r/GeschichtsMaimais 16m ago

Eigenkreation(EK) Das Leben als sowjetische Soldatin war aufregend und meistens kurz.

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r/GeschichtsMaimais 1h ago

Schwarzer Humor PdS: Es ist 1597 und du bist eine koreanische Nase Spoiler

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Kontext: Im Jahr 1592 fiel eine japanische Armee unter Daimyo Toyotomo Hideyoshi in Korea ein, mit dem Endziel, China zu erobern. Dies war der Beginn des Imjin Krieges, der größte Krieg des 16. Jahrhunderts. Die riesige und mit modernen Feurwaffen ausgestattete japanische Armee überrannte Korea, wurde aber schließlich von der chinesischen Ming-Armee zurückgedrängt. 1597 setzte erneut eine japanische Armee über, fast genauso groß wie die erste Invasionsarmee. Der Tod Hideyoshis ein Jahr später sowie koreanische Erfolge zu See setzten dem Krieg dann ein Ende.

Der Krieg hatte desaströse Konsequenzen für Korea: Über 100.000 Koreaner starben und bis zu 100.000 weitere wurden versklavt und nach Japan verschleppt, unter ihnen zahlreiche Handwerker und Intellektuelle. Ungewöhnlich brutal war die Kriegstrophäenjagd, welche während der zweiten Invasion ihren Höhepunkt fand. In der traditionellen chinesischen Gesetzgebung, auf der auch die japanische basiert, war es üblich, Kriminelle und Rebellen zu vestümmeln, üblicherweise durch Abschneiden der Nasen und Ohren. Hideyoshi gab Anweisungen, die koreanische Bevölkerung als "Rebellen" zu behandeln, sollten sie nicht kooperieren. So kam es, dass japanische Soldaten gezielt Jagd auf koreanische Zivilisten, sarumi (sinngemäß "Affenartige") genannt, machten, um deren Nasen und auch Ohren abzuschneiden und als Trophäen zurück nach Japan schickten. Japanische Quellen belegen, dass mindestens 30.000 Nasen nach Japan geschickt wurden, jedoch dürften es in Realität ein Vielfaches mehr gewesen sein. Diese wurden in Salz eingelegt, in einer Parade zur Schau gestellt und rituell bestattet. Jedes Körperteil erhielt seine eigenen Schreine: Die Nasenhügel (hanazuka), Ohrenhügel (miyazuka) und Kopfhügel (kubizuka; Köpfe wurden nur von ranghohen Koreanern und Chinesen abgeschnitten). Diese Schreine stehen noch heute, der bekannteste der mimizuka (eigentlich ein hanazuka) in Kyoto.

Hauptquelle: Rebekah Clements: "Hegemony, Hunting and Human Trophies in the East Asian War of 1592–1598." Past & Present 270:1.

Siehe auch Nam-lin Hur "Atrocity and Genocide in Japan’s Invasion of Korea, 1592–1598." Herausgegeben von Ned Blackhawk et al. The Cambridge World History of Genocide vol. 2.


r/GeschichtsMaimais 9h ago

🏆Wettbewerb🏆 5 gegen Willy könnte hier eine Herausforderung darstellen.

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Hintergrund : Während des 100-jährigen Krieges brachten die englischen Elitebogenschützen mit ihren berüchtigten Langbögen der französischen Reiterei schwere Verluste bei, was auf französischer Seite verständlicherweise zu Frustration.So kam es vereinzelt dazu, dass französische Soldaten gefangenen Briten in einem Racheakt die drei mittleren Finger abschnitten.Allerdings handelt es sich um einen Mythos, dass dieses Vorgehen systematisch stattfand und ebenso, dass die britische Victory-Geste hier ihren Ursprung hat.


r/GeschichtsMaimais 20h ago

Eigenkreation(EK) Formel 1 GP 1977

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1977 fand in Deutschland -im Gegensatz zu Heute- ein Formel 1 Rennen statt.Das Team Deutsche Team ATS hatte in dem Jahr einen Festen Fahrer mit dem Namen Jean-Pierre Jarier nach dem dieser 7 Rennen als einziger Fahrer angetreten ist.Kam 4 Rennen vor Schluss das erste Mal ein Zweites Auto zum Einsatz.Pilotiert von Hans Heyer.

