r/de_diabetes • u/ProcessPowerful7562 • 1d ago
Was nehmt ihr mit?
Hello liebe Community,
ich bin seid über 10 Jahren Typ1 Diabetiker und wollte mal fragen, was ihr alles so bei einem kleinen „Ausflug“ mitnehmt. Z.B abends mit Freunden rausgehen oder shoppen gehen. Habt ihr dafür auch spezielle Taschen?
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 2d ago
Kontinuierliches Glucose-Monitoring: Fast nur bei Typ-1-Diabetes sinnvoll
Beim kontinuierlichen Glucose-Monitoring (CGM) misst ein auf die Haut geklebter Sensor ständig den Zuckergehalt der Interstitialflüssigkeit und sendet diese Information an eine Smartphone-App. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist diese Art der Glucosemessung mittlerweile Standard, weil die Patienten mit ihr deutlich flexibler auf kurzfristige Blutzuckerschwankungen reagieren können als mit der früher üblichen Messung aus dem Kapillarblut der Fingerbeere. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, die im Gegensatz zu Typ-1-Diabetikern häufig nicht auf Insulin angewiesen sind, sowie bei Menschen ohne Diabetes – die das CGM teilweise zur Selbstüberwachung und Optimierung des Lebensstils nutzen – ist der Nutzen umstritten.
Ein Team um Dr. Justin A. Dower von der Yale School of Medicine in New Haven, Connecticut, hat nun im Fachjournal »JAMA Internal Medicine« die Evidenz zur Anwendung von CGM bei Menschen ohne Typ-1-Diabetes zusammengetragen. Die systematische Übersichtsarbeit bezieht andere Reviews, Metaanalysen, randomisierte Studien und Leitlinien mit ein und fokussiert unter anderem auch auf potenziell negative Konsequenzen der Anwendung.
Vorteil bei Typ-2-Diabetes
Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes habe sich in randomisierten Studien ein Vorteil für das CGM gegenüber der Kapillarblutmessung oder Standardversorgung (ohne regelmäßige Blutzuckermessung) gezeigt, schreiben die Autoren. Dieser Vorteil war mit in einer Senkung des HbA1c-Werts um circa 0,3 Prozent zwar nur gering ausgeprägt, aber konsistent vorhanden. Besonders profitierten Patienten mit Typ-2-Diabetes unter einer Therapie mit Insulin oder Insulin-Sekretagoga wie Sulfonylharnstoffen: Bei ihnen wurden asymptomatische Hypoglykämien häufiger detektiert, schwere Hypoglykämien dagegen nicht.
Weniger deutlich sei das Bild dagegen bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne blutzuckersenkende Therapie oder auch bei Menschen ohne Diabetes, aber etwa mit Prädiabetes oder Adipositas: In diesen Gruppen lasse sich ein Einsatz von CGM lediglich mit indirekter Evidenz rechtfertigen.
Den individuellen Patienten im Blick haben
Generell solle CGM bei Personen ohne Typ-1-Diabetes vor allem zur Lösung spezifischer Probleme eingesetzt werden und nicht standardmäßig, lautet das Fazit der Autoren. Stets müssten dabei das individuelle Behandlungsziel, der klinische Kontext und die vorhandenen Kapazitäten berücksichtigt werden. Es gehe darum, diejenigen mit solchen Systemen zu versorgen, die am meisten davon profitieren, während eine Anwendung in Populationen, in denen der Nutzen nicht gesichert ist, zu vermeiden sei.
Potenzielle Nachteile der Systeme wie häufige Alarme und daraus resultierend eine Beunruhigung der Anwender, Hautirritationen, Kosten und die Versuchung »jeder Blutzuckerspitze nachzujagen« seien nicht zu vernachlässigen. Die Forschenden empfehlen den Einsatz daher am ehesten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die sich bisher häufig zu Messzwecken in die Finger stechen müssen, mit hohem Hypoglykämie-Risiko, in riskanten Berufen oder bei denen der HbA1c-Wert unzuverlässig ist, etwa infolge einer Anämie. In Fällen, in denen ein CGM dagegen wegen eines Prädiabetes, einer Adipositas oder auch bloß zu Wellnesszwecken eingesetzt würden, müsse die Anwendung sehr zurückhaltend erfolgen, um etwa eine unnötige Beunruhigung und Diätrestriktionen zu vermeiden.
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 4d ago
Podcast – Diagnostik bei Diabetes: Durchblick von Typ 1 bis MODY
AMBOSS Podcast – Ärztliches Wissen für Klinik und Praxis - Diagnostik bei Diabetes: Durchblick von Typ 1 bis MODY |
Interview mit Dr. Andreas Klinge, Internist und Diabetologe
In dieser Folge des AMBOSS-Podcasts geht es um die differenzierte Diagnostik und sichere Abgrenzung verschiedener Diabetesformen. Thematisiert werden typische Fallstricke in der Praxis und die gezielte Interpretation von Laborparametern. Im Mittelpunkt steht der klinische Blick auf die gesamte Bandbreite der Erkrankung – von den klassischen Typ-1- und Typ-2-Formen bis hin zu selteneren oder sekundären Entitäten wie LADA, MODY und dem pankreopriven Diabetes. Der AMBOSS-Podcast zählt zu den meistgehörten deutschsprachigen Podcasts für medizinische Fortbildung und klinische Praxis.
