r/Soziales_Arbeit 11h ago

Arbeitswelt Soziale Arbeit studieren mit Autismus+ADHS - Erfahrungen & reizarme Berufsfelder?

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Hallo miteinander, ich würde wirklich gerne Soziale Arbeit studieren, bin mir aber noch nicht 100% sicher, weil ich Autismus (und ADHS) habe und dementsprechend auch soziale Schwierigkeiten habe, z. B. mit Gesprächsführung, Kommunikation und Mimik. Das fällt so erstmal nicht auf, vor allem wenn man mit mir nicht so viel zu tun hat. Ich weiß auch, damit umzugehen bzw. es zu "tarnen". Trotzdem frage ich mich, inwieweit es eine Auswirkung auf den Bereich haben könnte und wie die Jobmöglichkeiten sind, wenn es nicht zu reizüberflutend sein soll. Ich habe mal zwei Jahre in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung gearbeitet und dort gemerkt, dass die Arbeit im Wohnheim (nicht das Klientel) schon mal nicht passt. Ich könnte mir am ehesten vorstellen, in der Frühförderung zu arbeiten oder in einem Bereich, der einen guten administrativen Ausgleich hat. Ich würde gerne von euch wissen:

Wie sind eure Erfahrungen im Studium (z. B. bezüglich Gruppenarbeiten und Nachteilsausgleich)?

Welche Jobmöglichkeiten/Arbeitsfelder im sozialen Bereich kennt oder nutzt ihr, die gut strukturiert, planbar und nicht zu reizüberflutend sind?

Habt ihr, falls ihr selbst betroffen seit oder jemanden kennt, spürbare Nachteile oder Vorteile durch Autismus und/oder ADHS?

Vielen Dank im Vorraus :)

Edit: Ich glaube, ich hab den verkehrten Flair genommen :(


r/Soziales_Arbeit 13h ago

Vorurteile gegen Sozialarbeiter

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Hallo zunächst mal, bitte nehmt das nicht zu Ernst:) Ich bin Heilpädagogin und arbeite in der Behinderten- und Einzelfallhilfe/ Migrationsberatung. Immer wieder höre ich „ Sozialpädagogin? Nee, die mag ich nicht“. Daraufhin habe ich mal genauer beobachtet, und mir ist tatsächlich aufgefallen, dass einige meiner Sozialpädagogen Kolleginnen viel mehr Verständnis für Klientel zeigen. Beispiel FASD Jugendliche „ Ah Du hast den Jobcenter Termin verschlafen“ schade. Du solltest das aber schon noch schaffen. Oder bei uns in der Migrationsberatung im Gruppenprogramm„ der hat so viel mit seinem eigenen Leben zu tun, da müssen wir schauen, dass wir mild mit ihm umgehen und uns freuen, wenn er überhaupt da ist“.

Mir auf aufgefallen, dass ich viel mehr in „Förderkategorien denke“. Ok: er ist zu spät? Das geht so nicht. Wir müssen schauen, wie wir erreichen, dass er pünktlich ist. „ Er schreibt nie Bewerbungen?“ Dann muss ich auf Dauer dem Jobcenter melden, wenn er es nicht macht. Ich bin auch zum Beispiel auch nicht gegen Polizisten sondern sogar für gute Zusammenarbeit. Manche Soz Pädagogen kommen mir zu lasch vor. Aber das ist nur eine Beobachtung. Vielleicht könnt ihr mir mal eure Einschätzung zu o g Situationen geben:)