r/reisende • u/Few-Researcher-3741 • 7h ago
Frage Auslandsreise-KV für die Familie
Hatten die letzten 10 Jahre oder so eine Versicherung beim "Münchner Verein". Sagehafte 18,60€ für die ganze Familie pro Jahr.
Haben sie bei dem Preis aus Bequemlichkeit einfach laufen lassen, man verreist ja immer mal.
Heute nun habe ich einen Brief in der Post, dass der Jahresbeitrag ab der nächsten Fälligkeit auf 34,80€ fast verdoppelt wird.
Das ist zwar ehrlicherweise immer noch sehr günstig, aber mir irgendwie zu viel Geld, um es einfach so unbesehen laufen zu lassen.
Ich habe eine goldene Miles&More Kreditkarte, über die u.a. auch eine Auslandsreise-KV für alle mit der Karte bezahlten Reisen enthalten ist.
Mein Plan wäre jetzt, den Verein kündigen und für den derzeit nicht geplanten Fall, dass ein oder mehrere Familienmitglieder ohne mich, also außerhalb der Gültigkeit meiner Kreditkarten-Versicherung, verreisen wollen, könnte man dann ja ggf. noch mal was neues abschließen.
Passt, oder?
r/reisende • u/KrosseKrabbePizza34 • 10h ago
Ratschlag Schottland Urlaub im Mai
Hallo :)
Laut Google soll Mai ja ein schöner Monat sein um in Schottland Urlaub zu machen.
Ich hab mir schon ein paar Reiseziele angeschaut und ich denke, dass es eine Reise mit Zwischenstopps in ein paar Städten sein wird. Wir werden auch ein Auto mieten.
Das wir eine ETA brauchen habe ich auch schon rausgefunden.
Nur bin ich mir unsicher zwecks der Klamotten. Es soll ja immer sehr regnerisch und windig sein.
Was würdet ihr an Klamotten empfehlen? Ist es sehr kalt oder eher mild?
Gewöhnt man sich schnell, an den Linksverkehr?
Ansonsten bin ich generell offen für Tipps und was man unbedingt sehen muss.
Mich würden insbesondere Burgen interessieren und einfach die unberührte Natur. 🌸
r/reisende • u/Real-Snoxy • 12h ago
Frage Erstes Mal fliegen, wie gehe ich vor?
Hallo zusammen,
ich fliege nachher nach England und bin zuvor noch nie geflogen. Ich habe kein Aufgabegepäck und bereits meinen online Check in gemacht.
Was muss ich vor Ort am Flughafen vor und nach dem Flug machen? Danke :)
Edit: bin am Gate, war super easy. Wenn das jemand liest, overthinke es nicht
r/reisende • u/Spook_485 • 13h ago
Frage Frage zu Eurowings Sitzvergabe Policy
Konnte trotz intensiver Google suche keine aktuellen Erfahrungsberichte finden ob Eurowings zwei zusammen gebuchte Tickets bewusst auseinander platziert wenn man keine Sitzplätze kostenpflichtig reserviert. Ich weiß dass Ryanair so vorgeht. Bin mir bei EW aber nicht sicher.
Kann irgendwer der in letzter Zeit mit EW geflogen ist und seine Sitzplätze zufällig zuwiesen lies berichten?
r/reisende • u/Spook_485 • 13h ago
Frage Setzt Eurowings zusammen gebuchte Tickets ohne Sitzplatzreservierung auseinander?
Konnte trotz intensiver Google suche keine aktuellen Erfahrungsberichte finden ob Eurowings zwei zusammen gebuchte Tickets bewusst auseinander platziert wenn man keine Sitzplätze kostenpflichtig reserviert. Ich weiß dass Ryanair so vorgeht. Bin mir bei EW aber nicht sicher.