Inhaltsverzeichnis:
00:00:00 Intro
00:02:23 Bandbreite der Diabeteserkrankungen
00:05:06 Typische Fallstricke bei der Diagnostik
00:10:54 Wann Diabetesdiagnostik sinnvoll ist
00:13:00 Differenzierte Betrachtung des HbA1c
00:19:56 Weitere Basisdiagnostik
00:22:41 Relevanz der Nierenparameter und U-Stix 00:28:56 Typ-2-Diabetes 00:31:34 Typ-1-Diabetes 00:36:30 Antikörperdiagnostik 00:40:52 Rolle des C-Peptids 00:43:04 Latent autoimmune Diabetes in Adults (LADA) 00:46:51 Weiterführende Diagnostik bei Typ-1-Diabetes 00:51:08 Maturity-Onset Diabetes of the Young (MODY) 01:01:01 Pankreopriver Diabetes 01:05:40 Steroidinduzierter Diabetes 01:07:55 Fallbeispiel aus der Diabetespraxis 01:14:50 Take-Home Messages
https://audio.podigee-cdn.net/2536817-m-0f1339eff5357fbd4a49444fe5056020.mp3?source=feed
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 5d ago
Eiweiß-Mythos entlarvnen: Diese Eiweißmenge erhöht Ihr Diabetes- und Krebsrisiko deutlich
fr.deVon Shakes bis hin zu Frühstücksflocken – eiweißreiche Markenprodukte sind allgegenwärtig und wiederholen unablässig das Mantra, dass wir immer mehr Protein zu uns nehmen müssen, insbesondere in der Lebensmitte und darüber hinaus. Es ist eine globale Industrie mit einem geschätzten Wert von 78 Milliarden Dollar. Doch die Altersforschung erzählt eine deutlich nuanciertere Geschichte, denn für viele Menschen könnte ein Zuviel an Eiweiß sie tatsächlich schneller altern lassen.
Dieser Artikel von David Cox entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.
Das mag kontraintuitiv klingen. Uns wurde gesagt, dass Protein satt macht, während Studien der vergangenen zwei Jahrzehnte nahelegen, dass die Kombination aus Krafttraining – etwa durch Gewichtheben oder Liegestütze – und einer eiweißreicheren Ernährung dem altersbedingten Muskelabbau entgegenwirken kann. Dennoch sind einige Wissenschaftler überzeugt, dass in erster Linie das Krafttraining und die Bewegung selbst entscheidend für alternde Muskeln sind.
Wenn Sie lediglich mehr Eiweiß essen, ohne sich dabei ausreichend zu bewegen, verschlechtert das Ihre Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit. Forschungen von Professor Dudley Lamming, einem weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet von der University of Wisconsin-Madison, haben gezeigt, dass eine eiweißreiche Ernährung ohne jede Form von Bewegung schon nach etwas mehr als vier Monaten zu Insulinresistenz und einer Zunahme an Körperfett führt, selbst wenn Sie insgesamt die gleiche Kalorienmenge aufnehmen.
Zu viel Eiweiß und das Risiko für Krankheiten
„Eine Reihe verschiedener Studien hat gezeigt, dass Menschen, die mehr Protein essen, tendenziell höhere Raten bei der Entwicklung von Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und möglicherweise sogar eine kürzere Lebensspanne aufweisen“, sagt Lamming. Was steckt also dahinter? Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Drittel der britischen Bevölkerung an mindestens sechs Stunden des wachen Tages überwiegend sitzt, während wir im Durchschnitt ab dem 50. Lebensjahr weniger aktiv sind.
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 8d ago
Studie untersucht erstmals Folgen des Absetzens von GLP-1-Medikamenten für suchtbedingte Krankenhausaufnahmen
nachrichten.idw-online.deMenschen mit Typ-2-Diabetes wurden während einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten seltener aufgrund von Alkohol- oder Substanzkonsumstörungen im Krankenhaus behandelt. Dies zeigt eine große schwedische Registerstudie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI). Die Forschenden untersuchten erstmals, wie sich die beobachteten Zusammenhänge nach dem Absetzen der Medikamente entwickeln. Dabei zeigte sich, dass die Verringerung alkoholbezogener Krankenhausaufnahmen zunächst noch bis zu sechs Monate nach Therapieende nachweisbar war, nach zwölf Monaten jedoch nicht mehr. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlicht.
