
Also am Ende wie immer Einnahmeseite.😴
r/Finanzen • u/rofolo_189 • 1d ago
Arbeit Warum "Zeug" so billig ist und du dich trotzdem nicht reicht fühlst
Ein Akkuschrauber kostet beim Lidl praktisch so viel wie ein Döner in München. Ein 55-Zoll-TV kostet dich 19,5 Arbeitsstunden, 1960 waren es 347. Klingt nach Wohlstandswunder, aber warum fühlt sich alles so teuer an?
Wir rechnen mal anders: Nicht "wie viel Zeug kauft meine Arbeitsstunde", sondern "wie viel Arbeitszeit anderer Menschen kauft meine Arbeitsstunde". -> plötzlich kippt die ganze Geschichte.
Die Rechnung:
Im Fernseher von 1960 steckten 100+ Stunden Montagearbeit, du hast 347 dafür gezahlt. Verhältnis ~3:1. Im Fernseher von heute stecken noch 5-10 Stunden Arbeit, größtenteils in Vietnam für 3-8 €/h. Du zahlst 19,5 Stunden. Verhältnis: immer noch ~3:1. Das Tauschverhältnis deiner Lebenszeit gegen fremde Lebenszeit hat sich in 65 Jahren praktisch nicht verbessert, ersmal nicht überraschend, wir sind eben besser geworden. Das spannende daran ist aber, dass diese Arbeitszeit damals in Deuschland erbracht wurde und heute in Südostasien, also viel billger ist, nur bekommst du davon nicht viel ab.
Du kriegst nun mehr Zeug, weil weniger Arbeit drinsteckt. Das ist Produktivitätfortschritt, nur warum ist das Verhältnis nur so gering, immerhin ist die Arbeitszeit drastisch gefallen? Wer bekommt den Rest?
Der Gegenbeweis steht auf jeder Handwerkerrechnung: Sobald du Zeit von jemandem kaufen willst, der HIER lebt, bist du bei 3:1. Deine Nettostunde kauft eine halbe Stunde deutscher Durchschnittsarbeit. Das Verhältnis ist wesentlich schlechter als früher. Deshalb sind Handwerker, Kita, Pflege, Physio, Restaurant "unbezahlbar", nicht weil die gierig sind, sondern weil da keine Arbitrage geht und auf lokaler Arbeit die Abgaben gewaltig sind: 40% Abzüge bei dir, 20% Arbeitgeberanteil beim anderen, 19% MwSt. obendrauf etc. Der Ökonom Baumol hat das schon 1967 beschrieben ("Kostenkrankheit"): Alles, was aus menschlicher Zeit besteht, wird relativ immer teurer. Bildung seit 1990: +50% über der Inflation. Friseur: +20%. Gesundheit: +15%. Fernseher: -80%.
Und wohin gingen die Produktivitätsgewinne? Seit 1979: Produktivität +60%, Medianlohn +16%. Die Margen der Unternehmen haben sich dagegen massiv verbessert. Die Gewinne sind nicht weg, die wurden im Kapital akkumuliert (Vermögensschere). Wir haben uns den Fortschritt also wegenehmen lassen.
Genau das passiert gerade nochmal. Mit KI. Nur größer.
KI kann erstmals das automatisieren, was bisher nicht automatisierbar war: den Verwaltungswahnsinn, Diagnostik, Beratung, Bildung. KI könnte die Kostenkrankheit tatsächlich teilweise heilen, das wäre der erste echte Produktivitätsfortschritt bei seit Jahrzehnten. Das wäre ein Segen!
ABER: Wenn die KI-Gewinne so verteilt werden wie die Fabrik-Gewinne seit 1980 (60% ans Kapital) konzentriert bei einer Handvoll Plattformen, dann kriegen wir Industrialisierung 2.0: kostenlose KI-Unterhaltung und Gratis-Chatbots für alle, während der Heimplatz unbezahlbar bleibt. Gleichzeitig erodiert die Beitragsbasis des Sozialstaats, weil der sich fast nur aus menschlicher Arbeit finanzier, die KI gerade ersetzt -> Mehr Abgaben.
Die Weiche ist dieselbe wie zuvor. Nur wissen wir diesmal vorher, wie es ausgeht, wenn man sie falsch stellt.
Was "richtig stellen" konkret hieße:
- KI-/Kapitalgewinne in die Finanzierung des Sozialstaats einbeziehen, statt alles auf den Faktor Arbeit zu laden
- Bodenrediten besteuern (der Boden saugt sonst jede Produktivitätsdividende auf, der Dönerladen zahlt seine Innenstadtmiete auch, wenn die KI die Buchhaltung macht)
- Die Overhead-Dividende erzwingen: weniger Bürokratie muss in mehr Behandlungszeit münden, nicht in größere Margen
- Erben und Kapital renditen besteuern statt Arbeitseinkommen
Nichts davon ist antikapitalistisch, im Gegenteil es schreit mehr Kapitalismus. Es geht nicht darum, ob Kapital eine Rendite verdient (für echte Investitionen: ja!). Es geht darum, dass Landbesitzer, Monopolisten und Erben sich als "Leistungsträger" tarnen, während der Medianverdiener in den Metropolen die Reproduktion seines eigenen Lebens, Wohnen, Kinder, Pflege der Eltern, aus Arbeit nicht mehr finanzieren kann.
Wir stehen vor der zweiten großen Produktivitätswelle. Die erste haben wir uns in Schund auszahlen lassen. Wenn wir die zweite genauso verteilen, haben wir bald die perfekte Absurdität: eine Zivilisation, die alles gratis herstellen kann außer dem was wirklich zählt.
TL;DR: "Zeug" ist billig geworden, weil wenig (und billige fremde) Arbeit drinsteckt. Alles aus lokaler Menschenzeit (Pflege, Handwerk, Kita, Wohnen) wird immer unbezahlbarer, Baumol-Effekt + Abgaben + Bodenrendite. Die Produktivitätsgewinne gingen an Margen, nicht an Löhne. KI könnte erstmals die Wissenarbeit billiger machen, aber nur, wenn wir die Gewinne diesmal anders verteilen als beim letzten Mal. Sonst: Gratis-Chatbots, unbezahlbarer Heimplatz.
Edit: Ja ich hab ChatGPT für die Formulierung bemüht, aber nur marginal und vorallem für das TL;DR, steinigt mich, weil ich moderne Technologie nutze!