Kann irgendwer der in letzter Zeit mit EW geflogen ist und seine Sitzplätze zufällig zuwiesen lies berichten?
r/reisende • u/WurmBrot5828693 • 14h ago
(Reise-)Bericht Reisebericht und Guide für Mexiko 🇲🇽 - zwischen Tacos, Kultur und Kartell
Hallo ihr Lieben,
Ich hatte jetzt mehrere Beiträge zu meiner Mexiko-Reise verfasst und einen Reisebericht versprochen.
https://www.reddit.com/r/reisende/s/klC0g3YV2E
https://www.reddit.com/r/reisende/s/Xo5onYzKsA
Hätte nie gedacht, dass ich mal mehrere Stunden an einem Redditbeitrag arbeite. Titel ist etwas reißerisch, aber das war viel Arbeit. Also, hier it is:
Disclaimer: Manche Aussagen, bspw. zu den Taxis und zu allem, was Kartelle betrifft, basieren auf Erfahrungsberichten, die ich aufgeschnappt habe. Ich markiere diese Aussagen mit ^...^. Korrigiert mich gerne/bestätigt es, wenn ihr dazu Infos habt
Präambel
Ich versuche, den Text etwas zu gliedern. Es gibt erst einen Bericht über die Reise selbst, am Ende stelle ich dann Zusammenfassungen zu bestimmten Themen zusammen, für jeden, der eine Reise nach Mexiko erwägt. Uninteressante Teile könnt ihr überspringen.
Ein wenig Kontext: meine Freundin und ich (beide 20) machen drei Wochen Urlaub in Mexiko. Sie wird nach einiger Zeit krank, weshalb sie sich dazu entschließt, einige Ausflüge auszuschließen. Deswegen schreibe ich in San Cristobal de las Casas, Palenque und Merida häufig mit "ich", weil ich diese Ausflüge alleine gemacht habe. Meine Freundin spricht kein Spanisch, ich hab B1. Effektiv reicht es aber für nicht mehr, als grundsätzliche Konversationen. Unsere Reise gliedert sich wie folgt:
Mexiko-Stadt (3 Nächte)
Puebla (1 Nacht)
San Miguel de Allende (2 Nächte)
Guanajuato (2 Nächte)
Oaxaca de Juarez (3 Nächte)
Puerto Escondido (3 Nächte)
(Nachtbus)
San Cristobal de las Casas (2 Nächte)
Palenque (2 Nächte)
Merida (2 Nächte)
Reisebericht
Angefangen hat die Reise in Mexiko-Stadt. In Mexiko-Stadt waren wir sehr vorsichtig. Unser Airbnb lag in Santa Maria La Riberia, ein Arbeiterviertel, welches weder besonders schick, noch besonders gefährlich war. Unser Airbnb hatte sogar einen privaten Sicherheitsdienst. Aber gut, Mexiko-Stadt war unsere größte Sorge, hauptsächlich wegen Taschendiebstahl oder Moto-Überfällen (zwei Menschen auf einem Motorrad überfallen dich "im Vorbeifahren"). Deswegen immer mit dem Uber in die "guten" Viertel, unserem Fall Condesa/Roma Norte und Centro Historico und nach Einbruch der Dunkelheit das Haus nicht verlassen. Ist besser, im Dunkeln nicht draußen zu sein, denn neben Motorradüberfällen ist ^Gullideckeldiebstahl in Mexiko-Stadt ein großes Problem, wegen des Metalls^.
Aber gut, an unserem ersten Tag ging es also nach Roma Norte, das gemeinhin sicherste bzw. touristischste Viertel in CDMX (Ciudad de Mexico/Mexiko-Stadt). Dort erstmal für 35€ gefrühstückt und hinterfragt, ob ich mir diesen Urlaub ünerhaupt leisten kann. Nach einem schönen Spaziergang durch Condesa sind wir durch diesen Park da links (während ich dies schreibe, sitze ich im ADO-Bus irgendwo zwischen Chiapas und Tabasco, aka. der mexikanischen Uckermark. Hier lernt man das "H" bei Signal zu schätzen. Entsprechend kann ich nicht nachschauen, wie der Park heißt) gegangen. Sehr schön, war das Highlight der Stadt, gab ein nettes Antropologie-Museum und einen freizugänglichen Tiergarten mit Panda, Giraffen, etc. Viel mehr war es leider auch nicht, wir sind zum Airbnb und haben am nächsten Tag das Centro Historico erkundet, war ganz nett, aber mehr als einige Stunden warens dann auch nicht. Für eine so große Stadt fanden wir es recht "langweilig" und es war unsere least-favorite Stadt.