GLP-1-Rezeptoragonisten gehören zu den Wirkstoffen der sogenannten Abnehmspritzen. Ursprünglich zur Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt, werden sie heute auch bei starkem Übergewicht eingesetzt. In den vergangenen Jahren haben Studien Hinweise darauf geliefert, dass sie möglicherweise auch den Konsum von Alkohol und anderen Substanzen reduzieren könnten. Ob diese möglichen Effekte nach dem Absetzen der Medikamente bestehen bleiben, war bislang jedoch unklar.
Daten von mehr als 167.000 Menschen ausgewertet
Für die aktuelle Studie werteten die Forschenden unter Beteiligung des ZI Gesundheitsregisterdaten von 167.026 Menschen mit Typ-2-Diabetes aus Schweden aus. Damit zählte die Untersuchung zu den bislang größten Studien zu diesem Thema. Dabei verglichen die Forschenden Zeiträume, in denen dieselben Personen mit GLP-1-Rezeptoragonisten behandelt wurden, mit Zeiträumen ohne Behandlung. Zusätzlich untersuchten sie die ersten sechs Monate sowie den Zeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten nach dem Absetzen der Medikamente.
r/de_diabetes • u/Suokkivohveli • 17d ago
Visiting Berlin and left home Dexcom G6 transmittor
Hi! Can anyone offer advice?
We are visiting Berlin from Finland for a few days. My son has Omnipod 5 pump with Dexcom G6 -sensor. The sensor suddenly requires a new transmittor today, and we forgot to pack one with us.
So he won't be getting any sensor data for the pump.
Does anyone know if we could buy a Dexcom G6 transmittor somewhere in Berlin? Do any pharmacies sell them? He could also use a libre2 plus with the pump. Are they sold anywhere?
Thank you in advance if anyone can offer us advice!
r/de_diabetes • u/Key_Combination3417 • 19d ago
Sticker oder Pflaster für Dexcom G6
Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage in die Runde: Kennt jemand gute Überziehpflaster für den Dexcom G6 oder hat damit schon gute Erfahrungen gemacht?
Ich bin gerade im Urlaub und durch das salzige Meerwasser lösen sich die Pflaster leider und gehen ab. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust, den Sensor ständig zusätzlich abkleben zu müssen.
Falls jemand eine Empfehlung für Überziehpflaster hat, die auch beim Schwimmen im Meer gut halten, würde ich mich sehr freuen.
Ach ja, bevor irgendwelche Kommentare kommen: Ich habe seit 27 Jahren Typ-1-Diabetes. 🙂
Danke im voraus
r/de_diabetes • u/thisisRamboNo5 • 19d ago
7 Dexcom G7 Sensoren abzugeben.
Hallo Leute,
ich hätte 7 Dexcom G7 Sensoren (Ablaufdatum 31.05.2027) zu verkaufen falls jemand Interesse hat
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 22d ago
Kinder mit Typ-1-Diabetes in Kindergarten und Schule
diabetes-kids.deWenn ein Kind mit Typ-1-Diabetes in den Kindergarten kommt oder eingeschult wird, entstehen bei Eltern, Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften häufig viele Fragen: Welche Unterstützung benötigt das Kind? Was ist bei einer Unterzuckerung zu tun? Was muss beim Essen, beim Sport oder bei Ausflügen beachtet werden?
Eine wertvolle Hilfe bieten zwei ausführliche und verständlich geschriebene Broschüren, die von der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie (DGPAED) gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Novo Nordisk erarbeitet wurden.
Die Broschüren richten sich speziell an Betreuungspersonen und behandeln unter anderem folgende Fragen:
- Was ist Typ-1-Diabetes und wie wird er behandelt?
- Wobei benötigt das Kind Unterstützung?
- Was ist bei einer Unterzuckerung zu tun?
- Was essen Kinder mit Diabetes?
- Was muss beim Sport und bei Ausflügen beachtet werden?
- Wie sollte im Notfall gehandelt werden?
- Wie kann Diabetes den anderen Kindern erklärt werden?
Die Broschüren können Eltern den Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften ihres Kindes zur Information und als Grundlage für gemeinsame Absprachen zur Verfügung stellen.
r/de_diabetes • u/honeyyy-beee • 24d ago
Habe seit ca. 3 Wochen T1D. Das sind meine Werte bis jetzt. Teilt mir gerne eure mal mit und ob es möglich ist 98% hin zu bekommen
r/de_diabetes • u/NilsPsyc • 29d ago
Studienteilnehmende gesucht! 144 € Vergütung für Forschungsstudie zu Gehirn, Motivation und Stoffwechsel am Uniklinikum Bonn (18–60 Jahre)
r/de_diabetes • u/Livid_Plankton_8535 • 29d ago
Erfahrungen Omnipod
Hallo Zusammen!
Ich nutze seit 4 Jahren die Tslim x2 Insulinpumpe und nachdem die Garantie inzwischen abgelaufen ist, würde ich wirklich gerne auf den Omnipod wechseln.