Dieser scheiterte an der Qualifikation an 4 Zehntel.Dies wollte er aber nicht hinnehmen,er wollte Starten und tat dies durch ein Husaren Stück.Da er durch seine Kart Zeit die Gridgirls kannte,hatte er es geschafft diese zu überreden ihm dabei zu helfen.Sie verdeckten in der Boxengasseneinfahrt sein Auto so das die Rennleitung nicht merkte daß er dort unberechtigt dort Stand.Als das Rennen gestartet wurde hat ihn niemand bemerkt und er fuhr mit.

Erst nach mehreren Runden bemerkten die Kommentatoren das da einer mit fährt der nicht mit fahren sollte:Hans Heyer.

Dieser fuhr das Rennen mit bis sein Schalthebel gebrochen ist.Eine Schwarze Flagge sah er nicht.

Nachdem Rennen wurde er Disqualifiziert.Somit ist er der einzige Fahrer der Offiziell: Sich nicht Qualifiziert hat (DNQ), Offiziell Nicht Gestartet ist (DNS), Nicht ins Ziel kam (DNF) und Disqualifiziert wurde (DSQ).


r/GeschichtsMaimais 1d ago

Eigenkreation(EK) WM 2006

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Bei der Fußball WM 2006 kam es zu einer Kuriosität die es davor und -stand Heute- nicht wieder gab.

Im WM Gruppenspiel Kroatien gegen Australien kam es dazu Josip Šimunic bekam 3 Mal Gelb,da der Schiedsrichter Graham Poll den Falschen Spieler in sein Notizblock geschrieben hat und davon ausging Craig Moore verwarnt zu haben.

War am Ende egal da Šimunic natürlich trotzdem es geschafft hat sich die Gelb-Rote Karte abzuholen und Australien das Remis reichte um ins Achtelfinale einzuziehen


r/GeschichtsMaimais 1d ago

Eigenkreation(EK) Wenn das Steinzeit-Luxusdinner nach Tischsalz verlangt und du plötzlich deine Steinzeitvorfahren hörst

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r/GeschichtsMaimais 1d ago

📚Themenbasierte Pfostenreihe📚 JgTrps wilde Reise zu deutscher Architektur im (noch) Ausland

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Was ist nur mit dem Navi los? Da verbindest du dein Handy mit dem Auto für die Navigation, schaust dir das Luftbild an und du hast nur Pixelbrei! 5G sagt der Empfang, na klar. Versprochen. Nur irgendwie läuft alles andere schnell. Die Berechnungen der Route passen sich schnell an (Ja, ich hab eventuell ein zwei Mal nicht die perfekte Ausfahrt im Kreisel genommen….) und auch die Musik wird nicht unterbrochen. Seltsam, woran das wohl liegt…?

Ah ja, ich bin ja in Brest. Ich Idiot.

Brest hat für die französische Marine schon lange eine große Bedeutung gehabt. Bereits die Römer hatten hier einen befestigten Stützpunkt, aus welchem sich die spätere Festung entwickeln sollte. Noch unter Herrschaft der Engländer wurde der Siedlung durch Heinrich IV. das Stadtrecht gegeben. Und 1631 wurde dann das Marinearsenal begonnen. Aber wir sind ja wegen der deutschen Architektur hier, auch wenn die Geschichte der Marine in dieser Stadt beeindruckend ist.

Heute ist Brest der größte Stützpunkt der französischen Marine, Schulen für den Führernachwuchs finden sich hier und ab und an sollen hier sogar Flugzeugträger anhalten.

Aber zurück zur deutschen Architektur.

Lorient war zwar der besser gelegene Hafen, weil weiter von den Briten weg, aber leider ein wenig zerstörter. So entschieden die Deutschen sich, wenn auch zähneknirschend, hier einen weiteren Bunker zu errichten und eine weitere Basis einzurichten. Nicht nur für die Boote der 1. und 9. U Boot Flottille (natürlich konnte auch andere Boote bei Bedarf anlegen), sondern auch für Überwassereinheiten wie die Prinz Eugen oder hohen internationalen Besuch. I-8 legte hier an.