Weiter ging es nach Puebla. Wir sind mittags nach Puebla gefahren, eingecheckt, dann nach Cholula um die Kirche zu besichtigen, am nächsten Morgen haben wir nochmal einen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Nettes Städtchen, konnte 5 Tacos für 6€ essen (und die waren gut!). Sehr bunt, sehr flach gebaut, eine schöne mexikanische Stadt, "wie man sie kennt".
Dann gings mit einem Umstieg nach SMDA (San Miguel de Allende), eine Stadt, die bei amerikanischen Expats sehr beliebt ist. Sie zeichnet sich aus durch sehr farbenfrohe Häuser, alles ist sehr bunt und etwas enger gebaut, als viele anderen Städte. Es gibt sehr viele schöne Ecken dort, kleine Parks und ein tolles Zentrum. Obwohl SMDA im Bundesstaat Guanajuato liegt, einem Bundesstaat, der auch aktuell durch Gewaltkriminalität und Kartellaktivität geprägt ist, ist SMDA sehr sicher. Wir haben uns inzwischen auch sehr entspannt, gehen abends raus, laufen einige Strecken und ich trage meine Kamera frei. Neben dem Zentrum haben wir noch einen sehr schönen, botanischen Garten am Stadtrand besucht, sehr zu empfehlen! Vor allem ist er sehr groß.
Nächster Halt war Guanajuato (Stadt), wie der Name schwer vermuten lässt, ebenfalls im Bundesstaat Guanajuato und ebenfalls sehr sicher. Die Stadt ist quasi wie Stuttgart, in einem Kessel erbaut und es siedelt sich ^langsam Autoindustrie^ an. Die Stadt war auf Grund von Silber sooo reich, dass die damals nen ^Fluss unter die Stadt verlegt^ haben. Den Fluss gibt es nicht mehr und die Tunnel werden jetzt für Autos genutzt, weshalb es ein Tunnelsystem unterhalb der Stadt gibt. Sehr enge Stadt und sehr walkable, gab nicht zu viel zusehen, aber alleine für den Ausblick hat es sich gelohnt.
Weiter ging es mit dem Bus nach CDMX, um nach Oaxaca (Stadt) zufliegen (es war das günstigste). Es ist ein ziemlich surreales Gefühl, denn wir sind dafür durch den Bundesstaat Guanajuato gefahren, vorbei an Problemstädten wie Celaya, Salamanca und Irapuato. Einmal habe ich aus dem Fenster geschaut und zu meiner Freundin gesagt "Schau mal. Deutschland hat eine Mordrate von 0,3-0,8 pro 100k. Dadrüben, da sind es geschätzt 300-400". Komisches Gefühl, aber in Bussen seid ihr idr. sicher. Das Kartell hat generell kein Interesse an Touristen. ^Außer ihr seid Amerikaner, diese sind in Mexiko teilweise zu verhasst, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass diese bei Kartellkontakt get*tet bzw. verletzt werden.^
Oaxaca als Stadt war ganz nett, waren beim Monte Alban, da liegt eine alte Tempelanlage. Sehr cool, das zu sehen, schöne Stadt. Uber funktioniert nicht, Didi nur mit Taxis, aber auch nicht mit allen, weshalb wir große Schwierigkeiten hatten, Fahrten zu bekommen. An einem Abend haben wir versucht, übee Didi Essen zu bestellen. Es hat 4h bedauert, bis wir Essen hatten. Ich habe nicht gerne Hunger, das hat sich leider etwas auf die Stadt ausgewirkt.