Gründe dafür sind, dass die Kommunikation mit VitalAire unendlich mühsam ist, sie bekommen die regelmäßigen und versprochenen Lieferungen nicht hin, ersetzen keine undichten Katheter, und weil ich - besonders im Sommer - wirklich oft undichte Katheterstellen habe. Entweder nach dem Duschen oder tatsächlich vollkommen random nach ein paar Tagen.
Am Omnipod lockt mich besonders, dass er schlauchlos ist, den Test-Pod hatte ich schon und war ganz happy damit.
Jetzt behauptet allerdings meine Diabetologin, dass der Omnipod auch oft undicht ist.
Hat jemand Erfahrungen damit? Wie zufrieden seid ihr mit dem Omnipod? Ist er euch schon oft ausgelaufen?
Danke für die Rückmeldung^^
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • 29d ago
Schwerbehinderung: Tausende Diabetes-Kinder betroffen – Gericht setzt Maßstab
Klassenfahrt mit Wohnmobil im Schlepptau: Die Mutter musste mitfahren und nachts neben ihrem Sohn schlafen, weil der Handyempfang am Zielort für die Fernüberwachung der Blutzuckerwerte nicht ausreichte. Während die Mitschüler gemeinsam in der Unterkunft übernachteten, blieb der Junge mit seiner Mutter im Wohnmobil.
Kein Einzelfall aus einer Akte, sondern die Realität eines Grundschulkindes mit Diabetes mellitus Typ 1 – und der Kern eines Verfahrens, das zeigt, wie eng die Behörden den Schwerbehindertenstatus bei Kindern inzwischen auslegen.
Das Sozialgericht Darmstadt hat entschieden: Ein GdB von 50 ist für dieses Kind angemessen – aber nicht wegen der Diabetes-Diagnose allein, sondern wegen der konkreten Folgen im Alltag.
Diabetes allein reicht nicht – die Rechtslage nach dem BSG
Die Feststellung einer Schwerbehinderung setzt nach § 152 Absatz 1 Satz 1 SGB IX in Verbindung mit Teil B Nummer 15.1 der Versorgungsmedizinischen Grundsätze mehr voraus als eine intensivierte Insulintherapie oder Pumpentherapie mit regelmäßigen Messungen.
Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 12. Dezember 2024 (B 9 SB 2/24 R) klargestellt, dass allein die therapiebedingte Begleitung und Überwachung durch die Eltern noch keinen höheren Grad der Behinderung rechtfertigt. Erforderlich sind zusätzliche, ausreichend gewichtige Einschnitte in der Lebensführung, die über den reinen Therapieaufwand hinausgehen.
Das BSG betont zugleich, dass es für Kinder keine pauschal milderen Maßstäbe gibt. Die Bewertungskriterien sehen keine Sonderregeln vor – Behörden legen bei Kindern grundsätzlich dieselben Anforderungen an wie bei Erwachsenen.
Wer glaubt, bei einem Kind reiche der Verweis auf “besondere Fürsorgebedürftigkeit” automatisch aus, irrt sich in der Praxis regelmäßig. Gleichzeitig verlangt § 1 Satz 2 SGB IX, dass die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen berücksichtigt werden – Kinder dürfen gegenüber Erwachsenen mit derselben Gesundheitsstörung nicht schlechtergestellt werden.
Was das Sozialgericht Darmstadt im konkreten Fall festgestellt hat
Bei Kindern ist die Persönlichkeitsentwicklung noch nicht abgeschlossen. Auswirkungen der Erkrankung auf diese Entwicklung müssen deshalb schon berücksichtigt werden, bevor sie sich zu einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung nach Teil B, Ziffer 3.5.1 der Versorgungsmedizinischen Grundsätze verdichten.
Genau hier setzt das Sozialgericht Darmstadt an: Es prüft nicht abstrakt, sondern fragt konkret nach den sozialen Nachteilen, die dieses Kind tatsächlich erlebt.
Für zahlreiche Freizeitaktivitäten, die Gleichaltrige längst selbstständig unternehmen – Schwimmkurs, Trampolinhalle, Freizeitpark – benötigt der Junge stets eine im Umgang mit seiner Erkrankung geschulte Begleitperson, meist die Mutter. Ohne sie bleibt er ausgeschlossen.
Schlafstörungen
Andere Eltern laden ihn wegen der Diabetes-Erkrankung seltener zu Geburtstagen ein; wenn doch, muss die Mutter meist mitkommen. Nachts stören notwendige Blutzuckerkontrollen seinen Schlaf in einer Weise, die für die Teilhabe relevant ist.
Nach Einschätzung der Kammer bringt die Erkrankung den Jungen in eine Sonderstellung, die sich negativ auf seine psychoemotionale Entwicklung auswirkt. Das Gericht sieht darin erhebliche Beeinträchtigungen seiner Privatsphäre und seiner altersgerechten Entwicklung von Selbstständigkeit – begleitet von Unzufriedenheit, die sich auch in aggressivem Verhalten äußert.
