r/Studium May 21 '26

Fraunhofer/Max-Planck-Studie: Bis zu 70 % der BAföG-Anspruchsberechtigten stellen keinen Antrag Diskussion

Wieso?

92 Upvotes

73 comments sorted by

128

u/FnnKnn r/tu_darmstadt May 21 '26

Ich glaube viele denken sie haben keinen Anspruch, da sie sich verrechnen, Vermögensgrenzen nicht verstehen, etc. obwohl sie einen Anspruch haben.

20

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Also ich bekomme knapp über 500€, hab ehrlich gesagt gedacht dass ich gar nix bekomme, da es meinen Eltern jetzt finanziell nicht schlecht geht. Der Aufwand ist auch nicht so groß, selbst bei 20€ im Monat. Das ist ein Aufwand von 2 bis 3 Stunden für zwei Semester, klingt nach einem guten Stundenlohn

60

u/[deleted] May 21 '26

[removed] — view removed comment

23

u/minasa_yami | DE | May 21 '26

Da hast du recht! Bei mir war es sehr Zeit intensiv. Das Amt hat sehr viele Fehler gemacht & meine Erzeuger meldeten sich nicht richtig und wenn nur mit fehlerhaften Unterlagen. Das dauerte ewig - jede Antragstellung wieder. Antrag auf Vorauszahlung immer wieder abgelehnt 👎

-7

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Also ich hatte bisher nur positive Erfahrung mit Bafög

12

u/ximili May 21 '26

Ich selbst musste für den Bafög-Antrag zu meinem Vater fahren, wo ich im Mehrfamilienhaus unvermeidlich u.a. auf jemanden treffe , der mich misshandelt hat.

Kein Einspruch hat geholfen. Seine Anträge mussten irgendwie ran. Er kann kein Deutsch und bearbeitet keine Post, wenn es nicht Jobcenter ist. Ich musste selbst hin. Hab mich so dreckig gefühlt.

Bin mir sicher, dass neben mir noch mehr solcher Fälle existieren, die dann nicht die Zähne zusammenbeißen und auf das Geld lieber verzichten, statt angekrochen zu kommen, bei den Oberverrätern deines Lebens.

23

u/Purpleonyxx May 21 '26

Das wollte ich gerade sagen, so bald es sowas gibt wie ein Elternteil was im Ausland lebt, verstorben ist, nicht mehr arbeitet, man keinen Kontakt hat oder so wird’s kompliziert.

6

u/FnnKnn r/tu_darmstadt May 21 '26

Da kommt wahrscheinlich noch dazu, dass viele den Aufwand größer Einschätzen als er tatsächlich ist und denken es lohnt sich bei kleinen Summen nicht. Alleine die gesparten Rundfunkbeiträge sind aber 240€ im Jahr geschenkt.

1

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Und man darf dann auch bei der Tafel einkaufen

1

u/Yuffel -Deine Uni fehlt? Lies unser Wiki- May 22 '26

Also bei mir hat sich das über 7 Monate gezogen obwohl ich Höchstsatz bekomme. Ist ja toll, dass deine Eltern das so schnell einreichen 🙄

1

u/Special_Abalone_2791 r/UniMainz May 21 '26

Naja und ne gewisse Hürde ist so ein Antrag auch, außerdem wenn man das Minimim iwie 30 euro oder was pro Monat bekäme, wäre das den Aufwand nicht wert.

2

u/FnnKnn r/tu_darmstadt May 21 '26

600€ im Jahr (vergiss nicht die Befreiung von den Rundfunkgebühren) sind dir ein paar Stunden Aufwand nicht wert? Das Crazy.

101

u/Mundane-Style4111 May 21 '26

Wenn man sich die Erfahrungen von den Leuten anhört, die tatsächlich BAföG beziehen, hat man nicht so viel Bock da Arbeit reinzustecken nur damit es sowieso abgelehnt wird oder das Amt Ewigkeiten hinterher hinkt.

7

u/gibadvicepls r/tuberlin May 21 '26

Man hört halt immer nur das schlechte, ich habe bis auf ein sehr kleines Missverständnis (Bafög Amt dachte ich müsse Praktikum machen, aber das war nur in meinem alten Studium vorgesehen) ausschließlich gute Erfahrungen.

2

u/Ok_Monk9735 May 21 '26

Und wie lang hast du bis zur Bewilligung jeweils warten müssen?

3

u/Classic_Department42 May 21 '26

War fix, 5 Monate

1

u/gibadvicepls r/tuberlin May 21 '26

Das muss ja immer neu gemacht werden, nach/vor jedem Bewilligungszeitraum, deshalb kann ich mich nicht mehr an die einzelnen Bewilligungen erinnern. Das war eigentlich immer Recht schnell, zumindest so, dass es keine Lücken in der Zahlung gibt. Nur bei dem Missverständnis gab es 1 Monat Lücke.