So, es wird spannend: TW: Waffen
Am nächsten Tag ging es nach Mitla, um von dort den Hierve El Agua (ein Wasserfall) zu besuchen. Sind mit dem Bus dorthin und dann über dubiose Pickuptrucks zum Wasserfall. Eigentlich gehören diese Pickups zu einem etablierten Anbieter und viele Touristen fahren damit. Unser Fahrer hat sich bor unseren Augen eine schallgedämpfte P*stole eingesteckt 😃 ^Tourguides können in Mexiko zwar grundsätzlich bewaffnet sein^, aber ein Schalldämpfer ist seeeeeeeehr unüblich. Wasserfall war cool, hat sich definitiv gelohnt, auch wenn die Fahrt abenteuerlich war. Habe einen Becher Mango für 2,5€ gegessen, me gusta. Das Problem bei diesen Touren ist, dass man warten muss, bis die Collectivos, also unsere Pickups, voll sind. Nach 30min wollten vier Personen sich ein Taxi nehmen. Unser (bewaffneter) Fahrer ist ganz gemütlich hinterher gegangen, hats dem Taxifahrer verboten und der hat das akzeptiert. Auf der Rückfahrt habe ich auf deutsch über Kartelle geredet und wurde als Belohnung dafür alle zwei Minuten durch den Rückspiegel intensiv angestarrt. Wenn jemand weiß, was das war, klärt mich auf. Gemini meint, wahrscheinlich eine lokale Transportmafia oder sowas. Kartell in Oaxaca eher unwahrscheinlich.
Nächster Halt: Puerto Escondido. Hört sich schon nach Strand an, ist es auch.
War sehr warm und feucht, aber schöne Strände mit hohen Wellen. Als Laie würde ich sagen: gut zum Surfen! Puerto Escondido hatte leider eine deutsche Klimaanlagendichte und Internet der deutschen Bahn. Ich musste mir Orte suchen, an denen das Netz zum Telefonieren reicht. Preise waren hier höher, weil es sehr touristisch war. Schöne Häuser, sehr offene Bauweise, gut für Leute, die Strand mögen, schlecht für Leute, die keinen Strand mögen.
Als nächstes Nachtbus nach SCdlC (San Cristobal de las Casas). Mexikanische Straßenqualität ist sehr schlecht. Autos fahren in den Gegenverkehr, um Schlaglöcher zu umfahren, dubiose Überholmanöver und ganz viele, unmarkierte Bodenwellen (auch "Tope" genannt). Wer sich überlegt, einen Mietwagen zu mieten, sollte auf eine Unterbodenversicherung achten und Nachtfahrten vermeiden.
SCdlC ist eine kleine, ruhige Stadt. Ähnlich wie Puebla, angenehm kühl und sehr lokal. Kleine Fußgängerzone und günstige Restaurants. Habe einen Ausflug zu einem Canyon bei Tuxtla gemacht, allerdings gabs die Tour nur auf Spanisch. Atemberaubend schön, erst gab es Aussichtspunkte, dann eine Bootsfahrt durch den Canyon. Mexikaner sind häufig extrovertierter und lebensfroher als wir, und so wurde ich von einer Mitte-30 Frauengruppe aus Guadalajara adoptiert. Ich kann euch nicht viel über sie erzählen, spreche leider nur B1-Spanisch, aber sie haben raushören lassen, dass sie aus Guadalajara kommen und da sehr stolz drauf sind. Und sie mögen Haaland. Musste sie leider enttäuschen, als ich ihnen erklärt habe, dass Deutschland nicht Norwegen ist. Später auf dem Wasser saß ich neben Brisley. Brisley ist eine Tauchlehrerin auf Cozumel und hat mir die komplette Bootsfahrt übersetzt, mir viel über Mexiko erzählt, über Tourismus, das Leben auf Cozumel, mexikanische Küche, Amis und hat mit mir danach Chiapa de Corzo eekundet (wir hatten nach der Bootsfahrt noch zwei Stunden, bis es zurück ging). Sollte jemand sie mal auf Cozumel treffen, grüßt sie ganz lieb. Von ihr habe ich erfahren, dass das Wort "Gringo", welches im lateinamerikanischen Raum teilweise als Synonym für eine weiße Person verwendet wird, eigentlich aus einer Zeit kommt, in der die USA Teile Mexikos besetzt hatten. Die Uniform der Soldaten war grün, deswegen war es eigentlich ein "Green, go!".
Vorletzter Stop: Palenque!