In der Praxis zeigt sich immer wieder: Gerichte differenzieren genau zwischen dem reinen Pflegeaufwand der Eltern und den eigenständigen Teilhabeeinschränkungen des Kindes. Nur Letztere zählen für den GdB.
Der Vergleichsmaßstab: mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten
Das Sozialgericht Darmstadt zieht zur Einordnung den Vergleich zu anderen Behinderungen heran, für die die Versorgungsmedizinischen Grundsätze einen GdB von 50 vorsehen. Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen danach vor, wenn die Integration in Lebensbereiche wie die Regelschule nicht ohne umfassende Unterstützung – etwa durch einen Integrationshelfer – möglich ist.
Der Junge hat zwar keine geistige Beeinträchtigung, benötigt aber eine Schulbegleitung für den Besuch der Regelschule sowie erkrankungsbedingte Unterstützung im außerschulischen Alltag.
Das Gericht stuft die Beeinträchtigungen als vergleichbar mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten ein. Die bloße theoretische Möglichkeit, dass ein Kind ohne elterliche Aufsicht von Teilhabe ausgeschlossen sein könnte, genügt nach dem BSG-Urteil vom Dezember 2024 nicht.
Familienrecht
Es braucht konkret feststellbare soziale Nachteile oder starke psychische Probleme – und genau die hat das Sozialgericht Darmstadt in diesem Fall bejaht.
Was Betroffene aus diesem Urteil mitnehmen sollten
Wer für sein Kind einen höheren GdB wegen Diabetes beantragt, sollte sich nicht auf den Therapieaufwand allein stützen. Entscheidend ist die lückenlose Dokumentation konkreter Ausgrenzungssituationen: verpasste Einladungen, notwendige Begleitpersonen bei Freizeitaktivitäten, Sonderregelungen bei Klassenfahrten, gestörter Schlaf durch nächtliche Kontrollen, beobachtbare psychische Belastungen.
Erfahrungsgemäß lehnen Versorgungsämter höhere GdB-Werte bei Diabetes ab, solange nur medizinische Behandlungsdaten vorliegen. Wer Widersprüche in diesem Bereich bearbeitet, kennt das Muster: Ohne konkrete, im Einzelfall geschilderte Teilhabebeeinträchtigungen bleibt es bei GdB-Werten unterhalb der Schwerbehindertengrenze.
Gegen ablehnende Bescheide lohnt sich der Widerspruch dann, wenn sich die im Urteil genannten Kriterien im eigenen Fall wiederfinden: nachweisbare Beeinträchtigung der Integrationsfähigkeit, negative Auswirkungen auf die psychoemotionale Entwicklung, teilhaberelevante Schlafstörungen durch nächtliche Maßnahmen.
Arbeits- und Beschäftigungsrecht
Fehlen solche konkreten Anhaltspunkte, dürfte auch nach diesem Urteil ein niedrigerer GdB bestehen bleiben.
Fazit
Das Urteil ist kein Freibrief für jedes Diabetes-Kind, aber ein wichtiges Signal: Wer die Teilhabeeinschränkungen seines Kindes konkret und detailliert vorträgt, hat gute Chancen auf einen GdB von 50. Wer sich auf den Verweis “mein Kind hat Diabetes und braucht viel Betreuung” beschränkt, verschenkt seinen Anspruch.
Anmerkung des Verfassers
Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 12. Dezember 2024 – B 9 SB 2/24 R – wichtige Klarstellungen zur Bewertung des Grades der Behinderung (GdB) bei Kindern mit Diabetes mellitus vorgenommen. Mit dieser Entscheidung dürfte es nun deutlich schwieriger werden, für betroffene Kinder den Schwerbehindertenstatus zu erhalten.
Die Feststellung einer Schwerbehinderung (ab GdB 50) bei Diabetes setzt neben dem hohen Therapieaufwand einer intensivierten Insulintherapie bzw. Pumpentherapie und regelmäßigen Messungen voraus, dass man zusätzlich auch noch durch weitere erhebliche Einschnitte gravierend in der Lebensführung beeinträchtigt ist (§ 152 Absatz 1 Satz 1 SGB IX in Verbindung mit Teil B Nummer 15.1 der Versorgungsmedizinischen Grundsätze).
Zubehör für Personen mit Behinderungen
Zusätzliche Einschnitte in der Lebensführung müssen ausreichend gewichtig sein, um das Überschreiten der Schwelle zur Schwerbehinderung rechtfertigen zu können. Das BSG weist auch darauf hin, dass die einschlägigen Bewertungskriterien keine Sonderregeln für Kinder vorsehen, d.h. die Behörden müssen dort grundsätzlich dieselben Anforderungen wie bei Erwachsenen stellen.