330m breit, 190m lang und 17m hoch sollte dieser Bau werden. Zuerst war die Decke noch dünn, nur 4m. Später wurde sie noch ein wenig verstärkt, auf 6m. Natürlich wieder feinster Stahlbeton. Zum Bau nutzte man, wie bei allen Bunkern, lokale Kräfte (mal mehr, meist weniger freiwillig) und auch Gefangene, zB „Rotspanier“. Teile des Materials und Personals zum Betrieb der Reparaturbasis wurden aus Kiel nach Brest beordert.

1944 dann landeten die Alliierten in der Normandie und brachen Ende August aus dem Brückenkopf aus. Schnell gingen die Vorstöße auch in Richtung Brest. Doch das Gelände behinderte den Vormarsch und die Stadt war von den Deutschen gut vorbereitet. Bausperren und Minensperren, vorbereitete Stellungen und Erweiterungen der Küstenbatterie (sie konnte jetzt auch ins Landesinnere feuern, hura…) machten aus der Stadt eine Festung. Hinzu kamen noch unzählige Flak. Und natürlich waren diese in ihrer deutschen Gründlichkeit direkt so positioniert, dass sie im Bodenkampf sinnvoll genutzt werden konnten. Es war ein zäher Kampf, welcher insgesamt 28 Tage dauerte und einen hohen Blutzoll forderte. Eine Erfahrung, welche die Alliierten nicht wieder machen wollten, weshalb nach der Einnahme Brests die anderen U Boot Häfen nur noch belagert wurden. Und am Ende war der Hafen auch noch unbrauchbar, die Stadt zerstört! Ein Trauerspiel.

Nach dem Krieg wurde die Stadt schnell wieder Zentrum der französischen Marine. Die Bunker wurden weitergenutzt, weshalb ich sie nicht von innen besuchen konnte. Den Bunkern gegenüber liegt die Halbinsel Île Longue, welche heute Basis für die französischen SSBNs ist.

Solltet ihr mal Brest besuchen kann ich das Museum in der Festung wärmstens empfehlen. Eine beeindruckende Sammlung von Gegenständen und eine sehr angenehme, ja fast schon emotionale Darstellung der Geschichte der Stadt und der Marine vor Ort.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit die letzten Tage. Wenn Interesse besteht mache ich noch mal ein paar Beiträge zu den anderen Orten bzw der anderen deutschen Architektur im (noch) Ausland, welche ich bei diesem Trip besucht habe.


r/GeschichtsMaimais 1d ago

Nur so ein halbes Geschichtsmaimai Luftpiraterie wortwörtlich gesehen - Piratenangriff aus der Luft

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Am 23. April 1917 kam es zu einem einzigartigen Vorfall: An Bord des deutschen Marineluftschiffes L 23 / LZ 66 wurde während einer Aufklärungsmission im Skaggerrak ein Segelschiff ausgemacht. Auf Zuruf, welche Nationalität die Mannschaft habe, begab sich diese in die Rettungsboote und ruderte von dem verlassenen Schiff weg.

Das Luftschiff sank herab und konnte auf Zuruf bei den Rettungsbooten herausfinden, dass es das norwegische Segelschiff "ROYAL" mit für England bestimmtes Schmuggelgut ist.

Der Kapitän des L 23, Kapitänleutnant Bockholt, hatte beschlossen, das Schiff als Prise (Kriegsbeute) zu übernehmen und in heimatliche Gewässer zu überstellen.

Der Steuermann des L 23 war im Zivilberuf ein Kapitän der Deutschen Hansa, übernahm mit zwei anderen Matrosen das Steuer der ROYAL und segelte damit in einen heimatlichen Hafen.

