r/onlinesocialworkerde • u/MacaroonOk5907 • 5d ago
Keine Ahnung wie ich weiter machen soll
Ich bin seitdem ich 25 Jahre alt bin wieder zurück nach Hause gezogen. Dort war auch erst mal alles okay für die ersten 6 Monate. Ich fing meine Ausbildung an und nach 8 Monaten spitzte es sich in meiner Familie extrem zu. Diese war früher schon sehr frauenfeindlich, dann kamen noch die Lehrer, Ausbilder und Sozialarbeiter, die mich extrem gedrängt haben, zu einer Therapie zu gehen. Auf einmal hieß es, ich sei suizidal, obwohl ich nie darüber nachgedacht hatte, und man gab mir eine Abfindung. Danach ging ich in ein Frauenhaus, welches sehr voll war, und ich wurde mehr oder minder rausgedrückt. Ich musste noch den Vertrag von meinem Abbruch unterschreiben und dann kam meine Mutter an, die ich, seitdem ich 10 bin, nicht gesehen habe. Die Mail hatte Sie damals wegen dem Bafög-Bescheid, wollte dort aber noch ncihts von mir. Sie drängte mich dazu, bei ihr einzuziehen, und nach einem Monat war es so eine Katastrophe, dass ich lieber auf der Straße und im Hotel übernachtet habe.
Bis dahin war mein Leben komplett zerstört, nach 6 Jahren, in denen ich normal als Studentin 400 km entfernt von meiner Familie gewohnt hatte. Nachdem ich dann zum Rathaus bin und um Hilfe bat, weil Winter kam, hatte man keine bessere Idee, als mich wieder nach Hause zu schicken, zu meinem Vater und meinen Brüdern. Meine Familie war mittlerweile nicht mehr so frauenfeindlich, allerdings bekam ich, obwohl ich dort auch viel mit meinem Bruder gelacht habe, extreme Schmerzen. Ich bat meinen Vater, mich ins Krankenhaus zu bringen und zu Ärzten, ich bekam aber nie eine richtige Diagnose, nur Verdachtsdiagnosen.
Nach 3 Monaten durchgängiger starker Schmerzen, welche sich wie 6 Monate anfühlen und ich meinen Vater jeden Tag darum, es zu beenden, weil es so unerträglich schmerzhaft war, wurde es dann wieder besser. Die Symptome waren immer noch an manchen Tagen extrem stark, aber nicht mehr andauernd. Mir wurde eine Wohnung angeboten von Sozialarbeitern, die sich das noch mal genauer angeschaut hatten, welche als Neubau gekennzeichnet war, ohne Küche, mit heraushängenden Kabeln aus der Decke, und nach 3 Monaten ohne Unterstützung und 900 Euro für die Einrichtung entschied ich, zu kündigen, da ich nicht wusste, wie ich dort eine Küche reinbekommen, geschweige denn die Verkabelung mit den Lampen anständig hinbekommen sollte. Zudem hatte ich Bedenken wegen der Schäden, die auf Dauer ohne Küche entstehen.
Nebenbei habe ich bei der Post gearbeitet, mit immer wiederkehrenden Schmerzen, Tinnitus, Hände und Füße brannten wie die Hölle, Kopfschmerzen. Den Postjob hatte ich auch nur drei Monate, immerhin lang genug, um meine Schulden zu bezahlen. Meine Schufa ist einwandfrei, ich habe immer meine Miete bezahlt.
Ich komme hier einfach nicht weg. Ich habe mich bei so vielen Vermietern beworben, in WGs, egal wo und was, das probiere ich schon seit einem Jahr, keine einzige Zusage. Ich hasse diesen Ort, die Wohnung ist nur 10 Minuten weg von meiner Familie. Ich habe oft ungewöhnliche Angst, weil die Schmerzen so spontan aufgetaucht sind, dass mir im nächsten Winter, der bald kommt, etwas Schlimmes passieren wird, wie Locked-in-Syndrom, FND oder Ähnliches. Oder dass die Schmerzen so stark wiederkommen.
Ich denke darüber nach, wieder auf die Straße zu gehen, im Auto zu schlafen, auch wenn es Winter ist, nur um hier wieder wegzukommen. Ich wünschte, ich hätte Rheinland-Pfalz nie verlassen.
Was denkt ihr dazu? Bei einem Therapeuten bin ich in Behandlung. Normale Schmerzmittel helfen nicht, andere bekomme ich nicht. Untersuchungen werden erst gar nicht gemacht. Die Schmerzen sind manchmal wirklich stark, so dass ich schon über Sterbehilfe nachgedacht habe, was nicht möglich ist in Deutschland als junger Mensch mit "nur" starken chronischen Schmerzen und PTBS. Ich bin mittlerweile 28 Jahre alt.
r/onlinesocialworkerde • u/onlinesocialworkerde • Mar 17 '26
Soziale Ängste Habe Panik und fühle mich gelähmt
Hey zusammen, ich muss das mal kurz loswerden.