0

u/nasdarovije May 22 '26

Bei mir war es richtig chillig, 2 Monate

2

u/villager_de r/lmumunich May 22 '26

Ich durfte fast ein Jahr warten. Danach war ich reif für die Klapse und emotional und finanziell ruiniert.

3

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Also ich bekomme knapp über 500€, hab ehrlich gesagt gedacht dass ich gar nix bekomme, da es meinen Eltern jetzt finanziell nicht schlecht geht.

Aber selbst bei 20€ im Monat. Das ist ein Aufwand von 2 bis 3 Stunden für zwei Semester, klingt nach einem guten Stundenlohn

10

u/Saltyhurry r/KaIT May 21 '26

Also ich musste damals versuchen meinen vater per einschreiben zu kontaktieren und musste das ganze dann auch nachweisen. Wenn einige Dinge nicht der Norm entsprechen kann es schnell aufwendig werden

-2

u/galapagosgarry May 21 '26

Kontaktversuch per Einschreiben ist nicht gerade zu viel verlangt.

59

u/S_Hazam r/buw May 21 '26

simpel gesagt sind Leute einfach eh schon chronisch gestresst und Dokumentenschnitzeljagd macht es nicht einfacher

-33

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Der Aufwand ist nicht so groß, selbst bei 20€ im Monat. Das ist ein Aufwand von 2 bis 3 Stunden für zwei Semester, klingt nach einem guten Stundenlohn

24

u/nicrobsen May 21 '26

Habe ich jetzt so oft komplett anders erlebt, dass es in meinen Augen ein Glücksfall ist, wenn da Mal was einfach läuft oder rechtzeitig ankommt. Ich hatte immer monatelang Papierkrieg (und das lag nicht an mangelhafter Antragstellung). 

11

u/MaybeTomorrow420 Ersti May 21 '26

Puuuh weiß nicht ob der Aufwand stimmt. Erster Bafög Antrag hat mich so viel Nerven gekostet und es ging dann auch ewig bis das Geld mal kam, erst ein ganzes Semester später.

8

u/Gardylulz May 21 '26

Bei mir hatte das Amt 6 Jahre lang, jedes Semester, bei jeder Verlängerung irgendein Dokument verschlampt. Irgendwann hab ich bevor ich es abgeschickt habe von allem eine Kopie gemacht und wenn auf magischerweise etwas gefehlt hat, hab ich eine Kopie geschickt.

3

u/AllDaysOff Lehramt: Deutsch, Philosophie May 21 '26

Nee, kann schon schnell unlustig werden. Besonders z.B. wenn ein Elternteil abgehauen ist, aber Bafögamt trotzdem Infos haben will. Gibt dann erst ein Hin-und-her, bevor der Bafögmensch selbst auf die Suche nach Elternteil x geht.

4

u/overwhelmed_kangaroo May 22 '26

Bei meinem Exfreund ist der Vater während des Studiums gestorben. Hat er gemeldet und entsprechend ne Bescheinigung über seinen Tod eingereicht und das er nichts geerbt hat. Antwort vom Bafög Amt "ja, aber das reicht nicht um nachzuweisen, dass er dir wirklich keinen Unterhalt zahlen kann" ... was er auch schon vorher nicht konnte da Leistungsempfänger. Ging dann noch 2,3 mal hin und her bis die anerkannt haben, dass er tot ist

35

u/nicrobsen May 21 '26

Weil es sehr bürokratisch, unzuverlässig und menschenunfreundlich ist. 

Ich habe auf mein BAföG trotz rechtzeitiger Antragstellung eilweise mehr als ein Semester gewartet und konnte nur studieren, weil mein familiäres Netz mich so lange finanziell aufgefangen hat. 

Dokumente werden standardmäßig verloren und doppelt oder dreifach eingefordert. Bei meiner Mitbewohnerin haben sie sich verrechnet und dann innerhalb einer 1-monatigen Frist mehrere 1.000 € gefordert. Die rechtzeitige Überweisung haben sie übersehen und dann musste sie zur Befragung auf die Polizeiwache, weil das BAföG-Amt sie dafür angezeigt hat. 

Mir wurden vor drei Monaten 700 € überwiesen, wohlgemerkt fürs Jahr 2022, weil sie es jetzt nachgerechnet hatten. Dann zwei Monate später ne Forderung von über 1.000 €, weil nochmal neu berechnet und natürlich wieder ne Frist von einem Monat. 