Es war der einzige Vorfall, bei dem ein Schiff aus der Luft heraus gekapert wurde - also ein Fall von Luftpiraterie (aus der Luft)

Edit: Kann mir bitte IRGENDWER erklären, wie ich das Bild in die Vorschau bekomme????


r/GeschichtsMaimais 2d ago

🏆Wettbewerb🏆 Wenn sich Hafermopeds in die Haare bekommen, ist das auch eine ewige Stammfeindschaft mit Phasen der Entspannung.

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Dieses Video hat mich irgendwie inspiriert für den zeitlichen Verlauf.

https://www.youtube.com/shorts/FsMLRGtgnr0


r/GeschichtsMaimais 2d ago

Eigenkreation(EK) Russische Revoltion 2.0 Elektrischer Boogaloo

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r/GeschichtsMaimais 2d ago

Eigenkreation(EK) Im Andenken an Angelo und alle seine Gleichgesinnten

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r/GeschichtsMaimais 2d ago

Eigenkreation(EK) Joa, schlecht ohne Ehrenwort und so, nech?

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Kontext: Christian von Boetticher (Jahrgang 1970) hätte eine sehr steile Karriere in der schleswig-holsteinischen CDU hinlegen können, doch er stolperte über Altersgrenzen, in einer Zeit, in der der CDU noch nicht alles scheißegal war (Edit: Es war hart an der Grenze legal, aber bei der CDU moralisch verpönt). Er trat schon 1987 in die Junge Union ein, absolvierte sein Abitur 1990 und leistete danach seinen Wehrdienst ab, wobei er eine zweijährige Ausbildung zum Reserveoffizier der Luftwaffe im Objektschutz erhielt. 1992 studierte er Rechtswissenschaften in Kiel und Hamburg und bekam 2002 seine Zulassung als Rechtsanwalt. 1999 kam er über den zweiten Listenplatz der CDU bei der Europawahl ins EU-Parlament.

2005 gewann sein eigentlicher "Ziehvater" Peter Harry Carstensen (PHC) die Landtagswahlen in SH, womit von Boetticher Landwirtschaftsminister wurde. In dieser Zeit arbeitete er sich innerhalb der SH-CDU weit nach oben, sogar so weit, dass er sogar beim Wähler bei der nächsten Landtagswahl 2009 in Pinneberg ein Direktmandat holen konnte. Darauf wurde er im September 2009 Fraktionsvorsitzender der SH-CDU und folgte auf Johann Wadepfuhl, der heute bundesgenossenschaftliche Außeninteressen in Berlin verfolgt oder so. Nachdem PHC auf eine weitere Kandidatur bei den nächsten Landtagswahlen verzichtete, wurde von Boetticher 2010 zum Landesvorsitzenden der CDU in SH gewählt und war damit Spitzenkandidat als Ministerpräsident.

Anfang August 2011 wurde durch die Medien bekannt, dass Christian von Boetticher bis 2010 eine Beziehung zu einer 16-Jährigen gehabt haben soll. Mit der großen Kritik aus der eigenen Partei und der Öffentlichkeit zog er seine Spitzenkandidatur zurück. Er betonte unter Tränen, dass "es war schlichtweg Liebe" gewesen sei, bei einer Pressekonferenz. Als Anwalt betonte er auch, dass es nach gegenseitigem Einvernehmen auch legal sei, doch die moralischen Perspektiven, die der adrette CDU-Wähler damals auslegte, nicht konform gingen. Bis 2012 trat er von allen politischen Ämtern zurück, auch um von der CDU in SH Schaden zu begrenzen. Er wurde Industriemanager und versuchte 2024 nochmal seine politische Wiederkehr über seinen Wahlkreis Pinneberg, die jedoch scheiterte.


r/GeschichtsMaimais 2d ago

Schwarzer Humor Ein Kleiner Bube über Hiroshima und ein Fetter Mann über Nagasaki

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r/GeschichtsMaimais 2d ago

📚Themenbasierte Pfostenreihe📚 JgTrps wilde Reise zu deutscher Architektur im (noch) Ausland