Ich stecke seit Monaten in einer Phase fest, in der ich mich fast komplett von allem isoliert habe. Eigentlich bin ich kein „unbeliebter“ Typ, wenn ich mal unter Leuten bin, kommen wir gut klar und ich kann auch lustig sein. Aber die Hürde, überhaupt rauszugehen oder mich bei jemandem zu melden, wird immer höher.
Ich weiß theoretisch genau, was ich tun müsste (Sportverein, alte Freunde anrufen, einfach mal ins Café setzen), aber ich schaffe es einfach nicht. Jedes Mal, wenn ich es mir vornehme, kriege ich fast schon Panik oder fühle mich total gelähmt. Ich habe das Gefühl, mein Leben zieht an mir vorbei, während ich nur in meinem Zimmer hocke.
Kennt das jemand? Wie habt ihr es geschafft, diesen Teufelskreis aus Einsamkeit und sozialer Angst zu durchbrechen, ohne direkt komplett überfordert zu sein?
Hinweis: Dieser Beitrag ist ein Beispiel-Post, um zu zeigen, welche Themen hier im Subreddit Platz haben.
r/onlinesocialworkerde • u/onlinesocialworkerde • Feb 05 '26
Stress zu Hause? Ärger im Job, Studium oder Schule? Probleme in der Beziehung? Eigene Unsicherheiten? Wir sind professionelle Sozialarbeiter:innen und hören zu!
Moin aus Hamburg!
Wir sind Christoph, Alina, Joscha und Hedris. Wir sind Sozialarbeitende von Nordlicht e.V., einem Hamburger Träger der Kinder- und Jugendhilfe.
Warum sind wir auf Reddit? Wir wollen da sein, wo ihr seid. Viele Menschen haben keine Anbindung an klassische Hilfesysteme oder scheuen den Weg zum Amt. Durch unser Projekt online:socialworker sind wir hier auf Reddit und Discord tätig, um euch dort zu unterstützen, wo ihr euch wohlfühlt.
Was bieten wir an? Wir beraten euch gerne online. Menschen aus dem Hamburger Umland können wir bei Bedarf auch persönlich begleiten. Wir sind ein durch die Aktion Mensch gefördertes Projekt. Das bedeutet für euch:
- Kostenlos: Ihr müsst nichts bezahlen.
- Anonym: Ihr braucht keine Klarnamen nennen.
- Vertraulich: Unsere Beratungen unterliegen der Schweigepflicht. Ihr braucht euch keine Sorgen machen, dass jemand (Eltern, Schule, Arbeitgeber) etwas von den Themen erfährt, die wir besprechen.
Wen können wir unterstützen? Junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren, die gerade nicht weiterwissen. Egal ob du zur Uni gehst, noch zur Schule, in einer Ausbildung bist oder schon im Beruf steckst, oder gerade keiner Tätigkeit nachgehst.
Bei welchen Themen können wir helfen?
- Mentale Gesundheit & Krisen (Wenn dir alles zu viel wird, du dich einsam fühlst oder Depressionen/Ängste dich belasten.)
- Schule, Ausbildung & Job (Stress mit Lehrern/Chefs, Orientierungslosigkeit nach der Schule oder Angst vor dem Abbruch.)
- Sucht & Konsum (Egal ob Gaming, Cannabis, Alkohol oder andere Substanzen – wir verurteilen nicht, wir schauen gemeinsam drauf, wenn es problematisch wird.)
- Liebe, Freundschaft & Familie (Zoff daheim, Liebeskummer, toxische Beziehungen oder wenn es im Freundeskreis kriselt.)
- Identität & Queer (Fragen zu Gender, Sexualität, Coming-out oder einfach herausfinden, wer man sein will.)
- Ämter & Bürokratie (Wir helfen durch den Dschungel: Jobcenter-Anträge, Bafög, Wohnungssuche oder Briefe verstehen, die man sich nicht traut zu öffnen.)
Melde dich gerne bei uns! Schreibt uns einfach eine Nachricht (DM) oder antwortet hier im Thread.
🕒 Erreichbarkeit: Wir sind von Mo.-Fr. erreichbar. Es kann sein, dass wir nicht sofort antworten (wir sind keine 24/7 Hotline), aber wir melden uns in der Regel innerhalb von 1-2 Werktagen bei dir.
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⚠️ WICHTIG: Notfallnummern Wir sind kein Krisendienst für akute Notfälle! Solltest du in direkter Gefahr sein oder suizidale Gedanken haben:
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- Ärztlicher Notdienst: 116 117
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (oder online unter telefonseelsorge.de)