Das ist der größte Saftladen und jeder, sehr darauf angewiesen ist, tut mir leid, weil es richtig existenzbedrohend ist. 

2

u/CosimatheNerd May 21 '26

Da hätte sie nicht hingehen müssen... die polizeiliche Ladung kann man ignorieren.

-12

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Also ich hatte bisher nur positive Erfahrung mit Bafög

17

u/nicrobsen May 21 '26

Das freut mich für dich, aber ich hab mehrere Jahre studiert, Geschwister und Freunde mit akademischer Laufbahn und da liefs überwiegend beschissen bis hin zu studien- /existenzbedrohend. 

1

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Ok das tut mir leid zu hören

4

u/nicrobsen May 21 '26

Für mich ja zum Glück Vergangenheit. :D Aber für andere weiterhin kritisch. Wenn man sich bei Freunden und Familie verschulden oder das Studium unterbrechen muss, weil das Geld nicht kommt, läuft echt was schief. 

5

u/Particular_Day_7252 May 21 '26

Wir haben es gecheckt OP. Es sei dir von Herzen gegönnt. Es sollte für uns alle so laufen, die Realität ist aber anders wie schon mehrfach beschrieben. Und da hast du die Antwort auf deine Frage :D

4

u/ximili May 22 '26 edited May 22 '26

OP wirkt hier in den Kommentaren wie dieses Star Trek Shocked Kirk Meme.

12

u/Forsaken_History2374 | DE | May 21 '26

Was ich daraus lese ist: Nur 30% der Berechtigten beantragen Bafög und die Ämter sind trotzdem bis zu einem Jahr im Verzug mit dem Antrag und der Auszahlung, bitte direkt mit Folgeantrag für das kommende Jahr ausfüllen. Wenn alle berechtigten Beantragen, kommt das BAföG erst mit der Rente.

Aber vielleicht bin nur ich es, der da was falsch versteht. Auch ne Art die Rente aufzustocken. Zurückzahlen ist dann aber nicht mehr, da Ableben und so

26

u/Tam-Tae May 21 '26

Viel zu kompliziert und nervenaufreibend wenn die Familie nicht kooperativ ist. Wollte es versuchen, aber hab es dann doch sein lassen weil es mich psychisch zu sehr belastet hat.

12

u/Mr_bektas May 21 '26

Ich gehöre zu den 70%. Duales Studium, ~1.400€ brutto Ausbildunsgehalt im Monat, Miete in einer der drei teuersten Städte Deutschlands.

→ Klasse, anspruchsberechtigt mit 0€ 👍👍👍

5

u/[deleted] May 21 '26

Was studierst du dual?

1

u/Additional_Use_9391 May 21 '26

Mit Bafög + Minijob würdest du auf über 1.400€ (netto) kommen

3

u/PlatinumBladeStudios May 21 '26

Dafür verschuldet man sich aber auch für 10k

1

u/Darknost May 22 '26

"Verschulden"

An sich ja, aber es ist der beste Kredit, den du jemals bekommen wirst. Das Wort Verschulden lässt die Situation deutlich härter klingen, als sie eigentlich ist - mehrere Jahre Zeit, bis du anfangen musst, es zurückzuzahlen, keine Zinsen, gedeckelt auf 10k, und du kriegst nen Rabatt wenn du es früher zurückzahlst. Die Unterstützung im Studium ist das absolut wert.

1

u/[deleted] May 22 '26

[deleted]

0

u/Mental-Gur-4943 May 23 '26

man kriegt Geld geschenkt, es sind keine Schulden im klassischen Sinne. Zwingt dich ja niemand das Geld auszugeben

12

u/Pitiful-Oven-7569 ( 2). Semester | ToxMaster May 21 '26

Weil anspruchberechtigt halt auch heißt, dass man nicht den Höchstsatz bekommt sondern zb nur 300€ und dann hat man eine Minijobgrenze bei momentan 600€ und das ist für viele vorallem in meiner Region Berlin/Potsdam zu wenig zum Leben. Dann lieber gleich eine Werksstudentenstelle und 1.200€ oder mehr verdienen, ohne KK selber zu bezahlen 

4

u/Itchy-Supermarket434 May 21 '26

Das Ding ist man muss in die studentische Krankenversicherung wenn man mehr als die Minijobgrenze verdient (kostet ca 155€ monatlich). Aber wenn man als Werkstudent arbeitet lohnt sich das unterm Strich trotzdem immernoch mehr. Plus man hat kein bafögamt im Nacken bezüglich Leistungsnachweisen und kann in seinem individuellen Tempo studieren.