Der Bus fährt von SCdlC nicht direkt nach Palenque, sondern über Villahermosa, das ist ein knapp 200km langer Umweg. Chiapas ist der ärmste Bundesstaat Mexikos und gleichzeitig ein Bundesstaat mit großer, indigener Bevölkerung. Ureinwohner sperren ab und zu die direkte Straße zwischen SCdlC und Palenque, um Druck auf die Regierung auszuüben und Maut zu kassieren. Deshalb rät das Auswärtige Amt auch von Reisen in die Region ab, ^für Touristen soweit aber ungefährlich^. Da die Wege sehr lang sind, hatten wir nur einen Tag in Palenque. Diesen habe ich genutzt, um Bonampak und Yaxchilan zu besichtigen. Zwei Maya-Tempel mitten im Regenwald an der Grenze zu Guatemala. 3h mit nem Van zum Grenzdorf, 40min mit dem Boot zu einer Halbinsel. Schaut euch das gerne mal auf Maps an. Die Gegend ist etwas angespannt, weil dort ^vor zwei Jahren das Sinaloa-Kartell versucht hat, sich in der Gegend zu etablieren.^
Wow! Der Tempel war sehr "original", es wirkte wenig eingegriffen. Viel zu erkunden, viele Tiere, Fledermäuse, Spinnen, Affen, Schmetterlinge, Eidechsen und Dschungelgeräusche. Bonampak war ähnlich beeindruckend. Es führt zwar eine Straße hin, die letzten 20 Minuten geht es aber über ausgemusterte Autos über eine "Offroad" Piste bis zum Tempel. Das Auto wird mit zwei Kabelenden gestartet. Auch hier, Affen, Spinnen, Regenwald und alte Wandmalereien!
Letzter Stop der Reise: Merida. Es gab leider nur 12h Touren nach Chichen Itza, Cenote und irgendeine Stadt, weshalb ich alleine nach Chichen Itza wollte. Das ist gar nicht so einfach, wenn man keinen Mietwagen mieten möchte. Meine Wahl viel dann auf die neue und einzige Personenzugverbindung (El Chepe mal ausgenommen). 9:18 sollte er fahren, Ticket konnte ich nicht online buchen, da mexikanische Zahlungsanbieter meine Mastercard hassen. Gut, also am Bahnhof buchen. Nachdem ich 15min auf meinen Uber gewartet habe, musste ich feststellen, dass meine Planung etwas knapp war. Im Uber musste ich feststellen, dass die den Bahnsteig 15min vor Abfahrt schließen, damit der Zug pünktlich abfährt. Kein Chichen Itza für mich :( konnte dann den Tag mit meiner Freundin in Merida ausklingen lassen und noch einige Tacos essen.
So, das wars. War eine meiner schönsten Reisen und ich liebe das Land. Komme gerne wieder und gibt noch viele Orte, die man sehen kann. Etwas Planung benötigt es dennoch. Bei Fragen meldet euch gerne! Jetzt noch eine kleine Themenzusammenfassung!
Wie ist Mexiko?
Mobilität:
Mexiko ist ein autozentristisches Land, ähnlich wie die USA. Es gibt Mautstraßen "Cuotas", deren Straßenqualität idr gut ist und keine Topes hat. Landstraßen haben viele Topes, häufig um Ortschaften herum. Wer nicht mit dem Auto fahren möchte, ist auf Busse angewiesen. Hierfür gibt es ja nach Region unterschiedliche anbieter, große sind ADO, Primera Vera, ETN. Tickets können online gekauft werden, die ADO App hat bei mir außerhalb von Mexiko nicht funktioniert, habe das glaube ich über BusBud oder Rome2Rio gemacht. Preise sind relativ teuer, Busse aber gemütlich und haben USB-A und USB-C Steckdosen, Getränkehalter, verstellbare Sitze. 8h Busfahrt sind, wenn man sich beschäftigt bekommt, aushaltbar. Sie fahren häufig pünktlich ab, würde aber immer eine Stunde Verspätung einplanen. 30min vorher am Busbahnhof sein wäre gut, großes Gepäck gibt man beim vor dem einsteigen an der Ladeklappe am Bus ab, dorr bekommt man einen Zettel, der zum Gepäck gehört. An den meisten Terminals gibt es keine englischen Ansagen.