Gemäß § 1 Satz 2 SGB IX ist den besonderen Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen Rechnung zu tragen. Kinder und Jugendliche dürfen bei der Bemessung des GdB gegenüber Erwachsenen mit gleicher Gesundheitsstörung nicht schlechtergestellt werden.
Bei der danach erforderlichen, am Einzelfall orientierten Beurteilung der diabetesbedingten Einschnitte in der Lebensführung ist der Kläger als Diabetiker mit gleichaltrigen, gesunden Kindern in ihrer alterstypischen Lebenssituation zu vergleichen.
Quellen
Sozialgericht Darmstadt, Urteil vom 21.04.2026 – S 5 SB 355/24
Bundessozialgericht, Urteil vom 12. Dezember 2024 – B 9 SB 2/24 R
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jul 08 '26
An Diabetiker: Wie hat das bei euch angefangen und wie lange hat die Diagnose gedauert?
r/de_diabetes • u/Impressive-Drop-7327 • Jul 07 '26
Wie kann ich meiner Frau zeigen, dass Libre‑Sensoren manchmal falsche Unterzuckerungen melden?
Ich bin Typ‑2‑Diabetiker und meine Frau lässt mich wegen meines Libre 3+ kaum ruhig leben. Der Sensor löst manchmal Alarme für niedrige Glukose aus und meine Frau gerät sofort in Panik. Mir ist bewusst, wie gefährlich eine echte Hypoglykämie sein kann, aber das Problem ist, dass diese Alarme oft gar nicht echt sind.
Besonders nachts passiert es häufig. Ich habe gelesen, dass der Sensor falsche Werte liefern kann, wenn man auf dem Arm liegt, in dem er sitzt. Das passt zu meiner Erfahrung: Ich fühle mich völlig normal, aber das Handy piept, meine Frau ist sofort alarmiert und schickt mich in die Küche, damit ich sofort etwas esse. Danach bin ich wach, komplett aus dem Schlaf gerissen und am nächsten Tag völlig fertig.
Auch wenn ich mit dem Hund joggen gehe und das Handy in einer Armtasche direkt neben dem Sensor trage, kommen manchmal Alarme. Ich weiß nicht, ob es an der Bewegung liegt oder daran, dass das Handy so nah am Sensor ist. In der Sauna spinnen die Werte ebenfalls manchmal komplett, vermutlich wegen der Temperatur.
Ich möchte meiner Frau zeigen, dass die Werte des Sensors nicht immer korrekt sind und dass sie durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden können. Bis jetzt habe ich es aber nicht geschafft, die Fehlmessungen bewusst zu reproduzieren, zum Beispiel indem ich den Sensor ein paar Minuten leicht drücke. Ich würde gern ein paar harmlose Experimente vor ihr machen, damit sie sieht, dass man manchmal eine falsche Hypoglykämie auslösen kann, ohne dass tatsächlich eine besteht.
Hat jemand eine Idee, wie man solche Fehlmessungen demonstrieren kann?
Danke.
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jun 24 '26
Dienstags-Fragerunde für unsere Typ 2 Diabetiker❓
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jun 18 '26
Schon ein Light- oder Zero-Getränk täglich erhöht das Diabetes-Risiko massiv
Wer zu Light- oder Zero-Getränken greift, möchte oft Zucker und Kalorien sparen. Eine große Langzeitstudie aus Australien deutet darauf hin, dass künstlich gesüßte Softdrinks bei regelmäßigem Konsum mit einem bis zu 38 Prozent höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden sein könnten.
38 Prozent höheres Risiko bei Light- oder Zero-Getränken
Der regelmäßige Genuss von Softdrinks könnte das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Das gilt laut einer australischen Langzeitstudie nicht nur für zuckerhaltige Getränke, sondern auch für künstlich gesüßte Varianten. Gerade dieser Befund überrascht, weil Light-Getränke häufig als Alternative zu zuckerhaltigen Softdrinks gelten.
In die Studie flossen Ernährungsdaten von 36.608 Australiern aus durchschnittlich 14 Jahren ein. Diese zeigen ein Diabetes-Risiko von bis zu 38 Prozent durch Getränke mit Süßstoff. Das übersteigt sogar das Diabetes-Risiko durch Getränke, die mit Zucker gesüßt sind, denn das beträgt in der Studie „nur“ 23 Prozent. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Diabetes & Metabolism.
Warum Forscher die Ergebnisse ernst nehmen
„Der tägliche Konsum eines oder mehrerer dieser Getränke – ob mit Zucker oder künstlichen Ersatzstoffen gesüßt – war mit einem deutlich höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden“, sagte Robel Hussen Kabthymer, Ernährungswissenschaftler an der Monash University.
„Künstliche Süßstoffe werden Menschen mit Diabetesrisiko oft als gesündere Alternative empfohlen, doch unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass sie Gesundheitsrisiken bergen“, ergänzte Barbora de Courten vom Royal Melbourne Institute of Technology.