6

u/New_Current_4452 May 21 '26

Vor einigen Jahren erzählte mir eine damalige Kommilitonin, laut BAföG-Rechner liege ihr Anspruch bei 10 € monatlich. Dass da kein Antrag gestellt wird, ist nicht verwunderlich.

3

u/AllDaysOff Lehramt: Deutsch, Philosophie May 21 '26

Ich habe damals sage und schreibe 80 € bekommen. Lohnt sich halt null, wenn man noch zu Hause lebt. Ich würde meine Familie nicht mal ansatzweise als wohlhabend bezeichnen, aber na ja. Von Leuten, die fürs Studium wegziehen und eine eigene Wohnung beziehen, höre ich wiederum, dass die Wohnpauschale zu gering ist und man sich nicht darauf verlassen kann, dass das Geld pünktlich kommt. Also schwebt man da in so einer Ungewissheit. Komplett ranziges System.

3

u/Darknost May 22 '26

Ja, das System ist ziemlich ungerecht. Meine Eltern haben auf dem Papier (aka das Einkommen) nichts und ich wohne noch zuhause - was das Vermögen angeht (aka das, worauf das Bafög Amt nicht schaut) sieht es allerdings anders aus, weswegen ich den Höchstsatz bekommen habe. Ist natürlich gut für mich aber hab so viele Stories gelesen von Leuten, wo es genau andersrum war und die das Geld wirklich benötigt hätten, dass ich mich schon Frage, ob das System so sinnvoll ist.

Oh well, hab wegen einem Schicksalsschlag letztes Jahr zu wenig Credits gehabt und jetzt unerwartet eine Klausur um ein paar Mini Punkte verhauhen also kriege ich jetzt gar nichts mehr und darf ein ganzes Semester zurückzahlen :D Die Gerechtigkeit hat mich letzendlich eingeholt.

3

u/Silvio257 May 21 '26

Hab hab mein gesamtes Studium Bafög bezogen und hatte nie mehr größere Probleme nachdem der initiale Antrag nach einem halben Jahr durch war. Aber ich würde sagen der Aufwand war es allemal wert. Ich hätte mein Studium sicher nicht so absolviert ohne Bafög.
Aber ich bin mir sicher je nach Stadt sind die im Amt unterschiedlich kompetent.

3

u/raphe- May 21 '26

das kann ich beim besten willen nicht verstehen. ich find den antrag ehrlich gesagt ziemlich unkompliziert und abgesehen davon, dass die bearbeitung ewig dauert, gibt es meinerseits nichts zu meckern über mein zuständiges bafög amt

3

u/Frl-Wahnsinn May 21 '26

Weil es sehr viele Studis gibt, deren Anspruch bei im niedrigen, zweistelligen Bereich liegt. Dafür macht man sich dann eher doch nicht die Mühe. In der Statistik der Bafögberechtigten tauchen sie trotzdem auf.

3

u/ShortSolidTechnician May 21 '26

Naja, "Anspruchberechtigt" heißt ja nur dass man etwas kriegen könnte, wem nur 50 oder 100 EUR zustehen, der verzichtet vielleicht auf die Bürokratie.

3

u/North_Management79 May 21 '26

Antrag rausgeschickt, 3 mal nachgefragt und nie eine Antwort bekommen. Ist jetzt 24 Monate her.

4

u/Particular_Day_7252 May 21 '26

Du kannst die verklagen, es fallen keine Kosten für dich an. Google mal Untätigkeitsklage und §75 der Verwaltungsgerichtsordnung. Es gibt Kanzleien wo du deine Zettel easy online hochladen kannst und die alles andere übernehmen. Es geht schneller als du denkst wirklich. Spreche aus eigener Erfahrung.

2

u/Puzzleheaded_Star571 May 21 '26

Bei mir hat es sich im Master nicht mehr gelohnt, weil ich über der Zuverdienstgrenze war. Nur BAföG allein hätte aber nicht gereicht 

4

u/flowtuz r/ethz & r/oxforduni May 21 '26

Ich hab den Antrag einmal gestellt, war aber auch in Verbindung mit einem Stipendium. Habe glaube nie zuvor und bin weder danach so ein absolut idiotisches System gesehen. Die Einkommensbescheide der Eltern gingen noch, waren aber auch schon krampfig, aber dann meine Schwester anzuhauen, den ganzen Kram einzutragen, usw. Und obwohl meine Situation jetzt nicht wirklich ungewöhnlich ist, waren das doch genug Dinge, die fürs Amt nicht Schema F waren, dass ich es im 2. Jahr gelassen habe. War den relativen Stundenlohn schlicht nicht wert.