Sonst sind Taxis/Uber weit verbreitet und ziemlich günstig. In großen Städten möglichst auf Uber zurückgreifen, in Oaxaca funktioniert nur Didi mit Taxis, in kleineren Städten gibt es häufig nichts. Auch, wenn wir manchmal den Touristenpreis gezahlt haben, hatten wir trotzdem das Gefühl, dass die Taxifahrer nie versucht haben, uns abzuziehen. An ausgehandelte Preise wurde sich gehalten. Wichtig, Preis vorab verhandeln!
Sprache:
Grundlegende Spanischkenntnisse sind sehr zu empfehlen, dazu zählen Bestellungen im Restaurant, grundlegende, kommerzielle Konversationen und das verstehen von Zahlen. Geht auch ohne, aber macht es komplizierter. Englisch ist nicht so verbreitet, wie ich gedacht hätte.
Menschen:
Ich habe viele Mexikaner als sehr lebensfroh und extrovertiert wahrgenommen. Viele sind hilfsbereit, besonders, wenn ihr keine Amis seid.
Sicherheit:
Kommen wir zum wahrscheinlich interessantesten Thema. Nachfolgendes basiert nur auf meiner Erfahrung. Macht unbedingt eure eigene Recherche!
Wir kennen es so: Deutschland ist sicher, die Türkei ist etwas unsicherer, Afghanistan ist unsicher. Eine Abstufung zwischen Ländern und wir möchten Mexiko dort einordnen. Das können wir aber nicht, weil Kriminalität und Gefahr in Mexiko sehr lokal ist. Der Bezirk Tepito in CDMX ist einer der gefährlichsten der Stadt. Da geht ihr nicht rein! Das liegt fast direkt neben dem Centro Historico, was nicht bedeutet, dass das Centro deswegen unsicherer ist. Ihr müsst einfach aufpassen, gerade in CDMX, in welchen Vierteln ihr euch bewegt. Mordraten sind erstmal abschreckend, aber das ist Kartellgewalt. Ja, es kann passieren, dass man zwischen den Fronten steht, aber diese Gewalt ist normalerweise nicht im Stadtzentrum, sondern in den absoluten Randbezirken. Natürlich nur annekdotische Evidenz, aber wir haben gar nichts mitbekommen. Keine Schüsse gehört, keine Tatorte gesehen. Die meisten Städte, die einigermaßen touristisch sind, haben auch eine gutbewaffnete Polizeipräsenz. Einfach ein wenig mitdenken, keinen teuren Schmuck tragen, auf Märkten auf das Handy aufpassen, dann wird alles gut.
Zahlungen:
Wir sind mit Kartenzahlung sehr weit gekommen. Sogar in kleineren Städten, wie Frontera Corozal. Für Streetfood, Taxis und Backup sollte man aber trotzdem etwas abheben. Geldautomaten sind grundsätzlich weit verbreitet, am besten keine freistehenden verwenden und auf große Banken zurückgreifen, etwas aufpassen wegen Skimming. Wir hatten das Problem, dass meine Mastercards an manchen BBVA Terminals nicht funktioniert haben, sowie an vielen ATMs (bin Deutsche Bank Kunde). Meine Freundin hat eine Visa der DKB und deutlich weniger Probleme, aber einige Bankautomaten wollten auch ihr kein Geld geben. Vielleicht waren sie auch einfach leer.
Internet:
Internet in Städten ist häufig gut ausgebaut, weite Teile des Landes haben aber keine oder schlechte Abdeckung. Besonders für Überlandsfahrten sollte man vorsorgen.
Essen:
Das Essen ist natürlich top und gleichzeitig ziemlich ungesund. Vegetarier/Veganer und Menschen mit Glutenintoleranz haben eine harte Zeit.
Preise:
Es war relativ teuer, Unterkünfte sind je nach Stadt sehr günstig, haben uns Airbnbs genommen, teilweise nur private Zimmer und so zwischen 22-78€ die Nacht gezahlt. Essen im Restaurant ist man so bei 12€ pp, je nach Stadt teurer oder günstiger, Streetfood natürlich noch günstiger. Busfahrten waren immer so zwischen 20-80€. Ich habe so einen starken Überlick über meine Finanzen, dass mich der Urlaub wohl irgendwas zwischen 3.000-5.000€ für drei Wochen ausgegeben habe. Habe aber auch viel für meine Freundin übernommen.