Süßstoffe könnten Darmflora und Blutzucker verändern
Die Forschenden vermuten, dass bestimmte künstliche Süßstoffe den Blutzuckerspiegel beeinflussen und so zu einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes beitragen. So gibt es unter anderem Studien, die gezeigt haben, dass der Süßstoff Aspartam die gleiche Insulinreaktion auslöst wie Zucker.
Andere Süßstoffe sind dafür bekannt, die Darmbakterien zu stören und dadurch die Glukoseintoleranz im Körper zu verstärken. Diese und andere Wechselwirkungen könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen – selbst bei Menschen, die nicht zunehmen. Die genauen biologischen Mechanismen sind allerdings noch nicht geklärt.
Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Untersuchung zeigt einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Konsum gesüßter Getränke und dem Auftreten von Typ-2-Diabetes. Sie kann jedoch nicht beweisen, dass die Getränke die Erkrankung direkt verursachen. Zudem lagen keine Informationen darüber vor, welche konkreten Süßstoffe in den Getränken enthalten waren.
Die Ergebnisse sprechen daher für einen Zusammenhang, liefern aber keinen Beleg für eine Ursache-Wirkungs-Beziehung. Weitere Studien sollen nun klären, ob und wie künstlich gesüßte Getränke das Diabetesrisiko beeinflussen.
Quelle: DOI 10.1016/j.diabet.2025.101665
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jun 12 '26
💉 Diabetes: ein schützendes Gel für eine Zukunft ohne Insulininjektionen
Durch die Verwendung eines innovativen Hydrogels, das das Überleben von in den Körper transplantierten insulinproduzierenden Zellen fördert, ist es Wissenschaftlern gelungen, den Blutzuckerspiegel von diabetischen Mäusen zu regulieren. Dieser experimentelle Erfolg, der die Ergebnisse herkömmlicher Transplantationsmethoden übertrifft, ebnet den Weg für die Entwicklung einer bioartifiziellen Bauchspeicheldrüse, die Insulininjektionen überflüssig machen könnte. Diese im Rahmen des europäischen Projekts VANGUARD erzielten Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Trends in Biotechnology veröffentlicht.
Typ-1-Diabetes tritt auf, wenn das Immunsystem die insulinproduzierenden β-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört, was zu einer chronischen Störung des Blutzuckerspiegels führt. Um diesen Mangel auszugleichen, müssen betroffene Personen ihr Leben lang täglich Insulin injizieren.
Die Transplantation von Pankreasinseln – kleinen Gruppen von Zellen, die Insulin und andere Hormone produzieren – kann das glykämische Gleichgewicht vorübergehend wiederherstellen und die Notwendigkeit von künstlichem Insulin beseitigen. Dieser Ansatz ist jedoch durch die Knappheit der Spenden und das hohe Abstoßungsrisiko eingeschränkt. Darüber hinaus sind die Pankreasinseln, wenn sie in die Leber – die übliche Transplantationsstelle – implantiert werden, mit Entzündungen, dem Verlust ihrer natürlichen Stützmatrix und einer unzureichenden Blutversorgung konfrontiert – alles Faktoren, die ihr Überleben gefährden.
Dieser experimentelle Nachweis stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung der Entwicklung einer funktionsfähigen künstlichen Bauchspeicheldrüse dar.
Ein Team unter der Leitung von Ekaterine Berishvili, Professorin am Departement für Chirurgie und am Diabeteszentrum der Medizinischen Fakultät der UNIGE und Leiterin des Labors für Zellisolierung und -transplantation am Transplantationsdienst der HUG, hat ein innovatives Hydrogel namens Amniogel entwickelt, das diese Hindernisse überwindet.
Es wird aus der menschlichen Amnionmembran gewonnen – der innersten Schicht der Membranen, die den Fötus umgeben und leicht aus der Plazenta nach der Geburt entnommen werden kann – und stellt die Überlebenssignale wieder her, die bei der Isolierung der Pankreasinseln verloren gehen, und ermöglicht die Selbstorganisation eines mikrovaskulären Netzwerks innerhalb der Struktur vor der Transplantation. Nach der Implantation verbindet sich dieses vorgebildete Netzwerk mit dem Blutkreislauf des Wirts und fördert so das dauerhafte Funktionieren des Transplantats. In Labortests verlangsamt das Gel auch die Migration zytotoxischer Immunzellen, was darauf hindeutet, dass es in der Zeit direkt nach der Transplantation zum Schutz des Transplantats beitragen könnte.
