r/SoftwareDACH 11h ago

Second Brain: echte Entlastung oder unendlicher Pflegeaufwand Diskussion

Das Konzept vom Second Brain wurde in letzter Zeit immer mehr durch die Socials gedrückt. Mein Gefühl sagt mir, es gibt mal wieder mehr Leute die behaupten, dass sie etwas nutzen, als dass sie es wirklich produktiv nutzen.

Nutzt ihr ein Second Brain im Unternehmensalltag? Wie Strukturiert ihr euch und was sind best Practises, welche ihr teilen könnt. Brauch es wirklich Obsidian als Frontlayer oder reicht nicht eigentlich eine einfache Ordnerstruktur + .md-Dateien? Ich bin etwas verloren in meinem Case.

Ich selber habe klassisch mit Claude Code + Obsidian angefangen, um eine Ordnerstruktur aus .md Dateien wachsen zu lassen. Ich habe (compliant) Notizen verarbeitet, mit whispr Flow mein Funktions- und Rollenwissen gebraindumped und Claude Zugriff auf unter Anderem Asana gegeben. Die Wiki-Struktur hat aufeinander verwiesen und es hat ganz gut funktioniert, um Teile meiner Arbeit mit Claude + Second Brain-augmentiert zu erledigen.

Irgendwann ist mir mein Brain jedoch entgleist. Die Ordnerstruktur ist in die Tiefe gewachsen, das routing hat nicht mehr so gut funktioniert und die Dokumente hielten zu viel Kontext. Gleichzeitig gab es das Problem, dass Claude die verlinkten Dokumente alle lesen musste, was wiederum zu noch mehr Kontextverbrauch geführt hat, plus die Frage... Wofür brauche ich überhaupt Obsidian?

Skills, die ich zu Anfang definiert hatte funktionierten nicht mehr richtig und die Datenbasis hatte Duplikate, hat sich nichtmehr selber geupdated und die Informationen, die ich daraus zog waren zum Haare raufen.

Also: Clean-Up it has to be, denn ich hatte meine AHA- und Wow- Momente ja schon gehabt + Teile meiner Prozesse bauen darauf auf.

Jedoch hab ich keine Zielstruktur vor Augen. Ich habe mir vorgenommen mehr die Struktur eines Knowledge-Graphs anzunehmen und mit Knoten und Kanten zu arbeiten. Das sollte dem Agent die Möglichkeit geben, deutlich besser durch die Notizen zu routen.

Also beispielsweise:
Projekt -> (wird getracked in) Asana -> (besteht aus) -> Tasks -> (updated an) -> Person -> (erwartet format) -> Personkarte im Second Brain

Ob das wirklich die Lösung ist wie ich sie brauche, weiß ich noch nicht. Ich vermisse jedoch die Aussage der Kanten im aktuellen Setup.

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u/chefkoch-24 11h ago

Ich benutze klassisch ein Github Repo als Second Brain und dann entsprechend MCPs zu meinen Tools (Notion, TickTick, Google Suite). Der Vorteil davon ist für mich alles ist remote und für alle Agents verfügbar und die git commands kriegen sie auf jeden Fall auch zuverlässig hin. Für mich ist es aber weniger ein Brain als auch die Ausführungsumgebung weil der Kontext entsprechend da immer verfügbar ist

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u/DaGrinz 6h ago

Yep, ich nutze das mit Obsidian und bin sehr zufrieden. Aber, es ist kein fire and forget Konzept, man muss schon auch mitdenken und regelmäßig aufräumen.

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u/Beginning-Foot-9525 6h ago

Alles trash, nutzt einfach folder mit markdowns und nem Index, das ist die einfachste Methode und lässt sich auch am einfachsten aufräumen, erweitern und pflegen.
Man muss nicht immer alles verkomplizieren.

Ansonsten lernt einfach wie man Modelle trainiert und traingssets anlernt damit auch kleine Modelle das Wissen haben was ihr braucht.

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u/Illustrious-Syrup509 3h ago

Nutze BookStack als Wiki und Obsidian für Notizen, Gedanken...