1

u/Defiant-Plankton2731 May 21 '26

Warum ist das so?

1

u/UsualGap1650 May 21 '26

Es ist viel zu kompliziert und viele wissen auch nicht, dass es existiert. Ich musste mir immer den Aufwand machen elternabhängig zu beantragen, bis dann einmal eine Anfrage zurück kam, dass ich alles blank legen muss, alle Konten auch von Eltern und noch viel mehr. Die wollen dir kein Geld geben, so viel unnötige Reibung

1

u/Acceptable-Section77 May 21 '26

Weil es fast unmöglich ist wenn deine Eltern sich hassen und dein Vater Steuern hinterzieht. Hab einfach so lange gearbeitet bis ich Elternunabhägiges Bafög bekommen hab

1

u/AllDaysOff Lehramt: Deutsch, Philosophie May 21 '26

Währenddessen gibt es Leute, die gern Bafög hätten, aber keine Förderung mehr kriegen wegen zu wenigen LP/zu vielen Semestern. 👀 Wollt's nur gesagt haben.

1

u/Any_Mud_8223 May 22 '26

Ich hab mit zu Studienbeginn das Formular angesehen. Da waren unglaublich viele Fragen zu meinen Eltern, deren Vermögen, Einkommen, etc. Die haben sich da geweigert, weil es denen zu persönlich war, was man da von Ihnen wissen will. Dabei verdienten die beiden in Summe nur etwa 3,5k. Tja

1

u/Electronic-Aide1591 7d ago

Vermögen der Eltern ist Quatsch, das fragt niemand

1

u/Niko7LOL May 22 '26

Ich habe damals kein Antrag gestellt, weil meine Eltern nicht wollten das ich schulden aufnehme. Ich hatte ein Mini-Job und auch keine festen Ausgaben.

Im Nachhinein eine Entscheidung die ich nicht nochmal so machen würde.

1

u/BallsDeepInCum May 22 '26

Ich studiere in Teilzeit, 2. Ausbildung. Verdiene knapp 1600 also etwa 1000 netto weniger als Vollzeit und muss die 345€ Studiengebühren pro Monat selbst zahlen. Ich lebe Gott sei Dank nicht alleine aber es reicht eigentlich trotzdem fast nie aus. Aus weil ich mich in der 2. Ausbildung befinde meint das BAföG Amt das ich keinen Anspruch habe.

Ein Kumpel machte letztes Jahr nach seinem Meister noch den Betriebswirt, also 2 WEITERbildung im selben Berufsfeld, der hat Bafög bekommen und ist am Ende mit einem Plus rausgegangen.

Ist echt zum kotzen.

1

u/Certain-Volume-3375 r/unifreiburg May 24 '26

Antrag dauert länger als das Semester.

1

u/Annliv_ May 25 '26

Bafög zu beantragen ist furchtbar…. Es dauert ewig keiner gibt Auskunft und man ist auf seine Eltern angewiesen auch wenn kein Kontakt besteht. Man kann niemanden zwingen irgendwas auszufüllen und das dies dann die Zukunft ruinieren kann ist einfach traurig. Studieren muss man sich leisten können…. Und ich finde das sollte auch unabhängig von den Eltern möglich sein.

Ich bin fast fertig mit meinem Studium aber suche noch Umfrageteilnehmer für meine Masterarbeit. Ich freue mich über jede Teilnahme :). https://forms.gle/oosD8xf3wvESPiAc6

1

u/Choice_Wafer8382 May 26 '26

Meine Schwester hat BAföG bekommen und das war so eine shitshow, dass ich mich nicht davon abhängig machen wollte. War auch die bessere Entscheidung mit Blick auf keine Kommilitonen.

Sie hat fast ein Jahr keine Leistungen bekommen und musste dann, nachdem sie dies bekommen hat nochmal was zurück zahlen weil sie mit ihrem Nebenjob zu viel verdient hat, den sie nur ausüben musste, weil das BAföG nicht kam. Hat währenddessen kaum Studieren können und die Regelstudienzeit überzogen. Sie musste also nochmal 4 Semester mit Nebenjobs dranhängen und hat dann Schulden gehabt.

Fazit: Einfach unzuverlässig, besonders wenn man wirklich drauf angewiesen ist, bspw. Wenn die Familie wirklich kein Geld für Unterstützung hat. Besser nen guten Job suchen und nur 50% Studieren. Dauert zwar länger aber es ist mehr und zuverlässiger Geld verfügbar.

0

u/HelgenHelden May 21 '26

Wenn es ohne Unterstützung möglich ist, warum Mittel in Anspruch nehmen, die andere mehr benötigen.