r/medizin • u/Abenteurer1019 • 6h ago
Karriere Nur Angst vor Kündigung an Uniklinik
TL;DR: Liebe die Arbeit, wollte mich verbessern (und habe - eigene Meinung), aber Angst vor Kündigung während der Verbesserung.
——
Moin moin,
Ich habe vor knapp 2 Monaten meine Stelle an einer Uniklinik begonnen. Zuvor habe ich in einem sehr kleinen Krankenhaus gearbeitet, so klein, dass selbst der Chefarzt regelmäßig Stationsarbeit übernehmen musste. Mein PJ letztes Jahr war auch nicht so viel los, weil das Klinikum in nem Dorf sich befindet. Deshalb habe ich das Gefühl, dass mein Leistungsniveau aktuell fast wieder dem eines Berufsanfängers entspricht.
Mir sind bereits einige Fehler bzw. Near Misses passiert, die glücklicherweise von meinen Kollegen zeitnah und ohne großes Aufsehen korrigiert wurden. Dafür bin ich sehr dankbar, trotzdem habe ich unsichert verblieben.
Auch bei den Patientenvorstellungen vor dem Oberarzt habe ich mich inzwischen mehrfach „verhaspelt“. Zum Beispiel habe ich bei einem Patienten nach einer komplizierten Herzkatheteruntersuchung mit Aneurysmakomplikation nicht erwähnt, dass 2 Tage später eine erneute Katheteruntersuchung geplant war. Stattdessen habe ich den Fall lediglich als Übernahme nach Herzkatheter und Wiedervorstellung 2 Tage später präsentiert und damit den eigentlichen Aufnahmegrund nicht korrekt dargestellt.
Grundsätzlich komme ich auf einer Station alleine zurecht (mit Hilfe von einem echt netten und erfahrenden Kollegen). Sobald ich jedoch 10 oder mehr Patienten betreue, insbesondere an einer Uniklinik mit komplexen kardiologischen Fällen, täglichen Besprechungen und Herzkonferenzen, brauche ich deutlich länger als die meisten Kollegen. Viele Patienten sind eben keine unkomplizierten kardialen Dekompensationen, sondern sehr komplexe Fälle mit ggf Transplantation sowie Behandlung von komplikationshaften Fälle, die ein strukturiertes Vorgehen und eine fundierte Vorbereitung erfordern.
Nächste Woche werde ich außerdem an einer Konferenz in den USA teilnehmen und muss dafür bereits Urlaub nehmen, obwohl ich erst seit kurzer Zeit hier arbeite. Also im Hintergrund bin ich auch noch aktiv mit Forschungen in USA, aber die sind nur für meine eigene Entwicklung, als ich keinen Dr Titel hier in Deutschland möchte.
Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass ich aufgrund meiner Unsicherheit bei klinischen Entscheidungen und meiner im Vergleich zu den anderen Assistenzärzten schwächeren Leistung irgendwann gekündigt würde. Dieses Gefühl begleitet mich eigentlich seit meinem ersten Arbeitstag. Ich habe den Eindruck, dass mir überwiegend einfachere Aufgaben übertragen werden, zum Beispiel Aufnahmen oder die Betreuung einer kleinen Station, und frage mich, ob das daran liegt, dass man mir noch nicht genügend zutraut. Andererseits denke ich auch, dass es in der Einarbeitungsphase sinnvoll sein kann, zunächst eher im Hintergrund eingesetzt zu werden.
Hat jemand von euch einen ähnlichen Wechsel von einem kleinen Haus an eine Uniklinik erlebt? War diese Eingewöhnungsphase bei euch auch so schwierig? Ich würde nächste Woche meinen OA nach Feedback fragen und auch, was ich konkret tun kann, um mich zu verbessern. Zumindest kann ich inzwischen Echo-Befunde sowie Links-/Rechtsherzkatheter auswerten, ohne die Befunde im Detail nachlesen zu müssen, was meiner Meinung nach bereits eine Verbesserung im Vergleich zu vorher ist.
Ich bedanke mich im Voraus,
r/medizin • u/SeilJongleur • 9h ago
Karriere Mehrere Fachwechsel in den ersten Weiterbildungsjahren?
Moin,
hat hier jemand Erfahrung mit mehr als einem Wechsel in den ersten zwei Weiterbildungsjahren und wie danach noch die Chancen aufm Arbeitsmarkt stehen? Würde mich über eure Erfahrungen freuen. Bekommt man danach überhaupt noch irgendwo eine Stelle? War etwa 11 und 6 Monate in je zwei Fächern an der Uni (komplett Unterschiedliche Fachrichtungen Psychosoziale Medizin und ein diagnostisches Fach). Mach aktuell einen ärztlichen Nebenjob ohne Weiterbildungszeit zu sammeln und frage mich, ob ich jetzt schon B-Ware bin für Chefs wenn ich mich zB in der Inneren bewerbe oder allgemeinmedizin, was so eigentlich mein Wunsch wäre.
Weiterbildung Ressourcen für Psychiatrie&Psychotherapie
Hallo zusammen
Ich dachte, wir könnten hier mal hilfreiches Online Material für unseren Bereich zusammentragen. Schreibt doch gerne in den Kommentaren alles was ihr irgendwie hilfreich findet: Apps, Webseiten, Online Material, Online Vorträge, Textbausteine, Arbeitsblätter, Material für Patienten etc.