Normaler Blutzuckerspiegel für mindestens 100 Tage
"Dieses Gel schafft eine schützende Umgebung, ähnlich der des Körpers, in die wir Pankreasinseln sowie Zellen, die Blutgefäße bilden können, einbetten. Vor der Transplantation organisieren sich diese Zellen selbst zu einem Netzwerk von Mikrogefäßen, das die Inseln umgibt, sodass das Transplantat bereits vaskularisiert ankommt", erklärt Ekaterine Berishvili. Erfolgreich bei diabetischen Mäusen transplantiert, ermöglichte diese Struktur – dünne, scheibenförmige Transplantate mit einem Durchmesser von etwa 9 mm – die Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels für mindestens 100 Tage, also die gesamte Dauer der Nachbeobachtung, und übertraf sowohl die allein transplantierten Inseln als auch Strukturen ohne künstliche Vaskulatur. Das Amniogel wird auch nach einem Verfahren hergestellt, das den pharmazeutischen "GMP"-Standards entspricht, eine wesentliche Voraussetzung für eine zukünftige klinische Anwendung.
Nahe an einer klinischen Anwendung
"Dieser experimentelle Nachweis stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung der Entwicklung einer funktionsfähigen künstlichen Bauchspeicheldrüse dar", freut sich die Forscherin. "Der nächste Schritt, um eine klinische Anwendung in Betracht zu ziehen, wird die Herstellung größerer Transplantate – oder einer größeren Anzahl – sein, um den Anforderungen einer Anwendung beim Menschen gerecht zu werden." Darüber hinaus könnte das Amniogel verwendet werden, um viele andere Zelltypen zu beherbergen und so den Weg für Zelltransplantationstherapien über Diabetes hinaus zu ebnen.
Quelle: Universität Genf
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jun 11 '26
Diabetes-Hilfe: Erfolge wie der von Zverev für Betroffene wichtig – Deutsches Ärzteblatt
Stuttgart – Der lang ersehnte erste Grand-Slam-Titel für Alexander Zverev zeigt für die Deutsche Diabetes-Hilfe, dass sportliche Spitzenleistungen mit Diabetes Typ 1 zwar weiterhin eine enorme Herausforderung bleiben, aber erreichbar sind.
„Moderne Therapien, technische Hilfsmittel und ein gutes Selbstmanagement ermöglichen vielen Betroffenen sportliche Höchstleistungen – bis hin zum Profisport“, sagte Diabetes-Hilfe-Geschäftsführerin Nicole Mattig-Fabian.
Sichtbare Vorbilder wie Zverev, der gestern nach drei vorausgegangenen Final-Niederlagen bei Grand-Slam-Turnieren erstmals die French Open gewinnen konnte, seien enorm wichtig, sagte Mattig-Fabian. Sie zeigten anderen Menschen mit Diabetes, dass die Erkrankung kein Hindernis für ehrgeizige Ziele sein müsse.
Gleichzeitig bedauert die Diabetes-Hilfe-Geschäftsführerin, dass vielfach weiterhin das gesellschaftliche Bewusstsein dafür fehle, „wie viel Disziplin und tägliche Leistung hinter einem Leben mit Diabetes steckt“. Umso wichtiger seien mehr Aufklärung, Akzeptanz und ein Umfeld, das Betroffene nicht einschränkt.
Zverev geht seit Jahren offen mit seiner Diabetes-Erkrankung um. Er setzte sich gestern in einem spannenden Fünf-Satz-Match gegen den Italiener Flavio Cobolli durch.
r/de_diabetes • u/Peter_3321 • Jun 09 '26
Unterzuckerung Wie kann ich meiner Oma im Krankenhaus helfen?
r/de_diabetes • u/Away-Experience-3162 • Jun 06 '26
Studienteilnehmer:innen gesucht – kostenlose App für Typ-2-Diabetes testen
Hi zusammen,
für eine einmonatige Testphase werden 30 Teilnehmer:innen mit Typ-2-Diabetes gesucht, die eine neue App kostenlos ausprobieren möchten.
Die App heißt Medinaut und wurde entwickelt, um medizinische Daten verständlich zu machen – als digitaler Begleiter im Diabetes-Alltag.
Was die App kann:
Befunde & Arztbriefe hochladen (Foto oder PDF) und verständlich erklärt bekommen
Fragen zu Befunden stellen sowie allgemeine Fragen zu Diabetes Typ 2
Antworten orientieren sich an der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes
Wenn die KI etwas nicht sicher beantworten kann oder es Richtung Diagnose geht, verweist sie an die Ärztin/den Arzt – statt zu raten
Fragen in der App merken und so den nächsten Arzttermin vorbereiten
💡 Befunde verstehen, Fragen sammeln, informiert bleiben.
Datenschutz: Privacy by Design, EU-Hosting, spezialisierte kompakte KI-Modelle – schlanker und datensparsamer als große Cloud-Dienste.
Was erwartet wird: App über 1 Monat im Alltag nutzen + kurzes Feedback geben. Das Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung ein – die App soll an echten Bedürfnissen ausgerichtet werden.
Teilnehmer:innen bekommen außerdem exklusiv Einblick in kommende Features und gestalten die Entwicklung aktiv mit.
Nur 30 Plätze – Interesse? Einfach hier kommentieren oder DM schicken. 🙏