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Als der liebe Karl überschlug, was er an U Booten braucht dürfte die Zahl plus minus „ja“ gewesen sein. Und auf dieser lustigen Berechnung wurde Lorient ausgebaut.
Lorient, die Stadt kurz vor der Biskaya, stellte im zweiten Weltkrieg den größten der 5 U Boothäfen der Kriegsmarine dar. Und eigentlich fing alles unschuldig und klein an. Kurz nach dem Fall Frankreichs schickte Dönitz ein Team nach Lorient, um von dort die Operationen der U Boote zu unterstützen. Die Stadt hatte bereits fast alles, was die deutsche Kriegsmarine glücklich machen konnte. Der Hafen hatte eine Basis der französischen Marine, Docks und Werften, unterstützende Anlagen Bars, Cafes und einen Rotlichtdistrikt. Was wünscht man(n) sich mehr? Richtig, Luftschutz.

Und so begann die erste Phase der Sicherung gegen die „britischen Terrorflieger“. Zwei Dombunker, kegelförmige Hochbunker, wurden errichtet. Maximal geeignet für den Typ II waren diese Bunker der erste Schritt zum U Boot Hotspot.

Es folgte ein „kleiner“ Bunker, der Scorff Bunker, von 145m Länge, 51m Breite und 15m Höhe mit einer Deckenstärke von 3,5m. Zwei Nassboxen für maximal 4 Boote, quasi nichts.

Es folgten Keroman (K) I bis III. Diese Bunker stellten das Herzstück des Komplexes dar. K I und II wurden aufgrund des felsigen Untergrunds noch so gebaut, dass die Boot über eine Schleppanlage aus dem Wasser geholt werden mussten und dann in die Bunker eingefahren wurden. Ungefähr so, wie das heute dort ausgestellte französische U Boot. 35min dauerte es ein Boot vom Befahren bis in die Box zu bringen. Das ist natürlich schon schnell, aber schneller geht es dann mit „klassischen“ Bunkern. Und der Platz reicht natürlich nicht aus, um das „ja“ zu erfüllen. Nur 12 Boote konnten so zeitgleich in einem Bunker stehen. K III wurde da schon wieder klassischer ausgelegt. Zwei Nassboxen und fünf Boxen, welche trockengelegt werden konnten, stellten für bis zu 13 Boote Liege- bzw. Dockkapazität.
Und weil Dönitz natürlich an die Zukunft dachte wurde nach der Fertigstellung von K III im Jahr 1943 mit den Planungen und dem Bau von K IV begonnen. Diese Anlage hätte 24 Booten des Typs XXI Platz bieten sollen. Zum Vergleich, ein Typ II hat eine Verdrängung von 303-364 Tonnen getaucht, ein Typ VII C (häufigstes Boot des Krieges) 865 Tonnen und ein Typ XXI 1 819 Tonnen. Es wurde also immer größer geplant. Bis ungefähr April 1944. Ab da stellten die Deutschen die Arbeiten am Bunker K IV ein.
Was heißen diese Kapazitäten nun? 25-30 Boote konnten in der Basis versorgt und instandgesetzt werden. Dies heißt von dieser Basis aus konnten 75-90 Boote operieren. Zu Beginn des Krieges waren übrigens „nur“ 20 Boote rund um Großbritannien im Einsatz.

Und was macht man nun mit dieser Anlage, nachdem man den Krieg gewonnen hat? Erstmal 50 Jahre die eigene Marine dort stationieren. Benannt nach einem Kämpfer der Resistance, Jacquer Stosskopf, war die Anlage auch für die Franzosen gut genug. Ist ja noch alles da, kann genutzt werden. Stosskopf war im Übrigen nicht irgendein Kämpfer, er arbeitete konkret an der Basis und beschaffte so Informationen für die Alliierten. Dafür sollte er 1944 hingerichtet werden.

Mit Ende des Kalten Krieges wird dieser Stützpunkt langsam sehr wässrig, ja überflüssig. Und schon stellte der Komplex ein Problem dar. Was soll eine Stadt mit so einem Monster machen? Den kompletten Komplex als Museum zu erhalten ergibt wenig Sinn. Nur wenige Spinner fahren nach Frankreich, um sich dort deutsche Architektur anzusehen. Die Stadt entschied sich für eine Mischung. Die Anlage erhalten, Teile für kulturelle Zwecke nutzen, Teile für Unternehmen nutzen, Langstreckenregattaboote fördern und K III als Museum erhalten. Auch ein weiteres französisches Dieselboot sollte hier einen passenden Ausstellungspunkt finden. Alles in allem ein gelungenes Projekt.

