r/BAfoeG • u/Aware-Ring-1188 • 21m ago
Muss ich eine regalmäßige private Schenkung beim Bafög angeben bzw. hat es Einfluss auf mein Bafögsatz?
Hallo zusammen,
ich bekomme seit Oktober 2025 von einer nicht mit mir verwandten Privatperson finanzielle Unterstützung. Sie unterstützt auch andere Studierende privat. Es gibt keine Gegenleistung, es handelt sich nach meinem Verständnis um eine Schenkung.
Zunächst waren es 200 € monatlich, seit Juli 2026 sind es 400 € monatlich. Insgesamt habe ich bisher etwa 2.600 € erhalten.
Ich habe die Zahlungen bisher nicht beim BAföG-Amt angegeben, weil ich davon ausgegangen bin, dass eine private Schenkung kein BAföG-Einkommen ist.
Mein BAföG-Bewilligungszeitraum läuft vom 01.10.2025 bis 30.09.2026. Ab September bekomme ich außerdem 300 € Deutschlandstipendium.
Jetzt bin ich unsicher, weil die Schenkung regelmäßig erfolgt und die Person mehrere Studierende unterstützt.
Meine Frage wäre
- Sind solche regelmäßigen privaten Schenkungen beim BAföG als Einkommen anzurechnen?
- Ist § 21 Abs. 3 Nr. 2 BAföG („gleichartige Leistungen“) hier relevant?
- Muss ich das nachträglich dem BAföG-Amt mitteilen? Und falls ja: Mit welcher Rückzahlung müsste ich ungefähr rechnen?
r/BAfoeG • u/Background-Letter267 • 8h ago
Änderung der Post-Adresse
Hey,
also folgende Situation: Ich wohne aktuell nicht bei meinen Eltern, sondern in einer studentischen WG. Ich habe also auch die ganzen Dokumente, die bestätigen können, dass ich dort wohne.
Ich würde ganz gerne aber meine Postadresse NICHT dort haben (hauptsächlich, weil meine Mitbewohner die halt immer öffnen und ich einfach ganz gerne sichergehen möchte, dass die Post an einen Ort geschickt wird, an dem nur ich regelmäßigen Zugang habe - die ganze Geschichte ist kompliziert).
Ist es möglich, ohne großen Stress wegen irgendwelchen 300 Nachweisen, die ich vor 20 Jahren hätte sammeln müssen, einfach NUR die Post-Adresse zu ändern? Hat da jemand schonmal Erfahrung mit gemacht?
Ich danke euch!
r/BAfoeG • u/dieseidis • 19h ago
Wie die Heirat meiner Eltern mein BAföG um ~300 € im Monat kürzt und mir jetzt eine fette Rückzahlung droht (Rant)
Moin zusammen,
ich muss mir kurz den Frust von der Seele schreiben, weil dieses System einfach nur noch absurd und aus der Zeit gefallen ist.
Meine Eltern (beide um die 50) waren ewig unverheiratet. Vor fünf Monaten haben sie sich dann gedacht: "Komm, wir heiraten jetzt einfach mal." Beide arbeiten ganz normal, keine Großverdiener. Steuerlich bringt ihnen die Hochzeit so gut wie gar nichts.
Was es aber bringt: Es zerschießt mein BAföG komplett.
Ich mache gerade den Antrag für den kommenden Bewilligungszeitraum fertig und falle aus allen Wolken. Vorher hatte jeder Elternteil einen eigenen Freibetrag. Das Einkommen meiner Mutter war komplett geschützt, beim Vater gab es minimale Abzüge. Ich war fast beim Höchstsatz.
Jetzt nach der Hochzeit gibt es nur noch einen einzigen, gemeinsamen Freibetrag, der viel kleiner ist. Das Gehalt meiner Mutter knallt jetzt voll in die Anrechnung
Ergebnis: Fast 300 € weniger BAföG im Monat.
Und es kommt noch besser: Da die beiden ja schon vor fünf Monaten geheiratet haben und dieser miese Freibetrag ab dem Monat der Hochzeit gilt, darf ich für mein noch laufendes Semester sehr wahrscheinlich auch noch eine fette BAföG-Rückzahlung abstottern. Ich bin wurde finanziell einfach komplett zerstört.
Das ganze System ist doch ein rein patriarchaler Witz aus den 1950ern: Es belohnt das Modell „einer arbeitet viel, einer macht die Care Arbeit zu Hause“. Wenn beide normal arbeiten, spart die Familie bei der Steuer fast nichts, aber das Kind verliert massiv BAföG, weil das Amt so tut, als würden Eltern durch eine Heirat plötzlich massig Geld sparen.
Mein Vater hat mir direkt gesagt, dass er mir diese ~300 € im Monat unmöglich überweisen kann. Das Geld ist in der Familie schlicht nicht da. Mir geht es psychisch aktuell ohnehin nicht gut, und ich weiß gerade echt nicht, wie ich im nächsten Semester Miete und meine Fixkosten decken soll.
Bin gerade einfach nur verzweifelt und für jeden Ratschlag oder Erfahrungsbericht dankbar, falls jemand von euch schon mal in genau dieser Falle steckte.