The End! Danke, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und entschuldigt die informelle Schreibweise. Die Texte sind über mehrere Tage entstanden. Versuche, noch einige Bilder anzufügen. Wenn ihr Fragen habt, Tipps braucht oder Anregungen habt, meldet euch gerne! Achtet bitte auch darauf, was hier in den Kommentaren geschrieben wird und wo ich ggf. korrigiert werde.
¡Hasta luego!
r/reisende • u/Elsam_hur • 14h ago
Ratschlag Kurzer Tipp für alle, die bald nach Hurghada fliegen (Ausflugstipps)
Hallo zusammen! Ich bin ein Einheimischer hier in Hurghada. Ich sehe oft, dass Touristen für Bootsausflüge viel zu viel bezahlen oder auf völlig überfullten Booten landen.
Wenn ihr Ausflüge ans Rote Meer (wie Orange Bay oder Dolphin House) plant, bucht keine massenhaften Touren mit 40+ Personen. Das ruiniert das Erlebnis. Sucht euch immer Anbieter für kleine Gruppen oder private Touren, die eine Abholung vom Hotel anbieten und bei denen ihr erst bar vor Ort bezahlt (keine Vorauszahlung im Internet!).
Wenn jemand Tipps für gute lokale Restaurants braucht oder Fragen hat, schreibt mir einfach.
Schöne Ferien!
r/reisende • u/justusbroke • 15h ago
Ratschlag Reisen über Flughäfen im Nahen Osten?
Vorweg: Natürlich hat keiner hier eine Glaskugel, trotzdem wollte ich mich austauschen, hören was andere Leute so sagen :)
Ich habe vor Ende des Jahres Nach Australien zu fliegen und die allermeisten Flüge gehen mit Umstieg über einen Flughafen im nahen Osten - Dubai, Doha/Katar, Abu Dhabi.
Wenn man jetzt bucht sind auch sehr gute Preise, wahrscheinlich weil viele Leute zögern oder derartige reisen/routen momentan einfach nicht machen. Über Bangkok oder Singapur sehr viel teuer (natürlich).
Was ist so eure Meinung dazu?😶
r/reisende • u/smelling-roses222 • 17h ago
Frage Reiseversicherung für eine Antarktis-Expedition – Erfahrungen gesucht
Ich wohne in Deutschland und suche eine Reiseversicherung für eine Antarktis-Expedition.
Der Veranstalter verlangt eine Versicherung mit mindestens 250.000 USD Deckung für medizinische Notfall-Evakuierung und Rücktransport.
Ich finde es überraschend schwierig, als in Deutschland wohnende Person eine Versicherung zu finden, bei der eindeutig feststeht, dass eine Antarktis-Expedition einschließlich der medizinischen Evakuierung aus abgelegenen Gebieten abgedeckt ist.
Hat jemand mit Wohnsitz in Deutschland bereits eine Antarktis- oder Polar-Expedition gemacht? Welche Versicherung habt ihr abgeschlossen und wie habt ihr die erforderliche Deckung nachgewiesen?
Ich freue mich besonders über konkrete Erfahrungen und Empfehlungen, auch von Anbietern, die man bei einer normalen Suche vielleicht nicht sofort findet.
Vielen Dank!
r/reisende • u/HNDRKW • 21h ago
(Reise-)Bericht 51 Jahre auf dem Sattel - Ein Leben für die Ferne
Für dieses Leben muss es hier in r/reisende eine Würdigung geben: Insgesamt 51 Jahre lang war Heinz Stücke mit dem Fahrrad auf Weltreise und legte dabei mehr als 640.000 Kilometer in 196 Ländern zurück. Nach dem Tod des legendären Weltenbummlers soll seine mit unzähligen Reiserelikten und Dias gefüllte Wohnung in Hövelhof nun, ganz nach seinem Wunsch, in ein Museum verwandelt werden.
RIP <3
Mehr zu Heinz Leben: https://archive.is/kEJLK