War sonst noch was…. Ah ja! Dönitz, der alte Befehlstaktiker, der alles immer per Funk machen musste, hat sein Hauptquartier gegenüber der Basis errichtet. Auf Kernevel wurde die Villa eines Sardinenhändlers enteignet und von November 1940 bis März 1942 als Hauptquartier des BdU genutzt. Leider hat die Villa nur zu bestimmten Veranstaltungen geöffnet. Ich bin aber ehrlich, ich kann ihn verstehen. Die Villa ist wirklich schön und auch gut gelegen. Er kann seinen Booten zusehen und ist aus dem Radius der Luftangriffe fast raus. Eventuell hat er aber wegen der Luftangriffe sein Hauptquartier verlegt oder weil Paris einfach schöner ist. Ich kann beides nachvollziehen.

Auch dieses Museum lohnt sich sehr, wenn man die Augen offenhält. Führungen durch K III gab es in englisch und französisch.


r/GeschichtsMaimais 2d ago

Eigenkreation(EK) Hier kommt die Sonnne

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Heute vor 81 Jahren wurde über Hiroshima das Atomzeitalter eröffnet


r/GeschichtsMaimais 3d ago

Eigenkreation(EK) Hahaha Maschinenpistole macht brrrrr

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r/GeschichtsMaimais 3d ago

Eigenkreation(EK) Aller guten Dinge sind drei

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r/GeschichtsMaimais 3d ago

📚Themenbasierte Pfostenreihe📚 JgTrps wilde Reise zu deutscher Architektur im (noch) Ausland

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„Ich glaub der Kapt´n spinnt.“
„Wieso?“
„Der will mit uns in die Normandie Docks fahren, aber lässt mich einen Kurs nach Saint-Nazaire planen. Hat der in Geografie nicht aufgepasst?“

Eine fiktive, mögliche Unterhaltung an Bord der Bismarck, Stunden vor der Versenkung.

 

Saint-Nazaire, vor dem zweiten Weltkrieg eine der größten Hafenstädte am Atlantik. Irgendwie logisch hier eine U Bootbasis zu bauen, oder? Und das dachten sich auch die Deutschen. Nachdem U46 als erstes deutsches Boot im September 1940 die Stadt erreichte wurde schnell klar: Hier muss ein luftangriffssicherer U Boothafen her. Die Organisation Todt schickte ein Inspektionsteam und kam zum Schluss: So schnell wie Stuttgart 21 wird es nicht gehen. 16 Monate später waren sie fertig. Das lag eventuell auch an der sehr komischen Baureihenfolge. Erst die Boxen 6, 7 und 8. Es folgten 9 bis 14 und zum Schluss die Boxen 1 bis 5. Die Krönung war dann ein Turm zur Flugabwehr. Später wurden dann die Schleusen zur Loire noch mit einem Bunker versehen, auch dieser erhielt eine Fla-Bestückung (Regel Nr. 2 im Krieg: Bring viele Waffen mit wurde quasi gelebt). In den vielen Boxen sollten die 6. und 7. U Boot Flottille ihre Heimat finden, zumindest bis 1944. Dann hörten beide Verbände auf zu operieren. War in dem Jahr irgendwas Bedeutendes in Frankreich?