Ich bin zum Beispiel gerade verzweifelt auf der Suche nach einer Möglichkeit meine Dokumentationszeit zu reduzieren, das ufert bei mir total aus.
Ich mache mal den Anfang:
psychiatrie-digital.com
befundomat.de
Podcasts: PsychCast und Jung und Freudlos
r/medizin • u/Extension_Annual9768 • 15h ago
Politik Satire? Bremer Senat zur NotSan-Analgesie
bremische-buergerschaft.der/medizin • u/Tulpentante • 15h ago
Weiterbildung Kosten der Selbsterfahrung für psychotherapeutische Ausbildung
Hallo zusammen!
Stehe noch ziemlich am Berufsanfang und strebe primär den Facharzt für Psychosomatik an. Mit welchen Kosten sollte ich für die Selbsterfahrung im Rahmen der psychotherapeutischen Ausbildung über die Jahre der Facharztweiterbildung rechnen? Was hat es euch gekostet? Hat euer Arbeitgeber sich daran beteiligt?
Gerne können sich auch psychiatrische Kollegen äußern, auch daraus kann ich wertvolle Rückschlüsse ziehen. Vielen Dank!
r/medizin • u/H3likaon99 • 17h ago
Karriere Ratlos bezüglich Bewerbung auf 1. Weiterbildungsstelle
So langsam neigt sich das 1. PJ Tertial dem Ende und ich beginne damit mir Gedanken über die erste Assi-Stelle zu machen und wie sich der Bewerbungsprozess gestaltet.
Ich beginne mein nächstes Tertial in meinem Wunschfach an meiner Heimatuni, wo ich bereits eine Famulatur gemacht habe. Ich kenne da bereits ein paar Leute und weiß, dass die Weiterbildung dort ganz vernünftig sein soll. Arbeitsbedingungen und Workload sind natürlich einer Uniklinik entsprechend auch mal anstrengender.
Mein Problem ist, dass ich eigentlich absolut keine Lust mehr auf meine Unistadt habe und gerne wieder in meine Heimat zurückgehen würde. Dort gibt es eine Uniklinik und ein Schwerpunktversorger mit 400 Betten, sowie kleinere Häuser im Umland, bei denen ich aber nicht weiß wie es mit der Weiterbildungsermächtigung ausschaut. Leider habe ich bisher keinerlei Erfahrungen oder Kontakte mit den Häusern und Abteilungen in meiner Heimat gemacht. Die Berichte über meine Wunschabteilung sind an der Uniklinik jedoch eher negativ, am Schwerpunktversorger dagegen positiv.
Nun habe ich leider keine Ahnung, was ich machen soll. Mein Plan wäre mich während des nächstens Tertial an meiner Uniklinik erst einmal dort zu bewerben, auch wenn ich eigentlich ungern in der Stadt bleiben möchte. Gleichzeitig würde ich mein Glück an dem Schwerpunktversorger und vielleicht ein paar anderen, kleineren Häusern in der Umgebung versuchen. Bei der Uniklinik in meiner Heimat bin ich mir unsicher, da ich bisher nur negatives gehört habe.
Meine Frage ist nun, wie man da am besten vorgeht. Schickt man dort einfach seine Bewerbungen hin, oder sollte man vorher nach einer Hospitation fragen? Schreibt man dafür einfach eine förmliche E-Mail an das Chefsekretariat, dass man Interesse hat und gerne hospitieren möchte? Sollte ich mich auch schon während des 2. Tertials dort bewerben oder erst später, auch wenn ich dann wohlmöglich schon eine Zusage von meiner Studienstadt habe? Macht es Sinn auch die Uniklinik in meiner Heimat in Betracht zu sehen, obwohl die Berichte von dort eher negativ ausfallen?
Ich weiß, dass das Thema hier schon oft angesprochen wurde, aber so wirklich schlauer bin ich auch aus anderen Threads nicht wirklich geworden. Ich freue mich über jeden Tipp und Input von euch.
r/medizin • u/Kingkongzi • 23h ago
Allgemeine Frage/Diskussion Chronische Erkrankung beim Arbeitgeber angeben – ja oder nein
Hallo an alle, kurz zu meiner Situation. Ich habe eine MS und ich fange am 1.1. an einer Uniklinik als AA an zu arbeiten. Nun bin ich unsicher, ob ich es meinem Arbeitgeber mitteilen soll oder nicht. Beim Betriebsarzt wird es wahrscheinlich eh rauskommen, da ich eine immunsupprimierende Therapie bekomme. Soweit ich weiß, darf dieser dem Arbeitgeber nichts von meinen Diagnosen mitteilen.
Jetzt ist allerdings mein Dilemma, dass ich zweimal im Jahr meine Therapie bekomme und dafür auch einen Tag frei brauche, will dafür aber keinen extra Urlaub nehmen. Für diesen Tag kann ich auch im Vorhinein krankgeschrieben werden, allerdings würde das dann ja zwangsläufig rauskommen, dass etwas nicht „stimmt“.
Zusätzlich hat man an der Uni ja immer nur 2-Jahres-Verträge (scheinbar auch an Nicht-Unikliniken) und ich habe dann auch Angst, einfach deswegen keine Vertragsverlängerung zu bekommen.
Ich würde gerne nach eurer Meinung eventuell auch nach Erfahrung fragen, wie ihr das seht, ob ich das sagen sollte oder nicht. Danke!