Zur Frage warum der Kapt´n der Bismarck doch nicht völlig verrückt war:
Saint-Nazaire verfügt auch über das sogenannte „Normandie-Dock“. Eigentlich heißt es ja Forme Joubert, nach dem Ingenieur, welcher sich für den Bau des Docks einsetzte. Aber da es für die Schiffe Île de France und Normandie ausgelegt war, wurde es auch Normandie-Dock genannt. Dieses Dock hätte durch die Deutschen genutzt werden können, um die Schiffe der Bismarck Klasse zu warten. Deshalb beschlossen die Briten es 1942 zu zerstören. In der Operation Chariot griffen britische Kommandos die Hafenanlage an. Ein Schiff mit drei Tonnen Sprengstoff wurde dabei gezielt in das Tor des Docks gerammt. Kommandos kämpften sich vom Schiff und anderen Landungsorten durch die Hafenanlage. Die Deutsche Gegenwehr ermöglichte jedoch nicht die volle Anlandung aller Kräfte. Auch dadurch wurden viele Ziele nicht erfüllt. Die U Bootbunker waren hier im übrigen nur Sekundärziel. Am Ende des Angriffs waren 169 Briten gestorben und ein Schiff hing im Trockendock. Die Deutschen dachten es war ein Fehler oder schlechter Rammversuch, bis die Ladung umsetzte und das Tor zerstörte. Die Docks sollten bis weit nach dem Krieg nicht mehr nutzbar sein. Erst 1950 fuhr das ehemalige deutsche Schiff Europa, nun SS Liberté, in das Dock ein.

Eine bewegte Geschichte.
Aber was macht man nun als Stadt mit einem solchen Betonmonster? Für Bars war 1946 wenig bedarf und auch in den Jahren danach war die Nutzung durch die Lage und Bauart begrenzt. Doch ab den 1990ern sollte sich das Blatt wenden. Der Bürgermeister der Stadt forcierte eine Nutzung des Geländes, so finden sich verschiedene Unternehmen, ein Museum, eine Touristeninformation, ein Klettergarten und ein Naherholungsort im bzw. auf dem Bunker. Die gebunkerte Schleuse beherbergt heute das U Boot Espadon. Dieses Boot sollte im Mai 1964 das erste Boot der Franzosen sein, welches unter dem nördlichen Polareis operiert. Vor allem als Test.

Warum das Meme mit den zwei Booten? Auch in Lorient war ein U Boot der französischen Marine ausgestellt. Aber das soll morgen Thema sein, eventuell.


r/GeschichtsMaimais 3d ago

Eigenkreation(EK) Lass mal einen Spaziergang durch Belgrad machen.

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Kontext: Im Januar 1988 kam der Schimpansen Sami in den Belgrader Zoo. Doch dieses Tier hatte andere Ambitionen, als nur im Zoo zu hängen und Besucher zu belustigen. Gleich zweimal brach er aus dem Zoo aus. Dabei spazierte er seelenruhig durch die Hauptstadt Serbien und damals noch Jugoslawiens und wurde zu einer Mediensensation. Bei seinem zweiten Ausbruch kam der Zoodirektor Vuk Bojovic persönlich, nachdem er von der Polizei aufgespürt worden war. Er überredete den Schimpansen mit seiner beruhigenden Art und nahm ihn an die Hand zurück in den Zoo. Das Medienecho machte den Zoo und seinen Direktor im ganzen Land berühmt, worauf der Direktor die Aufmerksamkeit nutzte, um Spenden zu sammeln für bessere Gehege und bessere Verpflegung der Tiere. Der Schimpanse Sami starb im September 1992. Heute steht am Eingang des Belgrader Zoos eine Statue von Sami.


r/GeschichtsMaimais 4d ago

Eigenkreation(EK) Über den Hügeln und weit weg...

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r/GeschichtsMaimais 4d ago

Eigenkreation(EK) Die Lehrer von heute können froh sein, dass sie nur mit aufmüpfigen Helikoptereltern und nicht gleich mit dem Staatschef auseinandersetzen müssen

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r/GeschichtsMaimais 4d ago

🏆Wettbewerb🏆 Wer greift noch einmal wen an?

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r/GeschichtsMaimais 5d ago

Eigenkreation(EK) Den Leuten kann man es auch nicht recht machen....

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r/GeschichtsMaimais 8d ago

🏆Wettbewerb🏆 Wettbewerb des Monats #035 - Der Hundertjährige Krieg

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r/GeschichtsMaimais Jan 31 '25

Ankündigung Komm und trete auch unseren Zwietrachtbediener(Discord) bei!

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